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Donnerstag, 11. Mai 2017 14:36

Barry Hearn, Rolf Kalb, Alex Ursenbacher zu den Neuerungen

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Wenn der Chef von World Snooker einlädt, hängt die Presse an seinen Lippen. Es geht vorrangig um Geld und Entwicklung.

World Snooker: Barry Hearn mit allen Neuerungen für die Maintour

Wenn der Chef von World Snooker einlädt, hängt die Presse an seinen Lippen. Es geht vorrangig um Geld und Entwicklung.

Barry Hearn gibt die News der Maintour immer während der WM bekannt:

Preisgelder:

Das Preisgeld in der nächsten Saison wir in Summer um die 12 Millionen Britische Pfund liegen. Als Barry Hearn World Snooker vor 7 Jahren übernahm, lag das Gesamtpreisgeld bei 3,5 Millionen Britische Pfund.

Challenge Tour:

Nach dem Q-School Event 2018 (Mai) wird eine Challenge Tour für die Teilnehmer der Q-School mit 10 Events starten. Der Sieger und Zweitplatzierte der Endrangliste werden ebenfalls eine Tourkarte erhalten.

Startgelder für Maintourevents:

Diese fallen weg, so daß jeder Spieler mit einer Full Tour Cards ca. 4.000 – 5000 Britische Pfund spart. World Snooker verzichtet somit auf die Einnahme von rund 500.000 Britische Pfund Startgelder.

Weltmeisterschaft:

Das Preisgeld wird 2018 von jetzt 1,75 Mio Pfund auf 1,968 Mio Pfund angehoben. Der Sieger erhält 2018 die Summe von 425.000 Pfund (2017 sind es 375.000 Pfund). 2019 wird es einen weiteren Sprung geben: 2,25 Mio Pfund Gesamtpreisgeld, wobei der Sieger 500.000 Mio Pfund erhält.

China:

Mit dem chinesischen Fernsehsender CCTV wurde ein 10-Jahres-Deal abgeschlossen. Es wird auch eine neue Preisgeldstruktur bei den in China stattfindenden Turnieren geben. Es wurde ja oft befürchtet, dass die WM irgendwann in China ausgetragen wird, aber dem widersprach Barry Hearn: „Die WM bleibt in Sheffield, da hier die Wurzeln sind. Jedoch kann China Geschichte im Snookersport schreiben, wobei wir gern behilflich sind. Es wird maximal 5 Turnier in China geben“.

Kommentar:

Kaufmännisch sind die Zahlen beeindruckend und der Turnierkalender ist voll. Die Challenge Tour soll die jungen Spieler früh auf ein Profi-Dasein vorbereiten, da Barry Hearn der sehr positiven Spielerausbildung und – Entwicklung in China die Stirn bieten möchte. In den letzten Jahren kamen die erfolgreichsten Jungprofis aus dem Reich der Mitte. Er muss natürlich auch sportlich für Fortschritt sorgen und dabei muss die Basis für spätere sportliche Qualität in Großbritannien etabliert werden. Er spricht zwar auch vom europäischen Kontinent, aber erfahrungsgemäß wirken dort die Maßnahmen World Snooker nicht so wie gewünscht.

Mittel- oder langfristige Konzepte sind für den Top-Nachwuchs nicht zu erkennen. Wobei der Nachwuchs ja zunächst aus den jeweiligen Ländern kommen muss.

Die Möglichkeit für Kontinentaleuropäer ist überschaubar. In den meisten Ländern sind noch zu wenige Spieler am Tisch und so kann niemand mit der chinesischen Massentalentschmiede mithalten.

Laut aktuellen Schätzungen des DBU-Präsidenten spielen in Deutschland gerade einmal 750 Menschen aktiv Snooker. Diese Zahl nannte er dem Handelsblatt zu einem Artikel um den Snookersport in Deutschland.

Die wenigen talentierten Spieler sind auf sich allein gestellt um es auf die Profitour zu schaffen. Der U21-Europameister (2017 Alexander Ursenbacher aus der Schweiz) und der Herren-Europameister (die EM steht in Albanien noch auf dem Programm) erhalten einen Tourplatz. Gleiches gilt für die Amateur-Weltmeisterschaft.

Barry Hearn sagte, dass er Barrieren für junge Spieler aus der Welt schaffen möchte. Bereits 2016 prognostizierte er, dass in 10-15 Jahren die Hälfte der TOP16 der Welt aus China kommen, da der Staat in China Geld in das Projekt Snookerweltspitze investiert. Das wird nicht aufzuhalten sein, aber die Europäer können ihren Auftrag professionell erledigen. Letztendlich hat sportliche Leistung immer mit finanziellen Mitteln oder einem „Megatalent mit Überraschungserfolg“ wie Boris Becker oder Shaun Murphy zu tun. Daher sind kontinuierliche Maßnahmen durch die nationalen und internationalen Amateur-Dachverbände unerlässlich.

Rolf Kalb: „Leider gibt es im internationalen Amateurbereich zu wenig koordinierte Förderung und staatliche Unterstützung fehlt weitestgehend.“

Alexander Ursenbacher: „Meiner Meinung nach hängt sehr viel von der Einstellung und Motivation der Spieler ab...man müsste die Jungs/Mädels mehr motivieren...zeigen was man alles erreichen kann, das Ganze ein bisschen interessanter gestalten und es ihnen richtig schmackhaft machen...mehr Freude ins Spiel bringen...wir wissen alle dass Snooker kein einfache/s/r Spiel Sport ist...man sollte sicher auch mehr Werbung machen und das Hauptproblem denke ich, ist die Mentalität im deutschsprachigen Raum...im Vergleich zu UK ist es einfach das Gegenteil...
Die Begeisterung fehlt und ich denke wenn man den Jungen ein bisschen mehr vom Profileben zeigen würde z.B. mehr Exhibition oder Veranstaltungen, Wochentrainings (Gruppentrainings) oder mehr kleinere Turniere mit z.B 10€ pro Spieler Startgeld mit Auszahlung dann denke ich würde es mehreren Jungen Spielern den Anreiz geben und sie positiv darauf Aufmerksam machen.“

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Bis bald euer Thomas Hein

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