Die Hamburg Story "Warum ein Mann einen Club organisiert..."


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Ole Steiner ist erster Vorsitzender des SC Hamburg und Landessportwart des Billardverbands Norddeutschland.

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Odo Einsiedler, 2. Vorsitzender SC Hamburg:

"Im Jahr 2000 kam es im Snooker Club Hamburg zu erheblichen Problemen. Der Betreiber des Centers strich nach und nach alle zuvor eingeräumten Vergünstigungen, was dazu führte, dass das Spielen unerschwinglich wurde, und der Spielbetrieb nicht mehr ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte.

Hier wurde dann Ole Steiner aktiv, der durch Gespräche mit den Mitgliedern herausfand, dass bei den noch Verbliebenen durchaus die Bereitschaft vorlag, den Zerfall des Clubs zu stoppen.

Er organisierte Treffen mit den Mitgliedern und legte Konzepte vor, die die Gründung eines gemeinnützigen Vereins betrafen. Im Mai 2000 wurde der Snookerclub Hamburg e.V. gegründet. Von dem alten Vereinsvermögen war nichts mehr da.

15 Mitglieder waren noch übrig geblieben und der Klub finanzierte sich durch 15 DM um den laufenden Spielbetrieb zusichern. Eine Beitragserhöhung sollte erfolgen, wenn sie für die Einrichtung und Unterhaltung eigene Räumlichkeiten erforderlich werden müsste. Es folgten einige aktiver Monate, in denen Ole die formelle Vereinsgründung vollzog und wir nach geeigneten Räumen suchten.

Im September hatte Ole sowohl die jetzigen Räume als auch ein Anbieter für gebrauchte Snooker Tische in Berlin gefunden, sodass wir los legen konnten.

Es ging jetzt darum, den Mitgliedern dafür zu gewinnen, einen Monatsbeitrag von 200 DM mit einer jährlichen Kündigungsfrist zu akzeptieren und insbesondere sich auf eine Finanzierung einzulassen. Nachdem wir festgestellt hatten, dass keine Bank ums Geld geben würde, wurde uns klar, das Visier auf die Mitglieder angewiesen waren. Wir kamen auf die Idee eine Versammlung in der uns angebotenen Halle zu veranstalten. Wir wollten den Mitgliedern durch Darstellung der Sachlage ein Bild vermitteln. Was darauf erfolgte, jagt mir jetzt noch eine Gänsehaut über den Rücken. Es folgte eine Wortmeldung auf die andere und letztendlich kamen 15.000 DM zusammen. Auch der Monatsbeitrag wurde akzeptiert.

Bis Mitte November 2000 gelang es uns in guter Zusammenarbeit die Räume zu renovieren und für den Spielbetrieb herzurichten.

Ohne dass organisatorische, logistische und elektronische Wissen und Können von Ole Steiner, sowie sein zeitliches Engagement wäre diese Leistung nicht möglich gewesen."

 

Thomas Hein, Bundessportwart Snooker der Deutschen Billard Union:

"Ole habe ich als Spieler SC Hamburg kennen gelernt. Ole war immer gut gelaunt und wollte am Tisch immer sein Bestes geben.

Ich traf ihn immer wieder zu Bundesligaspielen, zu trainieren und Meisterschaften.

Im Norddeutschland gab es im Landesverband leider niemanden aus unseren Reihen, der die Arbeit eines Landessportwart ausüben wollte oder sich überhaupt mit dem Verband auseinander setzen wollte.

Ole und ich sprachen über mögliche Zuschüsse oder sonstige Möglichkeiten, die wir zu dieser Zeit in Duisburg praktizierten.

Wir benötigten dringend eine Personen Norddeutschland, die dort die Fäden in der Hand hielt. Ich sprach ohne daraufhin an. Anfänglich war er von der Idee nicht so begeistert, aber nach einigen Gesprächen hat er dann doch den Kontakt zum Verband gesucht und wurde schließlich landet Sport war.

Egal wo man Ole braucht, es immer da. Zur deutschen Meisterschaft 2002 hatten wir kein Hauptschiedsrichter. Sowohl Bernie Mickeleit, als auch Lars Wellmann waren nicht verfügbar. Also sprach ich Ole Steiner an. Wie nicht anders gewohnt sprachen wir über die Aufgaben des Hauptschiedsrichters und er sagte zu.

Der SC Hamburg, der Landesverband Norddeutschland und auch ich können froh sein, dass es so engagierte Menschen wie Ole gibt, auf die man zu jeder Zeit zählen kann.