Sascha Lippe Del Taylor Ramona Leiterer Patrick Einsle Lasse Münstermann
1. Mit welchen Erwartungen bist Du zur EM gefahren? Ich wollte einfach nur so gut snooker spielen das ich hinterher trotzdem

zufrieden aus den Partien gehe. Mein Ziel war es zumindest die Vorgruppen zu

überstehen!



1. Ich bin zur EM gefahren, um mein Bestes zu geben und mit dem Ziel zu gewinnen und Deutschland in einem europäischen Wettbewerb zu vertreten.
 
    Wollte mir eigentlich keine zu großen Ziele stecken, sondern einfach nur gutes Snooker spielen.  
Ich bin zur EM gefahren um zu zeigen was ich kann. Ich habe mir keine Ziele gesetzt, z.B. aus der Gruppe oder weiter zu kommen, sonder nur daß ich zufrieden mit mir bin.
 

 

Ich wollte das Halbfinale erreichen und Gruppen 2. werden
2. Wie nervös macht Dich ein internationaler Auftritt? Da ich schon seit ungefähr 7 Jahren im Internationalen Snooker mitspiele,

wie z.B. U19 EM, U21 WM oder auch die EM im Vorjahr, bin ich dem Druck schon

gewachsen und nicht mehr so nervös. Jedoch ist es natürlich ein größerer

Druck als auf irgendwelchen GOSR Turnieren.

2. Ein bisschen Nervosität gehört dazu (es steigert die Konzentration, den Biss...) - wie jeder gute Spieler weiß. Sobald das Spiel beginnt, konzentriert man sich ganz auf das Spiel und die Nervosität fällt von einem ab.

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 Mein erstes Spiel ist eigentlich noch immer mit etwas Nerven verbunden, aber es wurde immer
    besser.

Man ist natürlich immer nohc aufgeregt vor jedem Spiel. Aber ich spiele ja jetzt schon 4 Jahre international, deswegen ist man es schon gewöhnt!
Aber eine gewisse Anspannung ist auf jeden Fall noch vorhanden. 
 

 

Ich bin nur am Anfang eines jeden Spieles etwas hibbelig. Nach außen aber immer total beherrschend.

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3. War der Snookerboom in Deutschland auch dort zu spüren? Während der Vorgruppen begegnungen war es nicht so zu spüren! Vielleicht 50

Zuschauer über den ganzen Tag verteilt... mehr nicht! In Landsberg waren es

kontinuierlich 30-50 von morgens bis abends!

 

3. Nein, das habe ich nicht beobachtet - wahrscheinlich, weil ich mich ganz auf mein Spiel konzentriert habe.
Es waren eigentlich ziemlich viele Zuschauer da, daran konnte man schon sehen, daß Snooker
    endlich etwas bekannter ist.

 

Damit habe ich mich nicht befasst! Ich habe mich eher nur versucht auf mich zu konzentrieren. Aber so wie ich es im Finale gesehen habe, war schon ein Boom zu spüren, dort waren nämlich 200 - 300 Zuschauer und eine riesen Stimmung!! 
 

 

Es waren sehr viele Besucher bei dieser Europameisterschaft. Weit mehr, als bei den Play-Offs der Maintour in England im Jahre 2000. Anhand der Vieweranzahl der gesendeten Berichte im Snookermaniaforum sehe ich schon weit mehr Interesse, als vor ein paar Jahren.

 

4. Wie zufrieden bist Du mit Deinem Abschneiden?  

Äusserst unzufrieden! Ich hab leider nicht meinem Normallevel entsprechend

gespielt, sonst hätte ich diese Gruppe sicher bestehen können! Ich hatte

leider in der Woche vor der EM extremen Stress und Probleme, deshalb hab ich

den Kopf nicht frei bekommen und konnte mich in der Woche davor und zu

anfangs in Österreich überhaupt nicht auf snooker konzentrieren!

4. Ich habe mehr erwartet und gehofft, dass ich weiterkommen würde - aber wahrscheinlich hat sich das jeder Spieler erhofft. Aber es ist allgemein bekannt, dass die Konkurrenz bei internationalen Wettbewerben sehr hart ist - es spielen die Besten aus ganz Europa, aus der ganzen Welt.

Ich habe neun Frames verloren und sieben gewonnen - insgesamt keine schlechte Bilanz. Drei der verlorenen Frames habe ich gegen Alan Trigg verloren, der spätere Senioren-Sieger der EM, ein ehemaliger Profi, 1994/95 rangierte er, so weit ich weiß, auf Platz 64 der Weltrangliste. Es war mir sofort klar, dass er den Senioren-Wettbewerb gewinnen würde.
Habe mich schon sehr geärgert, daß ich nicht aus der Gruppe kam, und war somit auch
    überhaupt nicht zufrieden, aber ich bin auf jeden Fall dadurch hochmotiviert.

 

Ich bin schon etwas enttäuscht gewesen, aber nicht wegen meines schlechten Abschneidens, sondern weil ich es nicht geschafft habe meine Spiele einfach zu spielen, sondern durch mein Kopf-Denken alles sehr schlecht gemacht habe. (Ein bißchen zufrieden bin ich dennoch, weil ich mit meinen letzten zwei Spielen noch sehr viel Selbstbewußtsein getankt habe und deshalb sehr zuversichtlich bin für die nächsten großen Events!)  n meiner Gruppe kann man zufriedener nicht sein. Ohne ein Spiel verloren zu haben gegen die starke internationale Konkurrenz. Und mit einem 122er Break habe ich mich sehr gut gefühlt. Die Runde der letzten 32 lief nicht sehr positiv. Insgesamt bin ich aber zufrieden, da ich wieder einmal bewiesen habe, das mehr in mir steckt.

 

 

5. Was ist Dein Fazit, wodurch Du Dich verbessern kannst?

 

Ich darf mich nicht so sehr von meinem Umfeld beeinflussen lassen und trotz

allen Problemen muss ich mehr trainieren!!

5. Ich habe in der Regel ein ziemlich konstantes Niveau. Ich schieße hin und wieder hohe Breaks, konstant 30 oder 40+. Ich bin mehr ein "Matchplayer" als ein "Breakbuilder". Ich habe mit meinem Spiel die deutschen Senioren-Meisterschaften drei Jahre dominiert. In drei deutschen Meisterschaften habe ich nur ca. 10 Frames verloren.

Aber natürlich arbeite ich hart an meinem Spiel - ich glaube, jeder gute Spieler will bessern werden, sein Spiel perfektionieren! Besonders hart arbeite ich an meinem Breakbuilding. Außerdem möchte ich dieses Jahr an mehr GOSR-Wettbewerben teilnehmen und ich habe  mich für die 1. Bundesliga, 1. SC Essen gemeldet.
 Natürlich noch mehr zu trainieren, und jede Hilfe anzunehmen, um meinen Kopf in Griff zu
    bekommen.

 

Mein Fazit ist, daß man sich nur selber stoppen kann, Großes zu schaffen!
 

 

Wie schon im Forum beschrieben, liegt meine Schwierigkeit im Mentalen. Ich werde verstärkt auf dieser Ebene meine Kontrolle und Beherrschtheit trainieren.

 

6. Wie kann ein Topspieler das höchstmögliche Spielniveau auf den Punkt

eines Matches abrufen?

 

Durch starkes Selbstvertrauen und ein absolutes Höchstmass an Konzentration! 6. Das ist eine ziemlich schwierige Frage. Man bereitet sich immer auf die gleiche Weise auf sein Match vor. Man weiß, was man kann. Man weiß, wenn man die Möglichkeit hat, dieses Spiel zu gewinnen, muss man seine Chance nutzen, oft gibt es keine zweite ...
Ein bisschen Glück gehört aber auch dazu. Ein Kick kann entscheidend für den Ausgang des Matches sein ...
Aber wie du weißt beim Snooker kann man in der besten Form sein und trotzdem verlieren
  Wenn er sich 100%ig konzentrieren kann und jeden Stoß exakt durchzuführt.
Indem man es einfach schafft, auf den Punkt voll konzentriert beim Spiel zu sein und man sich mit nichts anderem beschäftigt. Dazu ist der Kopf natürlich sehr wichtig, wenn man den nicht im Griff hat, kann man nie was erreichen im Snooker! (Was auch sehr wichtig ist, ist daß man viel Ausgleichssport treibt, dann strahlt man am Tisch schon eine wichtige Ruhe aus!) 
 

 

Das gelingt nur, wenn man körperlich topfit und Mental auf alles eingestellt ist und während des Spieles nur die Kugeln sieht. Der gesamte Tagesrhythmus darf nicht gestört sein. Alle Umgebungsfaktoren wie, gut geputzes Cue und heile Kreide, ... spielen während des Matches keine Rolle, da sie vorher gründlichst überprüft wurden. Und viel Erfahrung braucht man, um in einer solchen Situation abgeklärt und locker zu sein.
7. Was sind Deine nächsten Ziele? Ich will so gut wie möglich bei der U21 WM in Carlos/Irland abschneiden! Ich

erwarte von mir das ich mich aus den Gruppen qualifiziere und dann ist nach

oben alles möglich!

 


7. Meine nächsten Ziele: Ich bin stolz für Deutschland zu spielen und würde gerne weiterhin an internationalen Turnieren teilnehmen. Ich weiß, dass ich der stärkste Seniorenspieler in Deutschland bin. Ich möchte meinen Titel als Seniorenmeister auch weiterhin verteidigen, ich werde versuchen, Snooker in Deutschland zu fördern und bei internationalen Wettbewerben mit Fair Play, Konzentration und Kampfbereitschaft mein Bestes zu geben.
Daß ich zur WM fahren darf und da so Snooker spiele, wie ich es eigentlich kann.
    (Evtl. mit Hilfe, lt. unserem Telefonat)

 

Meine nächsten Ziele sind: Es zu schaffen meinen Kopf bei jedem Spiel abzustellen und mich so vorzubereiten, daß ich es schaffe auf den Punkt konzentriert zu sein, dann kommt der Erfolg von alleine!   

Top 40 der Profi Weltelite innerhalb der nächsten 5 Jahre.