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Sofia Amateur WM 2012

6 Jahre 9 Monate her #12066 von Carl Rosenberger
Hallo,
es ist 2:33 Uhr Ortszeit, ich habe mich bis eben mit Duane Jones unterhalten und ihm stolz mein Magic Blue Video gezeigt, er ist ins Bett gegangen, endlich habe ich Zeit, meinen Bericht zu schreiben.

Heute war für mich spielerisch kein so toller Tag. Ich konnte nicht schlafen, weil ich bis 3:00 Uhr gewartet habe, die Malteser im Nebenzimmer zu bitten, leiser Karten zu spielen und um 7:00 Uhr war ich wieder wach, mit zu vielen Eindrücken und Adrenalin im Blut um gut zu schlafen.

Morgens um 10:00 Uhr ging es als erstes gegen Noppon Saengkham, den Thailändischen U21 Weltmeister von 2009, der auch mit Patrick Einsle in England schon ein Zimmer geteilt hat. Er hat mich grausam und konsequent abgeschossen. Im zweiten Frame spiele ich bei 40 Punkten Rückstand ein Safe knapp neben die Schwarze, die ganz nah an der linken Tasche der Fussbande liegt. Noppon sieht nur eine Rote an der Bande bei Blau, macht zuerst ein paar Übungsschwünge neben der Weissen, schiesst diese Rote dann rein und macht den Tisch leer. Ab da fühlte ich mich gezwungen, jede nur halbwegs gute Chance anzugehen und mit dem Druck bin ich nicht klar gekommen, ich konnte überhaupt nicht zeigen, dass ich auch was kann, 4:0 für ihn.

Dann habe ich Thomas Brünner bei seinem Spiel zugesehen. Kuriosum war beim Stand von 2:0 für den Gegner im dritten Frame ein Glückssafe des Gegners auf Pink nach einem Potversuch, bei dem Weiss direkt hinter Schwarz (auf dem Spot) landet und Pink press Bande genau in der Mitte der Kopfbande. Thomas versucht bei 12 Punkten Vorsprung ganz eindeutig viermal mit seinem besten Spielkönnen die Pink zu treffen und bekommt merkwürdigerweise jedes Mal Miss. Beim fünften Versuch mit Bogenstoss über die andere Bande trifft er wider erwarten die Pink und, oh Wunder, sie fällt direkt ins Mittelloch. Schwarz liegt immer noch schlecht, es geht ein paar Mal Safe hin und her und Thomas bekommt die erste machbare Chance, aber es ist ein ziemlich langer Pot. Thomas spielt den Ball viel zu fest, kontrolliert die Weisse auch nicht so gut (press Bande ist immer gut auf den Frameball) und die Schwarze bleibt vor dem Mittelloch liegen. Thomas hat sich über die vielen Miss sehr aufgeregt aber hey Thomas, es macht doch bloss einen Unterschied, ob Du nur Pink oder Pink und Schwarz brauchst und die Pink ist dann eh von selbst gefallen. Schon vorher hatte Thomas in diesem Frame eine gute Chance auszuschiessen, er hat eine souveräne lange Pink zur letzten Roten gelocht und auch die Grüne später war sehr geil. Ich habe mich sehr gewundert, dass er die Braune nicht genauso souverän gelocht hat. Thomas schreibt auf Facebook „Statt 3:1 vor 0:4 verloren...4 x Miss auf einen nicht zu treffenden Ball... „ Stimmt zwar alles irgendwie auch so, das eine war aber kein zwingendes Ergebnis des anderen. Chancen zum 3:1 waren wirklich genug da, schon im ersten Frame beim unglücklichen Versenken der Weissen auf Pink. Man muss einfach die Framebälle machen, wenn man sie bekommt und wenn sie zum Repertoire gehören. Der Gegner war für Thomas auf jeden Fall schlagbar aber unter Druck auf einer WM, wenn Darren Morgan und alle anderen guten Spieler hier zusehen ist es eben doch nicht immer ganz leicht. Viel Glük morgen gegen Daryl Hill, Thomas, zeig nochmal alles, und wehe Du schiesst das Pack von hinten auf!

Während Thomas‘ Spiel saß ich die ganze Zeit neben Darren Morgan. Er meinte, er hätte mir gestern zugesehen und die Verwarnung für mein „zu langsames Spiel“ sei völlig unberechtigt gewesen. Er ist ein ganz Grosser, hat schon mit Alex Higgins und John Spencer gespielt und auch Henry zu seiner besten Zeit geschlagen. Leider macht ihm Trainieren keinen richtigen Spass mehr, ich denke weil er kein Ziel mehr hat, auf das er hin arbeiten kann, er kann schon alles, weiss schon alles und Masters-Events gewinnt er auch völlig ohne Training.

Michael Heeger gewinnt weiter seine Matches sehr souverän, auch heute gabs wieder einen glatten 3:0 Sieg. Michael, Du bist auf einem sehr guten Weg. Ich konnte leider nicht zusehen, weil Thomas Spiel zur gleichen Zeit war und weil Michael in dem Separee-Raum mit zwei einzelnen Tischen gespielt hat. Michael hat mir nachher erzählt, dass ein Frame auf Schwarz ging, die anderen beiden hat er sehr sicher mit 30er und 40er Breaks nach Hause geschaukelt. Respekt Michael, Du spielst sehr konstantes und schönes Snooker hier, wie in Deinen besten Zeiten, oder sind die genau jetzt? Es ist sogar noch drin, bei den Masters zu den zwei besten zu gehören, die eine Runde weiter gesetzt werden. Du und Darren Morgan, das wär geil! Dann wäre er auch nicht in Deiner Hälfte.

Mein letztes Spiel am Abend ging gegen den vermeintlich Schwächsten in der Gruppe, den Bulgaren Georgi Velichkov, der neulich auch beim PTC gegen John Higgins im Fernsehen zu sehen war. Die ersten beiden Frames war ich völlig daneben, wie gesagt, ich hab mich heute nicht gut gefühlt. Mühsam habe ich im zweiten Frame nur 17 Punkte Rückstand auf Pink und probiere noch Snooker zu legen, obwohl Schwarz press an der Kopfbande liegt. Mit einem Dreibänder der Pink auf Schwarz löse ich Schwarz und ab da habe ich mehrere gute knappe Versuche, die Weisse dahinter zu legen. Plötzlich gelingt es mir wirklich, Georgi trifft nicht, Weiss geht ins Mittelloch, ich schiess aus, gleiche zum 1:1 aus. Nachdem ich meine Schwarze rein geschossen habe, muss ich erstmal am Nebentisch zusehen. Noppon Saengkham (mein Gegner von morgens) hat gegen Susantha Boteju am Nebentisch 14 Mal Rot-Schwarz (112) gelocht, perfekt für eine relativ leichte Rote auf Mittelloch gestellt, die Weisse ist nur etwas dicht an der Bande. Noppon verschiesst leider diese Rote ganz knapp, die Stellung auf Schwarz wäre perfekt für Gelb gewesen, schade, doch kein 147. Michael erzählt mir später, Noppon hätte sich schon ganz am Anfang des Breaks entschieden, nur auf die Schwarze zu gehen und das beim Stand von 2:1, nachdem Susantha gerade ein Century geschossen hat. (Ja, das war meine Gruppe, krasses Niveau, vielleicht wäre ich bei den Masters doch besser aufgehoben gewesen.) Zurück zu meinem letzten Spiel: Die nächsten beiden Frames habe ich dann deutlich gewonnen, ich habe mich auf einmal prima gefühlt, gut gelocht und Georgi war völlig neben der Kappe. Dann habe ich mich leider bei 3:1 für mich zu sicher gefühlt, mit unkonsequentem Spiel meinen Gegner wieder ins Spiel gebracht und am Ende verdient 3:4 verloren. Ich habe die letzten beiden Frames mit allem was in diesem Moment noch ging gekämpft aber zum Schluss war ich vielleicht doch auch dadurch etwas verkrampft und Georgi hat eine tolle Kombi gemacht und ein schönes Break geschossen. Immerhin hat es mir zwischendrin nochmal sehr viel Spaß gemacht, Michael hat mein breites Grinsen gesehen.

Jetzt ist es 4:29 Uhr Ortszeit, die Finnen sind gerade angekommen (zwischendrin haben mich ein Kanadier, ein Japaner und ein Perser beim Schreiben unterbrochen) und wollen mit mir (weiter-) trinken, ab morgen schreibe ich mehr über die anderen Spiele und Spieler, ich hab ja jetzt bis Montag ganz entspannt viel Zeit.

Viele Grüße aus Sofia,
Carl
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6 Jahre 9 Monate her #12067 von ThoMo
ThoMo antwortete auf Sofia Amateur WM 2012
Hallo Carl,schon wach? :)

Schade,daß das Turnier ohne dich und ohne Checker nun weiterläuft!
Aber diese Erfahrung nimmt dir keiner mehr...

@Backnang:verbinde angenehme Erinnerungen damit,also hab ich was gelernt bei dir.Tische waren mit Hochflor-Teppich überzogen,das weiss ich noch...

Hey Michael,weiter so deine Gegner ab-stechen :P

Schöne Tage noch

Grüße aus D
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6 Jahre 9 Monate her - 6 Jahre 9 Monate her #12068 von Carl Rosenberger
Hallo,

wenn ich für den heutigen Bericht aus Sofia eine Überschrift wählen würde, müßte sie „Heeger on fire“ heissen.

Michael hat auch heute wieder 3:0 gespielt, in seiner Gruppe insgesamt nur ein einziges Frame verloren. Er ist damit für die Gruppenphase an 2 oder 3 gesetzt. Ein Kurzbericht seines Spiels gegen Murien Cassim aus Süd Afrika:
Im ersten Frame gab es solides 5-Chancen Snooker, nicht besonders schön, aber effektiv genug, um auf Blau 30 Punkte vorne zu sein. Im zweiten Frame lässt Michael gar nichts anbrennen, spielt trotz Position auf Blau oder Braun lieber Safe anstatt zu potten, weil die Weisse nahe an der Bande liegt. Er bekommt so eine gute Chance, verschiesst leider Schwarz bei sehr offenem Brett. Murien macht wenig draus, beide kommen ein paar Mal dran, Murien ist dann ungefähr 10 Punkte vorne, als Michael wieder Ernst macht, er schiesst 24 bis Grün, spielt safe. Murien legt daraufhin einen guten Snooker mit allen Kugeln auf einer Linie und der Braunen direkt an der Bande. Michael braucht 6 Versuche, um die Braune zu treffen, bekommt 5 mal Foul und Miss, aus 15 Punkten Vorsprung werden 5 Rückstand. Dann trifft er die Braune, sie bleibt lochbar an der langen Bande, aber nicht ganz leicht, nur mit Hilfsqueue zu spielen. Der Gegner verschiesst, die Braune rollt vors Mittelloch und Michael schiesst aus, mit einer langen Blauen, die Stellung von Braun über Bande war etwas kurz. Im dritten Frame hat Michael dann seine wahre Klasse gezeigt, das war absolutes Spitzensnooker. Der Gegner spielt nicht wirklich low-risk, probiert eine schwierige Rote aufs Mittelloch, sie bleibt liegen. Michael macht 25, mit einer coolen Schwarzen vom Spot ins Mittelloch mit Position auf Rot. Als die Stellung auf die Farben nicht perfekt hinhaut, legt er die Weisse sehr dicht an Grün. Der Gegner rollt über drei Banden zur rechten Kante des Packs, zweimal Miss, dann trifft er, aber so, dass eine Rote in Richtung Gelbtasche spielbar ist. Michael macht sie lang rein, spielt Schwarz mit dem Hilfsqueue und noch eine Reihe sehr schöner Bälle. Splits und eine Rote von der linken Ecke des Packs in die rechte Tasche waren auch dabei. Bei 43 verschiesst er leider Schwarz vom Spot, weil die Stellung nicht perfekt so war, wie er es sich vorgestellt hatte. Es wären noch drei Rote auf dem Tisch gewesen, ein Century wäre schon ein toller Abschluss der Gruppenphase gewesen aber was nicht ist kann ja noch werden. 76:0, der Gegner kommt nochmal an den Tisch, gibt aber schnell auf als Michael noch zwei Bälle über den ganzen Tisch mitte Loch rein donnert. Toll Michael! Es macht Spaß mit Dir hier zu sein und Deine supergute Laune mitzuerleben.

Thomas Brünner hat auch heute noch ein Spiel gehabt, gegen den 16-jährigen Darryl Hill von der Isle of Man, einen sehr guten Spieler. Die Nacht vorher um 3:00 Uhr postet er einen Link auf die Livestream-Seite von www.esnooker.pl : Lustigerweise steht da für ihn bei Breaks „147“ drin. Den Grund für diesen Eintrag haben wir nicht herausgefunden. Zuerst mutmassten wir, dass Thomas das mit Photoshop gefälscht hat aber das Break stand wirklich so auf der Website. Thomas Hein’s Kommentar auf Facebook: „Checker hat den IBSF Computer gehackt.“
Im Spiel hat Darryl Hill nicht immer die erste Chance genutzt aber mit Breaks von 70, 70 und 60 ganz sicher sehr gut gespielt, ich war um die Uhrzeit des Spiels noch nicht auf den Beinen. Für Thomas freut mich sehr, dass er es geschafft hat, auch diesem starken Spieler ein Frame abzunehmen. Die Kurzhistorie dieses Frames: Thomas macht zuerst zwei mal 20. Nach einem Fehler schiesst Darryl 30. Thomas macht Rot, Blau, Rot, Blau, Gelb, Grün, Braun. Auch diesen ersten Frameball auf Blau verschiesst er wieder, diesmal allerdings mit Kontrolle für die Weisse, so dass diese an der Bande liegen bleibt. Es gibt ein paar Safes auf Blau, Darryl macht sie schließlich. Auch das Safeduell auf Pink gewinnt Darryl, macht sie und spielt ein schlechtes Safe auf Schwarz. Den schweren Frameball auf Schwarz über den ganzen Tisch in die Grüntasche schiesst Thomas rein. Gut gemacht Thomas! Mit Deinem Tisch zu Hause, mit etwas Trainingsfleiss und mit Deiner Fähigkeit, Dich von Coaches beraten zu lassen bist Du auf jeden Fall für die Zukunft ein Kandidat, auf nationaler und internationaler Ebene was zu reissen. Deine gute Laune ist ansteckend, schön das Du hier bist.

Weitere Highlights des Tages, die ich mitbekommen habe:
Ich habe endlich Gelegenheit gehabt, Duane Jones beim Spielen zuzusehen, nachdem ich schon zwei Abende lange mit ihm zusammengesessen bin. Sein Spielstil ist sehr sehr schön, er hat einen wunderbaren langen Stoss mit einer ganz sanften gleichmässigen Beschleunigung. Sein Spiel ist unkompliziert, er legt es nicht darauf an, spektakulär zu spielen und er stellt die Weisse sehr sauber und kontrolliert mit relativ viel Distanz zum Objektball. Bei seinem Spiel heute hätte er zwei Centuries schiessen können, es waren dann „nur“ ein 70er, ein 60er und ein 90er. Auf der EM 1995 in Antwerpen habe ich Michael Holt als 14-jährigen spielen sehen. In Biarritz 1997 war Peter Lines in meiner Gruppe und Björn Haneveer und Robin Hull waren auch da. Für mich ist Duane auch wieder ein Kandidat, es auf die Maintour zu schaffen, wenn sein Umfeld passt. Im Moment hat er Mark Williams als Trainingspartner.

Das neue Highbreak des Tuniers kommt aus der Schweiz: Alexander Ursenbacher hat eine sehr starke 135 gespielt. Er wirkte dabei sehr selbstsicher, obwohl er bei einem verlorenen Match noch die Qualifikation für die letzten 64 verpassen konnte. Im nächsten Frame hatte er wieder zwei sehr gute Chancen auf Breaks, back-to-back schiesst er sie hier im Moment noch nicht. Er lag dann auch 2:1 zurück und das sechste Frame, das er letztendlich zum 4:2 gewonnen hat, ging auf eine respotted Black.

Gleichzeitig mit Michaels gutem Break hat Wendy Jans aus Belgien 97 geschossen. Sie ist bei den Damen auf jeden Fall Favoritin. Ich habe aber auch eine Thailänderin spielen sehen, die ihr vielleicht ein gutes Match bieten kann. Den Namen habe ich leider nicht behalten und auf dem Spielertableau sind drei thailändische Namen, die für mich sehr ähnlich aussehen.

Bei den Masters ist Darren Morgan natürlich wieder ganz klarer Favorit, er schiesst ein hohes Break nach dem anderen und hat noch kein Frame verloren.

Ah, zur Grösse der Taschen wollte ich ja noch was sagen, nach meinem ersten Spiel und auch weil ich gerade nochmal auf den Tischen geübt habe: Ich finde sie sehr gross und weil das Tuch neu ist und die Rundungen und Löcher weit in den Tisch hinein gehen, fallen trotz Stahlbanden auch Bälle, die ziemlich ungenau gespielt sind. Das macht natürlich die Distanzen kürzer und kommt schlechteren Spielern entgegen, die hier dann auch frame-winning Breaks schiessen können.

Wir sitzen gerade mit den Österreichern zusammen in der Lobby und trinken ein Bier. Andreas Ploner und Sebastian Heinzl haben es mit gutem Spiel auch geschafft, in die letzten 64 zu kommen. Gerade wurde die Auslosung für die Herren online gestellt. Das wird morgen ein schöner Tag zum Zuschauen mit vielen gleichzeitig laufenden guten Matches. Mein Favorit auf den Titel bleibt vorerst Noppon Saengkham.

...aber in der KO-Runde kann alles nervlich ganz anders sein.

Bis morgen!

Viele Grüsse,
Carl
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6 Jahre 9 Monate her #12070 von Carl Rosenberger
Hallo,

hier sind wieder die täglichen Nachrichten aus Sofia. Wer sich dafür interessiert, hat ja vielleicht das Live-Scoring und die Ergebnisse auf www.esnooker.pl mitverfolgt, deswegen erzähle ich nur von ein paar Highlights die ich miterleben durfte.

Michael Heeger ist bei den Masters in der Tat für die KO-Runde als 2. gesetzt, kann also die nächste Runde pausieren, er ist schon unter den letzten 16. Darren Morgan ist natürlich 1., also in der anderen Hälfte. Trotzdem sind die beiden Spieler, auf die Michael als nächstes treffen kann, nicht schlecht und Michael hat einen Tag ohne Match-Play. Ich bin aber überzeugt, dass seine sehr gute Laune anhält, er hat ja auch Gelegenheit, sich beim Zuschauen der Herren KO-Runde weiter auf gutes Snooker einzustimmen.


Einige Eindrücke der Matches, die ich heute beobachtet habe:

Gareth Allen (Wales) : Nadir Khan Sultani (Afghanistan)

Gareth spielt die ersten drei Frames für seine Verhältnisse unterirdisch. Er verschiesst bei völlig leichtem Brett mitten im Break bei 30 oder 40 eine leichte Rote und der Gegner schiesst daraufhin ein höheres Break oder macht die letzten Punkte auf die Farben. 3:0 für Nadir. Dann muss er sich irgendwie einen Kick gegeben haben, er macht weniger Fehler als der Gegner und gewinnt so, nicht souverän aber halbwegs sicher die nächsten beiden Frames. Im 6 Frame schiesst er eine schöne 100 zum 3:3 Ausgleich. Im letzten Frame gibt es für beide Chancen, Gareth nutzt seine, gewinnt letztendlich doch noch. Morgen spielt er gegen meinen Favoriten Noppon Saengkham, das wird sicher ein interessantes Spiel, bei dem man sehen wird, ob der Thailänder auch unter etwas mehr Druck sein tolles Spiel produzieren kann, ich freu mich drauf.


Alexander Ursenbacher (Schweiz) : Adam Stefanow (Polen)

Alexander spielt die ganze Zeit sehr schnell und zügig und wirkt sehr sicher. Zum 3:1 für sich schiesst er eine soverände 112. Auch im nächsten Frame erarbeitet er sich zweimal eine gute Chance bei einem schönen Brett aber back-to-back gelingt es ihm erstmal noch nicht, auch daraus gleich wieder ein hohes Break zu machen. Taktisch unklug fand ich in diesem fünften Frame den Versuch auf eine Braune vom Spot in die Mitteltasche aus einer Position nahe an der Kopfbande. Stattdessen hätte er bei völlig offenem Bild einen Snooker hinter Grün und Gelb spielen können, die beide nebeneinander an der Bande lagen. Der Pole bedankt sich für diese gute Chance, schiesst ein Frame-Winning-Break und kommt wieder gut in Stoss. So gewinnt er auch das nächste Frame, auch weil Alexander zwei Safes völlig misslingen. Im Decider probiert Alex einen langen Einsteiger, schiesst ihn sehr fest, der Ball geht vorbei, das ganze Pack geht komplett auf und die Weisse findet irgendwie zufällig über viele Banden mit Hilfe anderer Roten den Punkt press-Bande, genau an der Kopfbande, genau hinter Braun. Riesen Strahl! Adam kann nur Safe gegen Rote nahe der Mitteltasche spielen es gibt eine unglückliche Karambolage und eine Rote kommt zurück zur Kopfbande. Alexander schiesst die rein und legt die Weisse press an Gelb. Kontrolliertes Safe ist für Adam unmöglich, er trifft eine Rote aber Alexander hat eine grosse Chance. Er zählt mit, weiss bei 50, er braucht nur noch Schwarz, schiesst sie mit Hilfsqueue und ein lautes „Yes“ entfährt ihm. Anstatt sein Break einfach sicher weiter zu spielen, verschiesst er die nächste Rote aufs Mittelloch. Adam macht die restlichen Punkte, und legt später einen schwierigen Snooker auf Braun. Alexander trifft nicht und Adam reichen die Punkte wieder. Auf Braun geht es mehrfach hin und her, mit noch einigen gesnookerten Positionen. Am Ende hat Adam das unglücklichere Ende, als er aus dem Snooker spielt bleibt die Braune leicht spielbar vor dem Mittelloch liegen. Alexander räumt ab. Morgen geht es für Alexander Ursenbacher gegen den gleichaltrigen 16-jährigen Darryl Hill von der Isle auf Man. Auch da hat er gute Chancen, glaube ich. Was ich von Darryl bisher gesehen habe, schiesst er zwar hohe Breaks aber er spielt kein zwingendes Match-Snooker.


Peter Gilchrist (Singapur) : Susantha Boteju (Sri Lanka)

Ich war neugierig, wie sich mein Gruppengegner gegen Peter schlägt, dessen traumhaftes Stellungsspiel bei sehr hohen Breaks mich beim Zusehen schon vorher sehr beeindruckt hatte. Peter war schon 1994 und 2001 World Professional Billards Champion. Das erste Frame war von Respekt geprägt, beide verschiessen dreimal mittelschwere Rote bis sich Peter endlich ein Herz fasst und eine 80 schiesst. Im zweiten Frame gelingt Susantha die Revanche, auch er schiesst 80, nach einem sehr schönen langen Einsteiger. Das dritte Frame muss Susantha in jedem Fall gewinnen, er schiesst 60, ist vorne und bekommt vielleicht 10 mal halbwegs gute Chancen, die restlichen nötigen Punkte zu machen. Er schafft das aber nicht und Peter schiesst nach vielen Fehlern mit zitterndem Arm die restlichen Punkte. Beeindruckend fand ich, was er nicht angegangen ist und stattdessen safe gespielt hat: Bälle, die er sicher im Training 10 von 10 mal rein schiessen kann. Im nächsten Frame schiesst Peter nach einem nicht ganz so guten Safe gleich am Anfang einen Longpot und 80 hinterher. Statt 2:1 für Susantha steht es 3:1 für Peter. Im fünften Frame sah es so aus, als wollte es keiner gewinnen. Beide machen viele Fehler, Peter unterlaufen sogar Stellungsfehler. Am Schluss auf die Farben ist es knapp aber Susantha kann überhaupt keinen Ball mehr lochen. Gelb vom Spot, fast perfekt eingestellt, daneben. Grün vom Spot, auch gut gestellt, vorbei. Braun die Bande entlang am Black-Spot, Frameball!Anstatt ihn auf diesen Riesentaschen zu rollen, hackt ihn Susantha weit daneben. Am Ende geht auch dieses Frame am Peter und er gewinnt 4:1. Letztendlich war vielleicht ein Ball im dritten Frame extrem entscheidend für den Ausgang dieser Partie. Bei diesem Spiel hat mich überrascht, wie auch extrem gute Spieler, die schon grosse Erfolge gefeiert haben, auch sehr nervös werden können und die „leichtesten“ Bälle nicht mehr rein gehen.

So, das waren die Spielberichte von heute. Ich sitze hier mit Sebastian Hainzl und Andreas Ploner aus Österreich, die heute leider beide verloren haben. Die Stimmung ist deswegen nicht ganz so gut wie gestern. Wir unterhalten uns gerade darüber, wer unsere Favoriten für den Titelgewinn sind. Mit Andreas Ploner wette ich jetzt um ein Bier, wer gewinnt. Ich setze auf Noppon Saengkham, er auf Peter Gilchrist.

Ich gehe jetzt dann gleich etwas früher ins Bett als sonst. Ich habe mich leider ziemlich erkältet, hier geht der Schnupfen um. Ich möchte auch unbedingt morgen um 10:00 Uhr (9:00 Uhr in Deutschland) die nächsten Spiele sehen, da sind ein paar ganz spannende Begegnungen dabei. Wer Zeit hat kann sich Gareth Allen : Noppon Saengkham und Daryl Hill : Alexander Ursenbacher auf dem Livestream ansehen, beide Matches werden bestimmt gut.

Viele Grüße,
Carl

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6 Jahre 9 Monate her #12072 von Carl Rosenberger
Hallo,

hier sind ein paar Eindrücke von den Spielen der letzten 32 und der letzten 16 bei den Herren.

Letzte 32

Im Duell der 16-jährigen gewinnt Alexander Ursenbacher aus der Schweiz gegen Darryl Hill von der Isle of Man. Das Niveau war nicht überragend aber doch recht hoch und Alex hat so gut wie immer einen Fehler weniger gemacht. Gratulation für das Erreichen der letzten 16! Wie Du auf Facebook schreibtst, bist du nach Deinem Sieg auf dem Papier „die Nummer 9. der Welt“, wirkli nit schlecht.

Im Spiel Gareth Allen gegen Noppon Saengkham spielte Gareth die ersten vier Frames mit dem Niveau der letzten Tage. Er schoss schon Breaks, konnte aber nie Frames entscheiden, machte unverständliche Fehler. Sehr schnell stand es 4:0 für Noppon, der das hohe Niveau wie in der Gruppenphase spielte, Nervosität angesichts eines vermeintlich gefährlichen Gegners war ihm überhaupt nicht anzumerken. Im fünften Frame wacht Gareth auf, spielt fast ein Century und gewinnt auch das nächste Frame mit einem guten Break. Bei Noppons konstantem Spiel war es aber nur eine Frage der Zeit, bis er seinen Vorsprung nach Hause brachte, 5:2 für Noppon.

Kevin van Hove (Belgien) gegen Gerrit Bij de Leij (Niederlande) war Snooker auf einem sehr hohen Niveau. Im ersten Frame schiesst Gerrit gleich mit der ersten Chance ein Century, sogar das höchste Break des Turniers wäre drin gewesen, wenn er nicht Gelb verschossen hätte. Im zweiten Frame verschiesst Gerrit eine einfache Pink aufs Mittelloch, ab da spielt nur noch Kevin. Aus Chancen macht er jedes mal frame-winning-breaks auch sein Matchplay ist hervorragend, er gibt Gerrit so gut wie keine Chance mehr, immer wenn Gerrit am Tisch ist, liegt er press-Bande hinter Braun. Mit Breaks von 50+ in jedem Frame gewinnt Kevin schliesslich hochverdient 5:1.

Peter Gilchrist, der Geheimfavorit vieler Spieler hier ist gegen Mohamed Shehab mit 5:4 ausgeschieden. Am Schluss war es ein ganz knappes Frame auf die Farben das die Entscheidung brachte. Ein guter Snooker von Mohamed brachte Peter in Schwierigkeiten. Er traf zwar die Grüne nach einem Fehlversuch, hinterliess aber eine Chance zum Ausschiessen, die Mohamed nutzte.


Letzte 16

Im Spiel Noppon Saengkham gegen Alexander Ursenbacher zeigte Noppon sein bisher höchstes Niveau. Ich habe mir das ganze Spiel ganz genau angesehen und die Fehler mitgezählt. Noppon hat in 5 Frames insgesamt nur 3 Bälle verschossen, die er angegangen ist (solange das Frame noch nicht deutlich entschieden war). Das ist allerhöchstes Profi-Niveau, eine Quote von 97%. Auch wenn er in den Bällen war hatte man jederzeit das Gefühl von voller Kontrolle so als könnte er gar nicht anders als mit einem einzigen Besuch am Tisch das Frame entscheiden. Alex hat nur im ersten Frame gegengehalten und ein kleines Break geschossen, schon dieses Frame ging an Noppon, der ein höheres Break hinterherschoss. Danach war praktisch nur Noppon am Tisch. Alex hatte in den letzten 4 Frames nur vier Chancen, Bälle zu potten und er hat daraus nicht viel gemacht. Das Spiel ging also 5:0 für Noppon aus und jetzt halten ihn hier so gut wie alle Spieler für den haushohen Favoriten auf den Titel.

Kevin van Hove hat in den ersten 2 Frames gegen Gary Wilson aus England das hohe Niveau vom Vormittag gehalten, schnell stand es 2:0 für ihn, mit sehr gutem Spiel von Kevin und vielen Fehlern von Gary. Danach wurde das Spiel schwächer und Gary kam ins Spiel. Wenn er in den Bällen ist, sieht er sehr gut aus aber Longpots hat er im ganzen Match keinen einzigen gelocht, sie gingen alle weit daneben. Das fünfte Frame hätte auch in Deutschland in der Kreisliga stattfinden können, Chancen und Fehler ohne Ende, 3:2 für Gary. Im sechsten Frame rafft sich Kevin nochmal aus, schiesst ein 80er Break, eigentlich haben wir uns schon auf ein Century gefreut. Danach machte Kevin viele leichte Fehler und Gary gewann letztendlich doch verdient mit 5:3.

Zur Atmosphäre: Ich sitze in der Lobby des Hotels und viele um mich herum sind ganz schön blau. Vorhin bin ich von meinem Gruppengegner Susantha Boteju auf Whiskeys eingeladen worden, ich höre jetzt also gleich auf zu schreiben. So kenne ich das schon vorherigen Meisterschaften (EM 1995 Antwerpen, EM 1997 Biarritz): Desto länger das Turnier läuft, desto feucht-fröhlicher wird es, die ausgeschiedenen Spieler feiern, dass sie keinen Druck mehr haben.

Morgen greift Michael Heeger bei den Masters wieder ins Spielgeschehen ein, ich freu mich drauf. Leider hat er nicht mehr trainieren können. Eigentlich hatten wir einen practice-table für 23:00 Uhr gebucht aber die Damen spielen noch ein b-of-7, das kann ein wenig dauern. Michael sagt, ich soll schreiben, dass er zittrig hier sitzt, darauf wartet dass die practice-tables freigegeben werden und anstatt zu trainieren trinkt er ein Bier. Michael, ich wünsche Dir für morgen ganz viel Glück und vor allem gutes Matchplay mit den richtigen Entscheidungen. Ich werde bei Deinem Spiel zuschauen und Dir ganz fest die Daumen drücken.

Viele Grüße aus Sofia,
Carl

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6 Jahre 9 Monate her #12075 von Carl Rosenberger
Hallo,

leider ist Michael Heeger heute im Spiel der letzten 16 bei den Masters gegen Gary Wilkinson, einen Ex-Profi aus Australien ausgeschieden.

Das erste Frame war von Nervosität und Respekt geprägt, beide machten am Anfang für ihre Spielstärke leichte Fehler, bis Gary als erster ein paar Bälle in Folge lochen kann und 35 schiesst. Michael kämpft sich wieder ran, eine verschossene Pink auf die Mitte bleibt glücklicherweise ohne Konsequenzen weil Gary nach seiner Roten gleich wieder Grün verschiesst. Als es auf die Farben geht ist der Spielstand ausgeglichen, Gelb und Grün werden brüderlich geteilt und dann wird auf die Braune safe gespielt. Gary versucht ein Snooker zu legen aber Michael sieht die Braune gerade noch so, dass er sie auf Mitte lochen kann. Er geht den Ball an, spielt ihn viel zu dünn, er bleibt gut lochbar mit perfektem Winkel liegen um auf Blau zu stellen, Gary schiesst aus.

Im zweiten Frame spielt Michael dreimal ein schlechtes Safe und Gary kann daraus mit drei kleinen Breaks von 25 genug Punkte machen, um das Frame für sich zu verbuchen.

Im dritten Frame steigt das Niveau ganz erheblich, beide spielen sehr starke Safes. Michael legt ein eigentlich fast perfektes Safe, ganz nahe an der Bande aus dem es schwierig ist ein Resafe zu legen. Gary findet trotzdem einen Weg zu den Roten und zurück und zufällig fällt ein Ball aus dem Pack in die Ecktasche. Daraufhin legt Gary die Weisse press an Gelb. Das ganze Pack ist offen und Michael spielt aus dem Snooker nach einem ersten Miss noch den bestmöglichen Weg, um schwierige Kugeln zu hinterlassen. Gary trifft eine etwas schwerere Rote die Bande lang und spielt ein gutes 62er Break.

Im vierten Frame bekommt Michael eine halbe Chance, die Fussbande entlang, geht den Ball an und verschiesst. Diesmal macht Gary erstmal nur 15. Als er verschiesst bleibt die Weisse auf der Höhe des Pink-Spots links neben dem Pack liegen und Michael hat erstmal keinen vernünftigen Einfall. Er versucht, das Pack links zu streifen und hinter dem Pack mit Hilfe der Fussbande wieder in Richtung Baulk-Bereich zu spielen. Das gelingt ihm auch aber die Weisse bleibt so unglücklich am rechten Mittelloch hängen, dass Gary perfekte Stellung auf die offenen Roten hat. Gary spielt wieder ein sehr schönes Break, diesmal eine 66 bis Grün, bei dem dann auch sein ehemaliges Profi-Niveau zu sehen ist.

Schade Michael, wenn der Kampf um die Farben im ersten Frame zu Deinen Gunsten ausgegangen wäre, dann hättest Du sicher ein gutes Match geliefert. Das ist hier in vielen Spielen so: Wer zuerst seine Nervosität überwindet ist oft schon so weit vorne, dass es für den anderen schwierig wird zurück zu kommen.

Gratulation zum 9. Platz!


Einige Eindrücke von den Viertelfinals der Herren:
Gary Wilson gegen Billy Castle war ein fröhliches Break-Wettschiessen bei dem Gary am Ende die Nase vorne hatte. Es fielen sehr viele Breaks über 50.

Alex Borg aus Malta hat sich gegen den Chinesen Zhu Yinghui aus einem 5:2 Rückstand zurück gekämpft und noch 6:5 gewonnen.

Noppon Saengkham hat gegen Mohammed Rais Senzahi aus Afghanistan bei weitem nicht das hohe Niveau wie gestern gespielt, vielleicht weil er lange Zeit ständig im Rückstand war. Im sechsten Frame verschiesst er dreimal Schwarz, zweimal davon vom Spot mit guter Stellung. Trotzdem gewinnt er dieses Frame noch zum 3:3 Ausgleich, auch aufgrund zweier glücklicher Resnooker auf die Farben. Als Mohammed dann im 7. Frame auch Schwarz vom Spot verschiesst, schaltet Noppon seine Maschine wieder ein und macht ein Break nach dem anderen.

Bei den Damen hat Wendy Jans aus Belgien schon wieder ein Break von 90 geschossen.

Darren Morgan ist bei den Masters weiter absoluter Favorit. Selbst als er 100 Punkte vorne ist, spielt er gegen einen schwachen Gegner mit voller Konsequenz die restlichen Kugeln bis zur Schwarz voll konzentriert weg.

Heute stelle ich meinen Beitrag schon früher ein, die Halbfinals können lang werden und ich muss mal früher ins Bett. Wir sitzen gerade mit den Holländern in der Lobby und freuen uns auf die Halbfinals, die in einer halben Stunde beginnen. Besonders Noppon Saengkham gegen Gary Wilson verspricht interessant zu werden. Sind sie nach dem langen Vormittagsmatch warm oder inzwischen schon müde?

Merkwürdigerweise spielen während der Halbinals der Herren, die Damen ihre Viertelfinals auf den Livestream Tischen, man kann also aus Deutschland nicht live zu schauen.

Über die letzten Spiele berichte ich erst morgen wieder.

Viele Grüße,
Carl

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