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Mittwoch, 20 Juli 2011 09:08

Australien: Higgins fliegt raus

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Das Ausscheiden von Weltmeister John Higgins war der große Schock an Tag zwei der Australian Open in Bedigo. Dabei hatte der Schotte mit 4:1 geführt und später bei 4:2 auch noch mit 61:0 vorne gelegen
. Am Ende aber unterlag er Matthew Selt mit 4:5. "Ich habe es weggeworfen", gestand Higgins.

"Vielleicht hat meine Konzentration bei 4:1 nachgelassen", erklärte Higgins seine Niederlage. "In der kurzen Pause nach der WM habe ich nicht genug trainiert, und das kann man sich auch als Weltmeister nicht erlauben."

Matthew Selt feierte im Bedigo Stadium seinen ersten Sieg vor TV-Kameras und erreichte auch zum ersten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale eines Weltranglisten-Turnieres, wo Stephen Hendry auf ihn wartet. "John Higgins ist der größte Spieler aller Zeiten und Stephen Hendry ist der größte Champion aller Zeiten", jubelte der 26-Jährige überglücklich. Nach seiner 1:0-Führung baute er zwar zunächst eine Reihe von Fehlern ein, zeigte dann aber mit dem Rücken zur Wand eine große Leistung.

Neil Robertson hat bei seinem Heim-Turnier die erste Hürde genommen. Der Australier musste aber beim 5:2 über Nigel Bond hart arbeiten und viele taktische Duelle bestehen. Nur zwei Breaks von mehr als 50 Punkten gelangen dem Weltmeister von 2010, so dass Nigel Bond auch ziemlich viel Tischzeit bekam. Die nutzte der Engländer aber durch sein schwächeres Lochspiel nicht optimal.

Auch Carter darf nach Hause

Mit dem 3:5 von Ali Carter gegen Marcus Campbell gab es eine weitere Überraschung. Dabei war der Captain mit Breaks von 73 und 134 Punkten erst einmal mit 2:0 in Führung gegangen. Im achten Frame machte Campbell mit einer 71, seinem höchsten Break im Match, die Überraschung perfekt. Für Ali Carter spielte auch sein Turnierstress eine entscheidende Rolle: "Ich habe einen 18 Monate alten Sohn, und den habe ich jetzt seit Wochen nicht gesehen. Vielleicht war ich mit dem Herzen nicht dabei, und das hat sich auch in meiner Leistung gezeigt."

Im Achtelfinale trifft Marcus Campbell nun auf Mark Allen, der Ryan Day mit einem Top-Break von 89 Punkten mit 5:3 schlug. Allen war schon mit 2:0 in Führung gegangen, ehe Day mit einer 96 ebenfalls ins Match fand und dem Nordiren bis zum 3:3 ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte.

Erster Viertelfinalist steht fest

Shaun Murphy hat als erster Spieler das Viertelfinale in Bendigo erreicht. Gegen Rory McLeod setzte er sich mit 5:1 durch. Nachdem der Ex-Weltmeister die umkämpften ersten beiden Frames jeweils für sich entschieden hatte, verkürzte McLeod dank einem Break von genau 100 Punkten auf 1:2. Eine 61 für McLeod in Frame vier reichte dann aber nicht. Nach der Pause drückte Shaun Murphy aufs Tempo: Breaks von 70 und 81 Punkten brachten ihm den Sieg.

Dominic Dale setzte sich gegen den australischen Wildcard-Spieler Steve Mifsud mit 5:1 durch. Mit Breaks von 123 und 66 Punkten hatte der Spaceman das Match begonnen; in der Folgezeit jedoch schlug sich Mifsud, der in der Vorwoche an der Seite von Neil Robertson das Viertelfinale beim Worldcup erreicht hatte, sehr achtbar. Einen Frame verlor der Australier auf Pink, einen gar erst auf Schwarz.

TV-Tipp:

In Australien messen sich die besten Snooker-Profis bei den Australian Open und Sie können vom 18. bis zum 24. Juli bei Eurosport, Eurosport 2 und im Eurosport Player LIVE dabei sein.
Rolf Kalb / Eurosport
eurosport.yahoo.com
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