The Masters: O'Sullivan entthront Titelverteidiger Ding
Montag, den 16. Januar 2012 um 10:29 Uhr, Geschrieben von Thomas HeinAls zweiter Spieler erreichte Mark Williams durch ein 6:4 über Stephen Maguire die zweite Runde in London.
O'Sullivan durfte als Lohn seinen Sohn Ronnie Junior auf den Arm nehmen, der in der Probe für die Vorstellung noch die Rolle seines Vaters übernommen hatte (und sich da wegen des lauten Applauses die Ohren zuhielt).
Dings Erstrunden-Niederlage bedeutet, dass weiterhin Paul Hunter der letzte Spieler ist, der beim Masters seinen Titel verteidigen konnte (2002).
"Zeitweise habe ich gut gespielt"
"Ding spielt gut bei den großen Turnieren, deshalb freue ich mich über den Sieg. Zeitweise habe ich gut gespielt", fasste O'Sullivan seine Leistung zusammen. Beide vergaben einige Chancen, aber trotzdem entwickelte sich eine gute und unterhaltsame Partie.
Beide zeigten nämlich auch eine Reihe von Traum-Bällen und beide waren bei den langen Bällen auch sehr sicher. Die erste Hälfte des Matches gehörte O'Sullivan, der dank Breaks von 76 und 64 Punkten mit 4:1 in Führung ging. Danach aber zeigte Ding Junhui Kampfgeist und glich zum 4:4 aus. Die größere Konstanz des Titelverteidigers in dieser Phase war ausschlaggebend für diese drei gewonnenen Frames in Folge.
"Ich habe einfach versucht, konzentriert zu bleiben", erinnerte sich O'Sullivan an diese Phase: "Ich habe dann ein paar Chancen bekommen und Punkte daraus gemacht." Im neunten Frame legte er mit einer 51 den Grundstein zur erneuten Führung, ehe er im zehnten Durchgang zum Jubel der 1.500 Fans im Ally Pally mit einer 125, seinem 50. Masters-Century, das Match beendete.
Maguire musste bangen
Als zweiter Spieler erreichte Williams durch ein 6:4 über Maguire die zweite Runde. Auch der Waliser musste sich gegen ein Comeback seines Gegners wehren. Mit 4:0 und 5:2 hatte er schon geführt, ehe der Schotte wieder zum 4:5 aufschloss. Zwar hatte Williams den ersten Frame auf Schwarz gewonnen, aber mit Breaks von 57, 72, 64 und 53 Punkten stürmte er bis zur Pause auf 4:0 davon. 93 Prozent der Bälle lochte er in dieser Phase, während Maguire sich mit mageren 79 Prozent begnügen musste.
Nach Wiederbeginn jedoch fehlte bei beiden die spielerische Linie. Stephen Maguire konnte so seine kämpferischen Qualitäten in die Waagschale werfen. Als er mit einer 77 in Frame neun wieder auf 4:5 herangekommen war, schien das Match wieder offen. Auch im zehnten Frame hatte der Schotte die ersten beiden Chancen, machte jedoch nicht genug Punkte daraus. Mit einer 51 schaffte es Williams am Ende über die Ziellinie.
Quelle: www.eurosport.yahoo.com
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