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Regel 2.6.a (Feathering)

4 Jahre 1 Monat her #14007 von Cosmo
Ich kann mir vorstellen, dass ein versehentliches Berühren des Spielballs während der Schwingens nicht als Stoß gewertet und geahndet werden soll, um zu verhindern, dass ein Spieler quasi versehentlich einen (regelkonformen) Stoß macht, wenn z.B. die Weiße fast press am Objektball liegt und der Spieler durch das ganz zarte Berühren der Weißen beim Schwingen dieselbe soweit bewegt, dass sie den Objektball berührt.

Mit dieser Regel wird der Spieler gezwungen, einen "ordentlichen" Stoß zu machen um sich aus der Bredouille zu befreien.

Schöne Grüße
Dirk

Zu dünn geht immer.

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2 Jahre 6 Monate her #14460 von Pultz666

Ingo schrieb: Wenn kein Stoß ausgeführt wurde, gibt es kein Miss. Der Schiedsrichter darf in diesem Fall kein Miss ausrufen.


Auch wenn das Thema schon uralt ist: wo steht, dass ein Stoß ausgeführt sein muss, damit es ein Miss geben kann?

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2 Jahre 6 Monate her #14463 von double_kiss
Hallo Pultz,

das Stoßerfordernis folgt aus den Regeln 2.21, 3.14. Auch wenn in der Definition eines Miss in 2.21 ein ausgeführter Stoß nicht ausdrücklich im Wortlaut niedergelegt ist, ergibt sich diese Voraussetzung bereits aus dem Regelungszweck. Denn zur Vermeidung eines Miss wird ein ausreichender Versuch des Zuersttreffens eines Ball on gefordert. Dieser Treffer kann nur durch einen Stoß erfolgen. Zwar könnte auch durch ein Berührungsfoul ein Kontakt zwischen dem Spielball und einem Ball on hergestellt werden, aber die gem. 2.21, 3.14 a an den Striker gestellte Aufgabe ist so nicht zu erfüllen. Dadurch setzt schon die Missdefinition implizit einen Stoß voraus. Ein Miss stellt folglich das Ergebnis einer speziellen Stoßbewertung neben der allgemeinen Foulprüfung dar. Ohne erfolgten Stoß kann diese Bewertung nicht vorgenommen werden.

Zusätzlich folgt das Stoßerfordernis aus der Regelungssystematik. Denn in 3.14 a i, ii und 3.14 c wird ausdrücklich auf einen ausgeführten Stoß bzw. eine Stoßausführung Bezug genommen und folglich stets für eine Missbewertung vorausgesetzt. Übrigens fehlt der ausdrückliche Stoßbezug leider in der deutschen Übersetzung für 3.14 c hinsichtlich der Passage „in making a stroke“. Dies ändert aber nichts am Regelungsinhalt.

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2 Jahre 6 Monate her #14464 von Pultz666
Danke für die Antwort.
Ich dachte schon ich finde es nicht im Regelwerk.
Auch wenn es beim Featheing nicht zu einem Miss kommen kann, hat der Spieler ja dennoch die Möglichkeit alles wieder in die Ausgangsposition bringen zu lassen (3.11.i)

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2 Jahre 6 Monate her #14467 von double_kiss
3.11 i ist nicht allein deshalb anwendbar, weil ein Einschwing- bzw. Einfederkontakt vorliegt. Die Option des Zurücklegens erfordert einen Snooker oder zumindest eine Situation, in der eine Behinderung zur Zeit des Fouls vorliegt.

Vielleicht hast Du neulich das Finale der Northern Ireland Open zwischen King und Hawkins gesehen. Statt des Eröffnungsstoßes (ich meine von Frame 5) unterlief King das Malheur des Einschwingkontakts. Normalerweise kann ein Frame nicht durch irgendein Foul außerhalb eines Stoßes, sondern nur durch den Eröffnungsstoß gestartet werden. Die einzige Ausnahme bildet dieser spezielle Einschwingkontakt, wodurch der Frame beginnt und das Foul zu werten ist – anders als andere Ballberührungen vor der Frameeröffnung. Aber das nur nebenbei.

Jedenfalls lag dort eindeutig keine behindernde Lage vor. Wäre der Spielball ein wenig fortgerollt, sodass man an ein Zurücklegen hätte denken können, so wäre dies weder nach 3.11 i (keine Behinderung) noch nach 3.14 (kein Miss, da kein Stoß) möglich gewesen. Hawkins hatte also nur die üblichen Optionen nach einem Foul: Aus der bestehenden Lage selbst fortzusetzen oder den Gegner von dort weiterspielen zu lassen.

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2 Jahre 6 Monate her #14470 von Pultz666
Ja, die Voraussetzung eines Snookers habe ich mal stillschweigend angenommen.
Weist man den Spieler eigentlich auf seine Möglichkeit, alles in die Ausgangsposition legen zu lassen, hin oder sollte der Spieler das wissen?

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2 Jahre 6 Monate her - 2 Jahre 6 Monate her #14472 von double_kiss
Da ein Schiedsrichter noch nicht einmal auf Fragen antworten soll, die in den Regeln nicht vorgesehen sind, darf er erst recht nicht auf Optionen hinweisen, die der Spieler übersehen hat, vgl. 5.1 b i, iii. Zwar gibt es Ausnahmen von der Begrenzung auf die wenigen ausdrücklichen aufgeführten Fragen, die der SR beantworten darf. Aber als Leitlinie bleibt festzuhalten, dass der SR zumindest keine Regelfragen beantworten und spiegelbildlich dazu keine Hinweise erteilen darf. Diese Kenntnis muss sich der Spieler schon selbst aneignen.

Regel 3.11 i hat ohnehin schon einen sehr begrenzten Anwendungsbereich. Im TV habe ich noch nie gesehen, dass ein Spieler eine Option hieraus gezogen hat. Und da es viele Spieler sicher nicht erkennen, wenn mal ein Anwendungsfall vorliegt, reduziert sich die praktische Bedeutung dieser Regel umso mehr. Sinnvoller wäre es u.a. deswegen gewesen, die Möglichkeit des Zurücklegens als generelle Foulfolge zu normieren. Aber man muss es so nehmen, wie es ist. Und wer sich als Spieler gut in den Regeln auskennt, hat in manchen Situationen einen entscheidenden Vorteil – ggf. sehr zur Überraschung des Gegners, hoffentlich nicht zur Überraschung des SR ;-)

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