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Miss oder nicht Miss, das ist hier die Frage....

4 Jahre 4 Monate her #13944 von Walter

Ingo schrieb: Das Regelwerk gilt im Übrigen für alle, egal ob im Profi- oder Amateur-Bereich. Das sollte auch so bleiben.

Da kann ich mich nur anschließen. Es gab vor einigen Jahren schon mal die Idee für den Amateurbereich eigene Regel(n) zu machen, aber das wurde sofort verworfen, denn die Profis haben folgendes Argument geliefert: Es gibt ja einige Amateur-Turniere (EM, WM, U21-, Kontinentalmeisterschaften u. dgl.), wo der Sieger ein Main-tour-ticket lösen kann. Sollten die Amateure nach eigenen Regeln (also nicht nach den Profiregeln) spielen, so gibt es das nicht. Also ist es für einige noch sehr viel schwieriger (wenn nicht fast unmöglich) ein Main-tour-ticket zu ergattern. Also hat man das gleich wieder verworfen, denn das wollte man natürlich nicht und auch der Amateurbereich spielt nach den Profiregeln.

Immer wieder mal das Miss: Jetzt auch mal eine reale Situation: Striker pottet rot, sagt dann pink (kann man direkt voll anspielen) an und trifft aber pink und rot gleichzeitig. Foul ist ja klar, aber auch ein Miss?

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Walter

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4 Jahre 4 Monate her #13950 von ChristianLehmann
was spräche in letzterem Fall gegen ein Miss?

"Wenn wir so wenig Fehler machen würden wie die Refs, würden wir die ganze Zeit nur Centuries spielen." -unbekannter Spieler-

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4 Jahre 4 Monate her #13951 von Walter
Alles und Nichts!
War u.a. eine meiner Class1 Prüfungsfragen. Aber einige Tutoren entscheiden hier auf Miss (ohne genau Begründungen zu können warum) und die anderen Tutoren entscheiden hier nicht auf Miss (ebenso ohne genaue Begründung warum nicht).
Daher streiten sie sich drum, ob hier Miss zu geben ist oder nicht.
Als Miss gilt ja, wenn der Spielball einen Ball On nicht als ersten Ball trifft,... Hat er in diesem Fall einen Ball On als ersten getroffen, wenn gleichzeitig auch ein Ball nicht On getroffen wird? Ist offenbar nicht eindeutig geregelt, zumindest entscheiden einige so und andere Schiris anders.

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Walter

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4 Jahre 4 Monate her #13953 von ChristianLehmann


Dann finde ich deine Frage missverständlich formuliert. Über welchen Fall reden wir hier, wenn du sagst, Pink war voll und direkt anspielbar? Meinst du tatsächlich voll im Sinne von nicht gesnookert - also sowohl links als auch rechts anspielbar? Oder meinst du voll im Sinne von full face? Im letzteren Falle ließe sich ein Fall ähnlich wie oben abgebildet konstruieren, wo man tatsächlich über Miss diskutieren könnte. Ersteres jedoch wäre für mich 100% Miss.

"Wenn wir so wenig Fehler machen würden wie die Refs, würden wir die ganze Zeit nur Centuries spielen." -unbekannter Spieler-

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4 Jahre 4 Monate her #13954 von Walter

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4 Jahre 4 Monate her #13956 von ChristianLehmann
dann finde ich, müßte man an der Stelle noch definieren, ob es denn tatsächlich der einfachste Weg war. Hier stellt sich mir die Frage ob der Weg auf Pink nicht dadurch signifikant erschwert ist, weil die Gefahr recht hoch ist auch gleichzeitig Rot zu treffen. (Viel Spaß übrigens beim zurückbauen)

Dann könnte man nämlich eventuell argumentieren, dass ja ein vermeintlich einfacherer Einbänder auf eine andere Farbe existiert...

"Wenn wir so wenig Fehler machen würden wie die Refs, würden wir die ganze Zeit nur Centuries spielen." -unbekannter Spieler-

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4 Jahre 3 Monate her #13986 von aristarch
Vielen Dank für die ausführliche Diskussion. Ich finde sie sehr hilfreich!
Sie hat dazu geführt, dass ich die Sache tatsächlich ein wenig anders sehe als vorher.


Das Snookerregelwerk ist fast immer eindeutig und zweifelsfrei ausgeführt. Ich kenne so gut wie keine Stelle an der es Schwierigkeiten gibt, und wenn dann nur in Ausnahmesituationen die nur ganz selten auftreten.

Die Missregel ist eine Ausnahme. Das Problem ist, dass das "Ermessen des Schiris" keine gute Defintion ist. So etwas macht es immer schwierig. Und noch schlimmer ist es wenn gar kein Schiri da ist. Dann muss das Ermessen in die Hände einer der beiden Kontrahenten gelegt werden - ob Gentleman oder nicht, das KANN nicht gut gehen!
Ich sehe hier eine echte Schwachstelle im Regelwerk.



Es sind viele Argumente genannt worden, die ich nicht wiederhole möchte. Ich möchte aber auf einen Punkt eingehen, den ich so hier noch nicht gelesen habe (möglicherweise aber übersehen - dann sorry):

Das Argument, dass ein guter Snooker durch die Foulpunkte aus vielen Fehlversuchen belohnt werden solle, sehe ich nicht im Sinne des Spiels. Ein guter Snooker wird ohnehin belohnt, schon alleine durch die Schwierigkeit die der Gegner hat eine sichere Ablage zu legen und die dann folgende Möglichkeit zu punkten. Ein Snooker ist daher lediglich eine besonders gute Form einer Safety. Wenn dadruch noch ein paar Foulpunkte ergattert werden können ist das ein Bonus - mehr aber nicht!
Es ist meiner Meinung nach NICHT der Sinn der Regel, eine ganze Reihe von Strafpunkten dazu zu nutzen um das Spiel zu gewinnen!

Leider passiert das auf dem Niveau auf dem ich spiele viel zu häufig.
Ich gebe zu, dass ich selbst jemand bin, der nicht so gut pottet und gegen bessere Gegner ein sehr defensives Spiel aufzieht. Bei den Hausturrnieren, bei denen ich gelegentlich spiele, gibt es die Regel "höchstens 2 mal zurücklegen" - also nach dem 3. Foul gibt es kein Miss mehr.

Obwohl ich diese entschärfte Variante ganz gut finde, ist sie (auf meinem Niveau) genaugenommen immer noch zu mächtig. Da man nur selten über 20 Punkte breakt, gehen unsere Spiele normalerweise mit 10 bis 20 Punkten Differenz aus. Da kann ein einzelner Snooker mit 12 oder mehr Punkten schon Frame-entscheidend sein, wodurch der Glücksfaktor leider ziemlich groß wird.


Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass es auf das Verhältnis ankommt, wieviele Punkte man durch Fouls gewinnen kann im Vergleich zu einem durchschnittlichen Break der beteiligten Spieler. Für einen Profi, der mit einem Break den Tisch abräumen kann, sind 10-20 Foulpunkte eher nebensächlich.
Für Spieler, die im ganzen Frame nur 30 - 40 Punkte machen, ist es ein gewaltiger Faktor.

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