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Foul in der Stossvorbereitung - Miss?

6 Jahre 5 Monate her #12882 von Ockmonix
Hallo zusammen.

Kann es ein Miss geben, wenn ich in der Stossvorbereitung z.B. beim Aufsetzen der Bockhand eine Kugel touchiere? Meinem Verständnis nach nicht, da ich den Spielball ja nach gar nicht bewegt habe und demnach keinen regulären Stoss ausgeführt habe. Mein Gegner war sich da auch nicht sicher, tendierte aber eher dazu ein Miss zu geben.

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6 Jahre 5 Monate her #12887 von john doe
Es gibt diese Szene, in der Ronnie fünf-, sechsmal nicht aus einem Snooker kommt und beim nächsten Versuch "aus Versehen" einen nicht-on Ball touchiert, es Jan Verhaas sagt und sofort zu seinem Platz geht. Verhaas gibt kein Miss...

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6 Jahre 5 Monate her - 6 Jahre 5 Monate her #12888 von ChristianLehmann
nächste mal nehm ich mir mehr zeit mit lesen. danke walter.

"Wenn wir so wenig Fehler machen würden wie die Refs, würden wir die ganze Zeit nur Centuries spielen." -unbekannter Spieler-

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6 Jahre 5 Monate her #12889 von Walter
In diesem Fall hilft diese Regel 14 überhaupt nicht weiter, weil sie überhaupt nicht zur Anwendung kommt. Die Frage war ja, ob das überhaupt ein Miss ist. Und da noch kein Stoß gemacht wurde, kann es kein Miss geben! Also nur ein Foul, allerdings:

Und zu Jan/Ronnie: Da wurde dann eine Regeländerung gemacht, die allerdings kaum ein Amateur kennt:

11. Fouls
Wird ein Foul begangen, entscheidet der Schiedsrichter sofort auf
Foul.
(i) Wenn ein Striker, der gesnookert oder in irgendeiner Form behindert ist, ein Foul an irgendeinem Ball, einschließlich des Spielballs, bei der Stoßvorbereitung begeht, und vom
Gegner aufgefordert wird, noch einmal zu spielen, hat der Gegner die Wahl, ob der Ball On der Gleiche sein soll wie vor dem Regelverstoß, und zwar:
(i) jede Rote, wenn Rot der Ball On war;
(ii) die Farbe On, wenn alle Roten nicht mehr auf dem Tisch sind; oder auch
(iii) eine Farbe nach Wahl des Strikers, wenn der Ball On eine Farbe war, nachdem eine Rote gepottet wurde; oder
(iv) die Möglichkeit, auf die nächste Rote, oder, wenn keine Roten mehr übrig geblieben sind, auf die Gelbe zu spielen.
Jeder bewegte Ball soll vom Schiedsrichter auf die vorherige Position zurückgelegt werden, wenn dies vom Gegner gewünscht wird.

Diese Regel ist natürlich auch in diesem Fall anzuwenden. D.h. Es ist ein Foul (aber kein Misss) und der Schiri legt ggf die Bälle zurück wenn vom Gegner verlangt.
Also es ist ein Foul, das allerdings dee Konsequenzen eines Miss tragen kann! Das gab es damals bei Ronnie noch nicht, also hat der Gegner (ich glaub es war John Higgins) nicht diese Möglichkeit, also war nach dem Foul nur mehr Rot on.

--
MsG,
Walter
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6 Jahre 5 Monate her #12890 von john doe
D.h. man kann verlangen, dass die Bälle zurückgelegt werden (falls welche bewegt wurden) und der Gegner den Stoß wiederholt - was ja dann in der Konsequenz dasselbe wie ein "Miss" ist, nur nicht so heißt... ;)

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6 Jahre 5 Monate her #12892 von Ockmonix
Vielen Dank, Walter! :) Meine Frage wurde damit vollständig beantwortet.

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6 Jahre 5 Monate her #12893 von Walter
"Wenn ein Striker, der gesnookert oder in irgendeiner Form behindert ist", wenn dies zutrifft, dann kann der Gegner das "Miss" (das heisst in diesem Fall nur nicht so) verlangen.
Jetzt ist nur mehr die Frage, was "in irgendeiner Form behindert" bedeutet... Gemeint ist hier nicht, dass der Striker nicht ganz geistig auf der Höhe ist, sondern der Ball in einer Weise beim Stossen behindert oder sonstwie schlecht drankommt, etc.

--
MsG,
Walter

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6 Jahre 4 Monate her #12898 von rbuchw
Genau wie Walter es beschrieben hat, ist es.

Es ist jetzt bloß an den Verbänden gelegen so eine Regeländerung, die ja nun schon hin- und wieder vorkommt, und zur Frustration >:D eines Benachteiligten führen kann, an die Spieler zu bringen. Dass heißt erst über die LSO an die C-Refs und dann an die Spieler.

Ähnliche Wissenslücke gilt m.E. für die Regel, dass die Respottet Black quasi nicht zum Frame gehört und dass es somit kein Miss mehr gibt, wenn man noch gleich ziehen kann (23 vorne --> Foul --> 27 vorne auf Gelb --> kein Miss, weil man aus eigener Kraft (ohne RB) nicht mehr siegen kann) ::)

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6 Jahre 4 Monate her #12901 von Bügler
Alles soweit richtig beantwortet ABER, um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, denn das ist die fundametale Änderung:

Wenn zum Zeitpunkt des Fouls in Stoßvorbereitung gerade Farbe on war und der foulende Spieler zum Weiterspielen aufgefordert wird, dann kann der gefoulte Spieler tatsächlich verlangen, dass der foulende Spieler wieder auf Farbe (die er sich natürlich aussuchen kann) spielen muss. Diese Entscheidung muss der gefoulte Spieler dem Ref mitteilen, denn der Ref darf keinen Spieler auf diese Wahlmöglichkeit hinweisen. Trifft der gefoulte Spieler diese Wahl nicht, weil er Regel 3.11 (i) nicht kennt, würde das Spiel stehen.

Um zu vermeiden, dass das Spiel steht, instruiere ich in den Regelunterweisungen die Refs, wie folgt:
Kennt keiner der beiden Spieler die Regel 3.11 (i), dann hört auf die Wortwahl des gefoulten Spielers, wie er zum Weiterspielen auffordert.
Sagt der gefoulte Spieler: "weiterspielen", dann ist rot on. Sollte der foulende Spieler eine Farbe ansagen und auch treffen, kommt das Foul und ggf. das Miss sofort. Der Ref wird den Spieler nach dem Ansagen der Farbe NICHT darauf hinweisen, dass er dabei ist, ein Foul zu begehen ... 5.1 (b) (ii)
Sagt der gefoulte Spieler "noch einmal spielen", dann ist weiterhin Farbe on. Der Ref wird daraufhin den Spieler auffordern, eine Farbe anzusagen ... 2.12 (a) und (b). Diese Ansage ist in diesem Fall erlaubt und sollte die letzten Unklarheiten beseitigen. Spielt der foulende Spieler nun dennoch rot, dann heißt es wieder Foul und ggf. Miss und sieben !! Punkte gehen an den Gegner ... 3.10 (d) (v).

Diese Regelauslegung ist gemäß Regel 5.1 (a) (ii) erlaubt.

Also bitte, liebe Spieler: schaut euch Regel 3.11 (i) nocheinmal an und beachtet, welche Möglichkeiten sie euch bietet ... auch, wenn sie nicht oft zur Anwendung kommt.

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