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Miss-Regelung - Fairplay eines Gegenspielers

10 Jahre 1 Monat her #7401 von ulk_hh
Um auf die ursprüngliche Frage von Michael zurückzukommen:

1. Es gibt keine Regel "Einmal Miss, immer Miss". Wir sind alle nur Menschen, Schiedsrichter eingeschlossen. Menschen können sich irren. Es muss möglich sein, einen Irrtum zu korrigieren.

Alle Beteiligten müssen damit leben, dass es bei der Beurteilung der Schwierigkeit der Spielsituation und der Fähigkeit eines Spielers eine Grauzone gibt, in der Miss gegeben werden kann, aber nicht zwingend gegeben werden muss. Wenn mir nun nach dem zweiten, dritten oder x-ten Versuch das Licht aufgeht, dass ich mit der Fähigkeit des Spielers einer Fehleinschätzung unterlag, spreche ich kein Miss mehr aus. Also: "Einmal Miss - Immer Miss" --> bullshit.

2. Ist ein Miss ausgerufen worden, hat der Spieler das Recht, die Bälle zurücklegen zu lassen. Es ist ganz korrekt festgestellt worden, dass er nicht zurücklegen lassen muss. Es ist nur eine Option. Es gibt aber keine Regel, die den Gegner dazu verpflichtet, einen Einsteiger zu übernehmen. Wenn er es tut, dann will er eine Break-Chance nutzen. Wenn er es nicht tut, dann hat das nichts mit Unfairness zu tun.

Die Frage ist also nur, ob dass Miss fair war oder nicht. Die Frage kann nicht sein, ob das Nicht-Übernehmen unfair ist. Wurde das Miss gegeben, kann der Gegner zurücklegen lassen. Es ist sein Recht.

Ist die Lösung eines Snooker haarig, dann überlegt euch doch bitte VOR dem Stoß, wieviel Toleranz ihr dem Spieler in der konkreten Situation geben wollt. Muss er treffen? Hat er seiner Treffpflicht genüge getan, wenn er um einen halben Ball verfehlt? Darf er um eine ganze Ballbreite verfehlen? Oder gar deren zweie? Maßgebend ist der einfachste Weg. Ich weiß, es gibt oft genug auch Streit darüber, welcher Weg der einfachste ist.

Es gibt hier einfach keine allgemeingültigen Antworten. Daher spreche ich auch von "Grauzone".

Immer Miss ist (auch bei Anfängern):

- Ein Ball on war direkt in gerader Linie anspielbar, auch wenn er nur teilweise direkt anspielbar war.
- Das gewählte Tempo war zu schwach (die Fähigkeit, mit etwas mehr Tempo zu spielen, hat auch ein Anfänger)
- Das gewählte Tempo war deutlich überhöht (ein in die Bande geprügelter Ball hat ein anderes Abschlagsverhalten als ein Ball mit weniger Tempo)

Ansonsten kommt die Sache mit der Fähigkeit des Spielers zum Tragen.

Bei dem angesprochenen Spielniveau kann man keine Pauschalaussagen treffen. Auch in der Landesliga spielen Leute, die in der Lage sind, den für das Miss verantwortlichen Fehler zu korrigieren. Natürlich aber sind die Treffpflicht-Toleranzen in der Bundesliga enger zu fassen.

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10 Jahre 1 Monat her #7433 von ulli
Moin,moin,

Ist die Lösung eines Snooker haarig, dann überlegt euch doch bitte VOR dem Stoß, wieviel Toleranz ihr dem Spieler in der konkreten Situation geben wollt. Muss er treffen? Hat er seiner Treffpflicht genüge getan, wenn er um einen halben Ball verfehlt? Darf er um eine ganze Ballbreite verfehlen? Oder gar deren zweie? Maßgebend ist der einfachste Weg.


Das ist doch die entscheidende Aussage, egal ob der Snooker haarig ist oder nicht. Nur wer vorher richtig hingeschaut und nachgedacht hat, "darf" hinterher Miss ansagen.

So long,

Uli

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10 Jahre 1 Monat her #7442 von W147i
Problem ist nur, dass dies nur wenige tun ....

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10 Jahre 1 Monat her #7445 von SCBerlin
Bin für die Abschaffung der Miss-Regel. Stattdessen sollte der Gegner bei drei Fouls hintereinander (ohne zurücklegen der Weißen) Ball-in-hand aus dem D bekommen. Oder so ähnlich...
Es muss doch was besseres als diese Willkür-Regel geben...

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10 Jahre 1 Monat her #7446 von Walter
Bei der neuen 6 reds Regeln gibt es kein Miss mehr.
Gefällt mir überhaupt nicht. Daher auf keinen Fall die Missregel abschaffen.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ich mich bei einem schwierigen Snooker überhaupt nicht mehr bemühe den Ball on zu treffen (spiele dann nur so wie ich glaube in die "richtige richtung", damit ich wegen absichtlichen Nichttreffens keine Verwarnung kriege, aber da ist dann schon vorbei mit dem Bemühen, den Ball on zu treffen! Und dann ist für mich das Spiel nicht mehr interessant.

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10 Jahre 1 Monat her #7447 von bb147
Miss ist doch keine Willkür-Regel
Die macht schon richtig Sinn, wird bloß oft Falsch praktiziert
Wir spielen wie Amateure und beim Miss verlangen wir das Level von Profis :(
Wie schon mehrfach hier gesagt gibt es drei Kriterien
1. einfachster Weg
2. richtiges Tempo
3. Fähigkeit des Spielers
und wenn man das alles berücksichtigt kann es keine zwei Meinungen geben

Gruß aus Hamburg

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10 Jahre 1 Monat her #7448 von MrJudge
Wobei der einfachste Weg für einen selbst nicht unbedingt für den Gegner der einfachste sein muss...

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10 Jahre 1 Monat her #7453 von Tommy68
streiche "einfachster", setze "kürzester", dann passt es.

-

Bin übrigens auch der Meinung, dass die Missregel beibehalten bleiben muss! Ein knackiger Snooker macht das Spiel erst interessant und es ist für mich immer eine Herausforderung und auch ein Ansporn, den Snooker so gut wie möglich zu lösen.
Auf der anderen Seite möchte ich auch Lohn für einen guten Snooker bekommen. Strengt sich mein Mitspieler nicht an soll er - wie schon erwähnt - "bluten"!

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10 Jahre 1 Monat her - 10 Jahre 1 Monat her #7455 von SCBerlin
bb147 schrieb:

Miss ist doch keine Willkür-Regel
Die macht schon richtig Sinn, wird bloß oft Falsch praktiziert
Wir spielen wie Amateure und beim Miss verlangen wir das Level von Profis :(
Wie schon mehrfach hier gesagt gibt es drei Kriterien
1. einfachster Weg
2. richtiges Tempo
3. Fähigkeit des Spielers
und wenn man das alles berücksichtigt kann es keine zwei Meinungen geben

Gruß aus Hamburg


Hmm - es kann genau bei allen drei Punkten, die du aufführst, unterschiedliche Meinungen geben...sogar beim Tempo.
Ich sage auch nicht, dass ein knackiger Snooker wertlos sein soll. Ist er ja beim Pool-Billard auch nicht. Beim Pool wird man mit Ball in Hand bestraft, was aber beim Snooker zu hart wäre. Daher eine Art Zwischenregel:
Ist Snooker gegeben, sagt der Schiri (oder der Spieler) das an.
Ab dann zählte die Drei-Foul-Regel. Es sind dann auch taktische Fouls möglich. Es wird nichts zurück gelegt.
Begeht der zuerst gesnookerte Spieler drei Fouls direkt nacheinander (wie auch immer), hat sein Gegner Ball in Hand aber aus dem D.
Sollte man mal in der Praxis ausprobieren. Ich glaube, es funktioniert.

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10 Jahre 1 Monat her #7457 von bb147
Nein da kann es keine zwei Meinungen geben
1.der einfachste Weg ist in der Regel der kürzeste Weg(Geometrie so fern ich einen natürlichen weg habe) keine Sonderfälle auch dafür gibt es Lösungen im Regelwerk
2.Tempo :ich muss mit dem Spielball den Objektball treffen(nicht mehr und nicht weniger) also wo gibt es da zwei Meinungen

demnächst führen wir noch eine Strafrunde ein für jede verschossene Farbe vom Spot ein, im Biathlon funktioniert dass ja auch :D

Ball in Hand aus dem D muss nicht immer ein Vorteil sein

Und wenn Ihr euch jetzt immer noch nicht einigen könnt dann habt Ihr den falschen Spielpartner

Gruß aus Hamburg

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