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absichtliches versenken einer roten durch farbe

10 Jahre 2 Monate her #4641 von ulk_hh
Es würde den Spielablauf dramatisch verlängern, wenn nach Foul versenkte Rote immer zurück auf den Tisch kämen. Im Profibereich dauern die Frames zwischen 15 und 40 Minuten bei 8 bis 9 von 10 Partien. Im Amateurbereich kannst Du in etwa die doppelte Zeit ansetzen, insbesondere bei Anfängern. Da im Amateurbereich das Versenken von Roten tendentiell deutlich häufiger vorkommt als im Profibereich, wären Hängepartien nicht nur häufiger, sondern dramatisch häufiger. Profis sind nun mal die Ausnahmekönner. Es wäre meiner Meinung nach der Tod des Turniersports im Amateurbereich.

Mit persönlich wäre das schon Grund genug. Dann bliebe aber immer noch die Frage, wohin denn die Rote soll. Aufsetzmarken für Rote gibt es nicht.

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10 Jahre 2 Monate her #4642 von Krypton
Sieh es doch einfach so an:

Spielprinzip:
Es wird nie ein Ball, der aus dem Spiel ist, wieder aufgesetzt! Grundsätzlich ist Snooker eine Billardvariante, bei der es ums Lochen geht. Die Bälle sollen möglichst rasch weg.
(Ähnlich wie bspw. beim Neunball: ist ein Ball weg, bleibt er weg. Dann geht halt das Spiel schneller.)

Ausnahme:
Farben, solange noch Rote da sind, da es diese für das Spielprinzip \"Rot-Farbe-Rot-Farbe\" braucht. Dass die Farben da sind, ist Grundidee vom Snooker. Aber irgendwann sollen auch sie weg.

Massnahmen:
Es gibt Spots für die Farben (NICHT aber für Rote)!

Konsequenzen:

Rot versenkt oder aus dem Spiel -> Rot bleibt weg, ob nun eine, eine korrekt, eine fälschlicherweise, eine über die Bande, mehrere in einem Stoss, wovon eine korrekt (oder zwei) und drei über die Banden... gespielt wurden. Das ist doch nicht so schwierig.

Deine \"Hemmschwelle\":
Es gibt Situationen, in denen ein Spieler diesen Regeln zufolge aus einem Foul (oder generell einem Regelverstoss, durch das absichtliche Herbeiführen einer im Reglement als Ausnahme deklarierten Situation) einen Vorteil erzielen kann, obwohl er das normalerweise (in den allgemeinen Situationen) nicht kann. DAS IST NUN MAL SO, unabhängig davon, wie genau die Regeln lauten.

Diese Situationen musst du akzeptieren, nicht anderweitig \"über-regeln\", denn so würde das Regelwerk unnötig verkompliziert, und die Gefahr von Widersprüchen stiege.

Das kann überall der Fall sein, vielleicht gibt es eine Situation (Weiss im Tascheneinlauf, zb), wo ich mich entscheide, sie via der beinahe press liegenden Roten absichtlich zu lochen, weil ich finde, Ball in Hand sei für dich weniger gut, als Weiss nahe bei den roten - selbst wenn du mich weiterspielen lässt.
Analog gibt es auch beim 9-Ball solche Situationen, in denen das absichtliche Foulen von Vorteil ist. Oder ich spiele beim Fussball den Ball absichtlich ins Aus, statt riskant in der eigenen Platzhälfte den Ball zu verlieren, weil der Einwurf für mich die bessere Wahl ist, als der Ballverlust vor dem Tor (ist zwar kein Foul, aber auch \"entgegen der Spiel-idee, dass der Ball auf dem Feld sein soll).

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10 Jahre 2 Monate her #4654 von birne
ulk_hh schrieb:

Es würde den Spielablauf dramatisch verlängern, wenn nach Foul versenkte Rote immer zurück auf den Tisch kämen. Im Profibereich dauern die Frames zwischen 15 und 40 Minuten bei 8 bis 9 von 10 Partien. Im Amateurbereich kannst Du in etwa die doppelte Zeit ansetzen, insbesondere bei Anfängern. Da im Amateurbereich das Versenken von Roten tendentiell deutlich häufiger vorkommt als im Profibereich, wären Hängepartien nicht nur häufiger, sondern dramatisch häufiger. Profis sind nun mal die Ausnahmekönner. Es wäre meiner Meinung nach der Tod des Turniersports im Amateurbereich.

Mit persönlich wäre das schon Grund genug. Dann bliebe aber immer noch die Frage, wohin denn die Rote soll. Aufsetzmarken für Rote gibt es nicht.



Also Sorry, ich weiß ja nicht wie oft du "illegale" Rote versenkst, aber bei mir kommt das eher selten vor. Ich bin Anfänger, die Frames dauern bei uns immer mindestens eine Stunde, aber das passiert vielleicht alle 2 bis 3 Frames einmal. Meistens sind das die Roten, die nahe vor dem Loch liegen und man die Weiße gleich mitversenkt. Oder Weiß läuft über drei Banden und fällt in die gegenüberliegende Tasche (ja, ich weiß, das Stellungsspiel ... ;) ).
Da von einer "dramatischen Verlängerung", "Hängepartien" oder dem "Tod des Turniersports" zu sprechen ist doch völlig überzogen.
Praktisch würde man (selbst ich Ober-Looser!) nur alle paar Stunden mal eine Rote wieder rausholen.

Wohin mit der Roten? Zum Beispiel: von der schwarzen Kopfbande so nah wie möglich an Pink ohne diese zu berühren (so wie das Dreieck am Anfang). Oder irgendwas anderes. Das sollte nicht das Problem sein, mit ein bißchen Kreativität findet man da schon etwas.

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10 Jahre 2 Monate her #4656 von birne
Krypton schrieb:

Sieh es doch einfach so an:

Spielprinzip:
Es wird nie ein Ball, der aus dem Spiel ist, wieder aufgesetzt! Grundsätzlich ist Snooker eine Billardvariante, bei der es ums Lochen geht. Die Bälle sollen möglichst rasch weg.
(Ähnlich wie bspw. beim Neunball: ist ein Ball weg, bleibt er weg. Dann geht halt das Spiel schneller.)

Ausnahme:
Farben, solange noch Rote da sind, da es diese für das Spielprinzip "Rot-Farbe-Rot-Farbe" braucht. Dass die Farben da sind, ist Grundidee vom Snooker. Aber irgendwann sollen auch sie weg.

Massnahmen:
Es gibt Spots für die Farben (NICHT aber für Rote)!

Konsequenzen:

Rot versenkt oder aus dem Spiel -> Rot bleibt weg, ob nun eine, eine korrekt, eine fälschlicherweise, eine über die Bande, mehrere in einem Stoss, wovon eine korrekt (oder zwei) und drei über die Banden... gespielt wurden. Das ist doch nicht so schwierig.

Deine "Hemmschwelle":
Es gibt Situationen, in denen ein Spieler diesen Regeln zufolge aus einem Foul (oder generell einem Regelverstoss, durch das absichtliche Herbeiführen einer im Reglement als Ausnahme deklarierten Situation) einen Vorteil erzielen kann, obwohl er das normalerweise (in den allgemeinen Situationen) nicht kann. DAS IST NUN MAL SO, unabhängig davon, wie genau die Regeln lauten.

Diese Situationen musst du akzeptieren, nicht anderweitig "über-regeln", denn so würde das Regelwerk unnötig verkompliziert, und die Gefahr von Widersprüchen stiege.

Das kann überall der Fall sein, vielleicht gibt es eine Situation (Weiss im Tascheneinlauf, zb), wo ich mich entscheide, sie via der beinahe press liegenden Roten absichtlich zu lochen, weil ich finde, Ball in Hand sei für dich weniger gut, als Weiss nahe bei den roten - selbst wenn du mich weiterspielen lässt.
Analog gibt es auch beim 9-Ball solche Situationen, in denen das absichtliche Foulen von Vorteil ist. Oder ich spiele beim Fussball den Ball absichtlich ins Aus, statt riskant in der eigenen Platzhälfte den Ball zu verlieren, weil der Einwurf für mich die bessere Wahl ist, als der Ballverlust vor dem Tor (ist zwar kein Foul, aber auch "entgegen der Spiel-idee, dass der Ball auf dem Feld sein soll).



Zu meiner "Hemmschwelle":
ich habe kein Problem damit die Regeln so zu akzeptieren wie sie sind. Ich bin eh nur Anfänger, und werde es vermutlich auch nie viel weiter bringen. Ich betrachte die Snooker-Regeln eher mit "akademischen Interesse". Ich finde es interessant und faszinierend, ein Regelwerk zu sehen, in dem so viele Situationen berücksichtigt werden, in denen man ungerechterweise einen Vorteil erzielen könnte, und diese allesamt verhindert werden. Sei es durch das Recht, den anderen weiterspielen zu lassen, die Miss-Regel oder die Möglichkeit, einen Ersatzball zu nominieren, falls man nach einem Foul gesnookert wurde. Hier wurde mit viel Sorgfalt und Umsicht gehandelt, und deshalb wundere ich mich, dass eine (nach meiner momentanen Ansicht) recht einfache Situation "übersehen" wurde. In Wahrheit wurde sie vermutlich nicht übersehen, sondern aus gutem Grund so definiert, wie es ist. Und diesen Grund möchte ich verstehen. Mehr nicht.


"ist ein Ball weg, bleibt er weg"
Nein. Wenn im Endspiel eine Farbe gelocht wird, und es liegt ein Foul vor, kommt die Farbe wieder auf den Spot (so habe ich jedenfalls die Regeln verstanden.)


"vielleicht gibt es eine Situation (Weiss im Tascheneinlauf, zb) ... "
Nach meinem Verständnis gibt es dafür die Miss-Regel, nach der man verlangen kann, die ursprüngliche Situation wieder herzustellen, wenn der Spieler nicht wenigstens versucht einen korrekten Stoß zu führen. Oder, falls ein korrekter Stoß unmöglich ist, gibt es ebenfalls Vorschriften, was zu tun ist.


"Oder ich spiele beim Fussball den Ball absichtlich ins Aus, statt riskant in der eigenen Platzhälfte den Ball zu verlieren, weil der Einwurf für mich die bessere Wahl ist, als der Ballverlust vor dem Tor"

Erkäre mal den Fußballern, dass ein Ball im Aus nicht mehr auf das Spielfeld zurück darf":laugh: s
Spass beiseite: Die Fußball-Regeln sind katastrophal. Es gibt so viele Situationen, in denen der Schiri nicht einmal die Chance hat auf eine korrekte Beobachtung hat und es deshalb ständig zu spielentscheidenden (!) Fehleinschätzungen kommt ... nehmen wir nur die Abseitsregel. Aber das ist ein Snooker-Forum, deshalb höre ich jetzt auf.

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10 Jahre 2 Monate her #4720 von breytex
Hm, das Video ist bei Youtube leider offline..
Hat das noch jemand auf irgend einer Videoplattform?
Würde es mir gerne nochmal angucken.

lG

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10 Jahre 2 Monate her #4727 von Krypton

birne schrieb:


Zu meiner "Hemmschwelle":
ich habe kein Problem damit die Regeln so zu akzeptieren wie sie sind.


"vielleicht gibt es eine Situation (Weiss im Tascheneinlauf, zb) ... "
Nach meinem Verständnis gibt es dafür die Miss-Regel, nach der man verlangen kann, die ursprüngliche Situation wieder herzustellen, wenn der Spieler nicht wenigstens versucht einen korrekten Stoß zu führen.


nun, ich wollte dich ja nicht gleich vor den Kopf stossen, ich verfolge die Regeln auch eher "aus akademischem Interesse", nicht, weil jede Situation andauernd in unseren Frames vorkäme.

Beim zweiten Zitat hast du entweder mich oder die Miss-Regel falsch verstanden:
Ich könnte mir vorstellen, dass in einer gewissen Situation ein Spieler entscheiden könnte, das Foul sei besser als der korrekte Stoss. Und Miss gibt es deshald NICHT. Miss kann es nicht geben, wenn der erste Ballkontakt korrekt war. Ich stelle mir das so vor:

Weiss im Tascheneinlauf bei Schwarz, beinahe press an einer Roten, und viele Rote, die spielbar sind. Ein einfacher Ausweg zu Baulk ist nicht möglich (aus der Tasche heraus). Die einzelne Rote, die den Weg blockiert, in den Pulk spielen, und gleichzeitig Weiss in die Ecktasche zurückzuziehen könnte eine Lösung sein. Es ist zwar ein Foul, aber anstatt eines Einsteigers auf die roten zw. Pulk und Black hat der Gegner Ball in Hand. (natürlich ist das eine gesuchte Situation, und womöglich auch ein taktisch dämlicher Entscheid, vorausgesetzt, der Gegner ist eh gut genug, vom Pack eine gute Safety zu spielen. Dann hätte ich besser den \'Taschensnooker\' auf die gefährlichsten roten probiert). Aber es ging ja nur um das Beispiel, dass ein Spieler so zwar ein Foul begehen, aber dennoch einen Vorteil daraus ziehen könnte.

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10 Jahre 1 Monat her #4754 von birne
Keine Sorge, du hast keinen Kopfstoß ... äääh ... mich nicht vor den Kopf gestossen.

Danke für die genaue Erläuterung Deines Beispiels. Eine interessante Situation, aber es ist meiner Meinung nach nicht ganz das Gleiche. Du verhinderst zwar durch absichtliches Lochen der Weißen eine gute Stellung für den Gegner. Du sagst, du hättest dir dadurch einen Vorteil verschafft. Aber nehmen wir es mal ganz genau: du hast dir eigentlich keinen Vorteil verschafft, du hast lediglich den Dir entstehenden Nachteil so klein wie möglich gehalten. Denn schließlich wirst du mit 4 Foulpunkten bestraft, und wenn der folgende Ball in Hand eine wirklich üble Situation darstellen sollte, kann der Gegner an Dich weitergeben.

Wenn du hingegen eine Rote vom Tisch nimmst, kann es sein, dass Du trotz der damit verbundenen 4 Foulpunkte besser da stehst als vorher, weil der Gegner jetzt Snooker braucht. Du hast also nicht nur den entstehenden Nachteil minimiert, du hast einen echten Vorteil gewonnen !!!


PS: Ein absichtliches Foul ist selbstverständlich verachtenswert, aber wir betrachten das ja mit \"akademischen Interesse\" :)

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10 Jahre 1 Monat her #4755 von Krypton
absichtliches foul hin oder her, ich denke, es kommt so gut wie nie vor. und deshalb ist eine anpassung des Regelwerkes nicht nötig.

Wie muss rot liegen (vor dem Loch?) und wie die Farben, damit der Spieler, der die zweitletzte rote gelocht hat (und noch ganz knapp nicht gewonnen hat) BESSER fährt, wenn er nicht einfach eine Farbe locht (und dann rot, die ja geht), sondern \'ABSICHTLICH\' mit der farbe rot versenkt?

Dies würde ja nur dann überhaupt möglich/\"sinnvoll\", wenn KEINE Farbe zu lochen ist (eben, weil alle an der Bande sind, ausser einer kleinen Farbe (wenig foulpunkte), und diese so liegt, dass sie in die Tasche ginge, die leider von rot verstellt ist. nur dann kann man überhaupt auf die idee kommen, mit der farbe die rote abzuräumen. oder überseh\' ich eine offensichtlichere situation?

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10 Jahre 1 Monat her #4762 von Walter71
Wenn der Spieler wirklich mit voller Absicht so eine rote locht um damit sich einen Vorteil zu verschaffen, hat der Schiri die Möglichkeit nach Regel 4/1/(a)(ii) vorzugehen und gleich Regel 4/1/(a)(vi) anwenden (sprich sofortige Frameaberkennung!).
Aber da muss der Schiri schon sicher sein, dass der Spieler die Rote wirklich mit voller Absicht gelocht hat.
Wenn ich mich recht erinnere, kam dieser Vorschlag von einem gewissen Tutor.

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10 Jahre 1 Monat her #4763 von bb147
Genau und sicher sein kann er nie. Er kann es nur vermuten
aber wovon reden wir hier eigendlich.
die meisten von uns bringen nicht mal eine rote regulär in die Tasche (mit 90% Quote) und dann werden hier solche Fälle konstruiert :(
Spieler die das könnten machen es nicht weil Sie noch andere taktische Mittel haben(Snooker legen z.B.)
Und die anderen kommen beim spielen gar nicht auf den Gedanken
Das Regelwerk ist schon ok so wie es ist

Gruß aus Hamburg

Sportwart
SC Hamburg

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