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Verwarnung nach 2x foul und miss

5 Jahre 2 Monate her #13550 von Udo
Hallo und guten Tag,

folgende Situation:
Rot ist On. Eine Rote wird von Blau teilverdeckt, es sind ca. 5 mm von der Roten zu "sehen". Weiter liegen 3 Rote vollkommen frei auf dem Tisch.

Der Spieler versucht die teilverdeckte Rote zu treffen. Ist nach dem 2. Fehlversuch die Rote zu treffen - 2 x wurde Foul und Miss entschieden und zurückgelegt - die Bedingung zum Anwenden der Regel 3.14.(c)(ii) gegeben?

Viele Grüße und noch einen schönen Tag
Udo

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5 Jahre 2 Monate her #13552 von JeanLuc
Hallo Udo,

im Grunde hast du die Antwort mit dem Verweis auf die maßgebliche Regel schon selbst gegeben. Alle dort genannten Voraussetzungen sind in deinem Beispiel unproblematisch erfüllt. Der Spielball wurde auch wunschgemäß zum 2. Mal zurückgelegt, sodass der Spieler nun vor seinem 3. Versuch steht. Und das bedeutet für den SR, zumal mehrere Bälle on sogar frei anspielbar sind (eine zentrale Anspielbarkeit einer Roten hätte ja schon genügt), dass er eine Framewarnung auszusprechen hat.

Es wäre schön gewesen, wenn du den Grund deines Zweifels angegeben hättest. Mir fallen da nur 2 Möglichkeiten ein:

1. Die gewählte Rote ist nicht zentral anspielbar
Das ist irrelevant. Es kommt nur darauf an, dass zumindest 1 (möglicher) BO in dieser Weise anspielbar ist, auch wenn es nicht der gewählte ist. In einem Klammerzusatz der Regel ist dies für Rote sogar ausdrücklich erwähnt.

2. Verwirrung durch die ungenaue Übersetzung
Regel 3.14 c setzt voraus, dass beim 2. Fehlversuch zumindest 1 BO (bzw. im Fall eines Nominierungserfordernisses ein potenzieller BO) zentral anspielbar war. In der Übersetzung heißt es jedoch „… d.h. zwischen dem Spielball und einem nominierten oder möglichen Ball On …“. Im Original steht hingegen nichts von einem nominierten Ball, sondern es wird lediglich die Unterscheidung getroffen zwischen einem BO und einem potenziellen BO. Ist Rot an der Reihe, sind alle Roten automatisch on, d.h. es findet keine Nominierung statt. Jede einzelne Rote ist aber auch kein „möglicher BO“, sondern sie alle sind bereits tatsächlich on. Deshalb kann man auch straffrei eine andere Rote zuerst treffen und potten als die, die man anspielen wollte, was bei Farben nicht möglich ist. Ein möglicher BO ist ein Ball, der noch nicht on, aber nominierbar ist (alle Farben vor dem Farbendspiel bzw. im Fall eines FB). Durch eine ausreichend erfolgte Nominierung wird dieser Ball (eine einzelne Farbe) zu einem BO. Sind Rote an der Reihe, sind sie also weder nominierte noch mögliche BO, sondern einfach nur (automatische, tatsächliche) BO.
Die korrekte Übersetzung lautet daher: „…d.h. zwischen dem Spielball und einem Ball, der on war oder der hätte on sein können …“. Dies umfasst dann, wie die Originalfassung, auch die Bälle, die automatisch on sind, also im Fall von Rot alle Roten und im Farbendspiel die kleinste Farbe.
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5 Jahre 2 Monate her #13553 von Udo
Hallo JeanLuc,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Der Grund für meinen Zweifel war Dein 1. Punkt. Ich meine mich zu Erinnern, dass bei der Schulung die Rede davon war: der Spieler versucht über 1 oder mehrere Vorbanden zu spielen, obwohl mindestens ein Ball On zentral anspielbar ist.

Nachdem ich zu Hause im Regelheft nachgelesen hatte, kam ich zu dem selben Ergebnis wie Du, wollte aber mit meiner Frage hier ganz auf Nummer sicher gehen.

Nochmals vielen Dank und noch einen schönen Tag.

Viele Grüße
Udo

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1 Jahr 8 Monate her #14723 von Speed.Five
Mich würde interessieren da ich es heute im Fernsehen gesehen habe das der Schiedsrichter erst die Verwarnung auf Nachfrage des Spielers aussprach.
Ist der Spieler auch ohne aussprechen der Verwarnung an die Regel gebunden?

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1 Jahr 7 Monate her #14727 von JeanLuc
Die Aberkennung eines Frames nach 3.14 d ii (nF), 2.1 d setzt eine vorhergehende Warnung des Schiedsrichters voraus. Es würde mich wundern, wenn der Spieler den SR tatsächlich auf die unterlassene Framewarnung vor dem 3. Versuch aufmerksam gemacht hat. Wie dem auch sei – hätte der SR die Warnung vergessen, dann hätte der Spieler praktisch einen weiteren Versuch frei gehabt.

Zu bedenken ist, dass die Framewarnung nicht nur dazu dient, dem Spieler den unmittelbar bevorstehenden Frameverlust eindringlich vor Augen zu führen, damit es nicht zu einer bösen Überraschung kommt, sondern sie führt auch zu einer Klarstellung hinsichtlich der Ansicht des SR, dass eine zentrale Anspielbarkeit eines (möglichen) BO vorliegt.

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