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Foul bei Ausmessung

7 Jahre 6 Monate her #12653 von einmaluser
Foul bei Ausmessung wurde erstellt von einmaluser
Ich würde gern wissen, wie es tatsächlich entschieden werden muss, in der Situtation vom Sonntag:

Ding Junhui misst mit seiner Kreide (soweit das überhaupt möglich ist) ob die Schwarze auf den Spot passt. Michaela Tabb sagte nichts dagegen. Rolf Kalb bemerkt in seinem Blog, es hätte ein Foul geben müssen. Liebe Schiedsrichter: Wer hat hier recht?

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7 Jahre 6 Monate her #12656 von Stefanie Teschner
Ein Messen ist durchaus nicht gestattet und ist mit einem Foul zu ahnden. Die Aufgabe des Schiedrichters liegt dabei in der Bewertung ob das zur Hilfe gezogene Mittel tatsächlich zu messen oder vielleicht doch eher zum schätzen geeignet ist.
Meines Erachtens hat Michaela Tabb vollkommen korrekt gehandelt.

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7 Jahre 6 Monate her #12657 von Peter Steiner
Hallo,

also im ersten Moment war ich auch der Meinung, dass Michaela ein Foul hätte geben müssen. Beim zweiten hinsehen war es dann schon nicht mehr so deutlich. Hat er wirklich ausgemessen? Diese Entscheidung kannst Du als Ref nur zu 100% treffen, wenn Du direkt daneben stehst und klar beurteilen kannst, was er da eigentlich macht.

Ich habe mir das ganze aber hier
bei 4:40 Minuten nochmal angeschaut und bin inzwischen der Meinung, dass es in dieser Situation ein klares Foul mit 7 Strafpunkten hätte geben müssen.

Allerdings muss ich auch sagen, dass Michaela aus 2 Gründen die Situation wahrscheinlich nicht wirklich und zu 100% beurteilen konnte. Bei einer Live-Übetragung verschwinden die Refs oft aus den Kamera-Perspektiven, um das Bild auf den Tisch frei zu halten. So auch in dieser Situation geschehen. 1. Michaela verschwindet im "toten Winkel" und 2. Ding verdeckt die Sicht auf das Geschehen. Michaela hat in diesem kurzen Moment also keine freie Sicht und sie kann nur entscheiden, was sie wirklich sieht.

Trotzdem bleibt ein "Geschmäckle". Ich denke, dass Ding genau gewusst hat, dass er den Spot nicht ausmessen darf. Auf diesem Niveau muss er dies einfach wissen. Ich möchte damit sagen: So, wie es gewesen ist, muss es akzeptiert werden. Ding hätte sich nicht beschweren können, wenn Michaela ein Foul gegeben hätte. Und Neil hat in dieser Situation nichts gesagt, obwohl er die bessere Sicht hatte und durchaus etwas hätte sagen können. Also eine Tatsachen-Entscheidung mit "common sense" von (fast) allen Beteiligten.

Ich bin selbst sehr gespannt auf andere Meinungen, Kommentare und Eure Sichtweisen zum Thema.

Viele Grüße,
Peter (Snooker Ref International Class III)

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7 Jahre 6 Monate her #12659 von Bösiger
Bösiger antwortete auf Foul bei Ausmessung
Hallo
Ich frage mich gerade, was man genau unter Ausmessen versteht... wenn man bspw. mit Hilfe des Queues die Ziellinie für einen Ball anvisiert um zu prüfen, ob der Ball überhaupt spielbar ist oder nicht oder man den Anspielpunkt an einer Bande sucht und das Queue in Richtgung der Zielline hält ist das eigentlich ja auch ein Ausmessen. Oder ist dies streng genommen auch nicht erlaubt?
Grüsse aus der Schweiz
Luki

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7 Jahre 6 Monate her #12660 von Walter
Walter antwortete auf Foul bei Ausmessung
Dazu gibts die Regel 3/10/(d):
"(ii) Irgendein Objekt wird zum Abstands- oder Entfernungs messen bgenommen."

Alles klar????

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7 Jahre 6 Monate her #12664 von Stefanie Teschner
Sorry, Peter. Das habe ich in meiner Schiriausbildung anders gelernt.
Denn die Frage ist hier ob man wirklich messen kann mit einem Stück Kreide. Letztendlich ist ein Stück Kreide doch kein Lineal. Auch das Queue ist ein Hilfsmittel was meines Erachtens verwendet werden darf um ungefähr einschätzen zu können ob etwas passt oder nicht.

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7 Jahre 6 Monate her #12666 von Bazzat
Bazzat antwortete auf Foul bei Ausmessung
Also wenn das erlaubt sein soll dann werde ich zukünftig anders arbeiten. Vielleicht 1,56 Kreide zusammenkleben die dann genau 50% des Durchmessers der Kugel haben?

Meiner Meinung nach ist das ein Faul. Minus sieben Punkte. Ding wusste genau wieviel Stück Kreide einen Kugeldurchmesser ergeben.

Robertson hats vermutlich nicht geschnallt aus der Sitzposition (?) und der Schiri hätte es sehen müssen. (?) Hats aber nicht. ... :)

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7 Jahre 6 Monate her #12667 von Stefanie Teschner
Ich lern auch gern dazu aber davon überzeugt bin ich bis jetzt noch nicht.
Denn wenn man weiß wie viel Stück Kreide genau den Durchmesser einer Kugel ergeben, kann man sich den Aufwand des Kreidezusammenbastelns sicherlich sparen und diesen Abstand mit seinem Daumen einschätzen. Oder ist das Daumenranhalten ebenso verboten?
Sorry, aber für mich macht es keinen Unterschied ob ich nun mit dem Stück Kreide oder mit dem Daumen dort hantiere.

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7 Jahre 6 Monate her #12668 von Snospowa
Snospowa antwortete auf Foul bei Ausmessung
@Bazzat

Du brauchst gar keine Kreiden kleben :-)

Ein Stück Snookerkreide (Triangle Chalk) das die meisten Profis benutzen ist 22mm x 23mm breit, ein halber Kugeldurchmesser ziemlich genau 26mm. Man sieht: So abwegig ist der Gedanke garnicht dass es sich zum Ausmessen eignet. ;-)

Ich finde auch ganz klar Foul und damit 7 Punkte für den Gegner. Die Kreide hat dort nichts verloren am schwarzen Spot in dieser Situation auch wenn er sie in der Hand behält.

Queue auf dem Tisch ablegen zum Winkelmessen ist glaube ich auch nicht erlaubt. Wenn man ihn aber in der Hand behält um an der Bande die Visierlinie zu unterstützen kann ich darin allerdings nichts verbotenes sehen.

Gruß

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7 Jahre 6 Monate her #12670 von snookerQ
snookerQ antwortete auf Foul bei Ausmessung
"(ii) Irgendein Objekt wird zum Abstands- oder Entfernungs messen bgenommen."

Kann man so oder so sehen.

Messen kann man nur mit einem genormten Objekt, z.B. Lineal.

Wenn die Regel aber schon darauf hinweist, dass "irgendein Objekt" gemeint ist, fallen eben auch nicht genormte Objekte (Kreide, Queue) in diese Kategorie.

Ich glaube, Michaela Tabb hat's einfach nicht gesehen.


Viel interessanter finde ich die Frage, was würde ein Ref sagen, wenn ich wirklich meinen Daumen dranhalte. Solange ich den nicht abnehmen kann, ist er kein Objekt.

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