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Montag, 21 Januar 2013 11:06

Snooker Masters – Selby das Phänomen

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Mit 10-6 sichert sich Mark Selby gegen Neil Robertson die 175.000,00£ Preisgeld und ist der König des B-Spiels.

Der Weltranglistenerste Selby kann sich auch noch die Triple Crown aufsetzen, wenn er nach den UK-Championship und den Masters die WM gewinnt. Sicher ist er Favorit auf die WM, denn keiner kann so erfolgreich auch mal schlecht spielen.

Im Finale war er in der Masterswoche erstmals „diensttauglich“ und spielte mit einer guten Performance. „Nach meinen Leistungen in der Woche musste ich gegen Neil einfach gut spielen um zu bestehen, denn Neil war der dominante Akteur in dieser Woche in London“,  sagte Selby nach dem Sieg.

Mark Selby ist ein Phänomen, denn auch bei den Masters war er in seinen Matches „out of order“  und siegte mit durchwachsenem Spiel durch seine mentale Stärke und seinen Siegeswillen. Seine Performance muss ihm zeitweise echte mentale Schmerzen beschert habe, aber er ist nicht nur hart gegen Andere, sondern vor allem gegen sich selbst.

Gegen Stuart Bingham war Selby im Achtelfinale fast auf dem Heimweg. Sein Spiel lief nicht und viele andere Spieler hätten sich genügsam damit abgefunden. Doch nicht Mark Selby. Er lag mit 1-5 zurück und Bingham fehlt nur noch ein Frame und er sah wie der sichere Sieger aus. Selby spielte einfach schlecht und nichts ging zusammen, aber er blieb dran. Wohin auch immer er Unzufriedenheit und Resignation verbannt hat, aber es half. In bester Selby Manier warf er das bisschen Spielkultur an diesem Tag zusammen mit seinem unbeugsamen Willen und gewann fünf Frames in Folge.

Im Halbfinale gegen Graeme Dott war er erneut mit 1-4 in Rückstand geraten und sein Spiel war in keinster Weise vorhanden. Dott spielt gut und Selby konnte den Spielfluss des Schotten nicht stoppen. Selby musste abwarten und auf eine Chance lauern. Genau das war bei den Masters seine Stärke. Als Dott Fehler einbaute zog Selby ihn in sein Matchplay. Er verbaute die Bilder auf dem Tisch und das zeigte Wirkung. Selby kümmerte sich zunächst um das Nervenkostüm des Gegners und dann um die Bälle auf dem Tisch. Schleppend, aber mit Breaks von 50+ kämpfte sich Selby Frame um Frame nach vorn und stand durch sein knallhartes B-Spiel im Finale.

Seine Matches gingen bis nach Mitternacht, aber „who cares“. Erfolg kostet Zeit und die hat dieser Mark Selby. Drei Turnier hat er nun inklusive Fürstenfeldbruck gewonnen und ist zu Recht die Nr. 1 der Welt.

Neil Robertson (Aus) 6-10 Mark Selby (Eng)
12-58, 1-73 (73), 0-102 (102), 83-1 (78), 1-84 (84), 45-69, 74-9 (63), 87-0 (72), 8-80 (67), 48-63, 7-72, 81-6 (74), 91-8 (83), 69-50, 27-58

Thomas Hein – www.snookermania.de

 

 

 

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Thomas Hein

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