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Dienstag, 14 September 2021 17:54

Die kurze Geschichte des Snookers

Snooker genießt seit Jahren aufsteigende Popularität und wird sogar als zukünftige olympische Disziplin zur Diskussion gestellt. Doch die Erfindung der britischen Kolonialoffiziere war nicht immer so beliebt. Vier charismatische Spieler und eine Fernsehübertragung der BBC bestimmten den Werdegang des Billardabkömmlings zum bedeutendsten Kopfsport der heutigen Zeit.

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Die Erfindung des Snookers

Obwohl Dart, Roulette oder Snooker nicht zu den klassisch körperbetonten Disziplinen der Sportbranche gehören, begeistern sie dennoch zahlreiche Menschen sowohl in der realen Welt als auch auf virtuellen Plattformen wie Online-Casinos oder Steam. Ihre Popularität als Sportart ist jedoch ein modernes Phänomen, das erst seit einigen Jahrzehnten existiert. Während der sogenannten Belle Époque zwischen den 1850er Jahren und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlebte Europa einen Kulturwandel, der das tägliche Leben mit neuen Gewohnheiten und Konsumverhalten umgestaltete. Stichwörter wie Freizeit, Reisen oder Sport waren nun ein Teil des Alltags der europäischen High Society. Dies schaffte einen guten Nährboden für die Entwicklung von modernen Kopfsportarten – darunter auch Snooker.

Der Abkömmling des Billards wurde zuerst in Indien von britischen Kolonialoffizieren gespielt.  Damals waren Black Pool und Pyramid Pool zwei äußerst beliebte Billardvarianten zwischen den britischen Streitkräften. 1875 entschied sich der Offizier Sir Neville Chamberlain schließlich beide Spiele zu kombinieren. Das daraus entstandene Snooker Pool beinhaltete in seiner ersten Version 15 rote Bälle sowie jeweils einen schwarzen, einen pinken, einen grünen und einen gelben Ball. Später wurden die Farben Braun und Blau hinzugefügt. 1882 wurde schließlich das erste Regelwerk für Snooker offiziell in Indien veröffentlicht. Nachdem der britische Billardspieler John Roberts nach seiner Indienreise Snooker in England einführte, wurde das Spiel rasch europaweit bekannt und ergattertes sich neben Kartenspielen und Dart einen Platz in der langen Liste der Sport- und Freizeitaktivitäten der Crème de la Crème Europas. Doch gegen einen Konkurrenten hatte Snooker keine Chance: Von allen Billardvarianten war English Billard der unangefochtene Liebling, das auch auf Profilevel praktiziert wurde. Joe Davis, eines der erfolgreichsten Spieler der Billard-Geschichte, schaffte es schließlich die Menschen für Snooker zu gewinnen. Auf Anregung von ihm fand 1927 die erste Snooker-Weltmeisterschaft statt. Davis gewann dieses Turnier und alle weiteren Weltmeisterschaften bis zu seinem Rücktritt in 1946. Nach seiner Pensionierung erlebte Snooker eine langwierige Tiefphase, weshalb zwischen 1958 und 1963 keine Weltmeisterschaften stattfanden.

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Das Comeback

Als BBC 1969 nach geeigneten Programmen suchte, um in Farbe zu senden, wurde Snooker wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Großbritanniens entschied sich für eine Reihe von Snookerturnieren, die unter den Namen Pot Black mit Unterbrechungen bis 2007 ausgestrahlt wurden. Den größten Beitrag zur erneuten Popularisierung des Spiels leistete Alex 'Hurricane' Higgins, der nicht nur in der Sendung Pot Black die Zuschauer entzückte, sondern auch auf internationalen Turnieren. Zwei Weltmeistertitel waren die Höhepunkte seiner Karriere.

Nach Higgins genoss Snooker in den 1980ern große Anerkennung im Vereinigten Königreich. Turniere des Spiels gehörten mittlerweile zum Ranglisten-Events im Fernsehen, die zahlreiche Zuschauer vor die Bildschirme lockten. Star der damaligen Zeit war Steve Davis, der mit seiner reibungslosen Technik die Snooker-Meisterschaften dominierte. Die WM-Finalen mit ihm verzeichneten Zuschauerzahlen in Millionenhöhe. Fernsehgeschichte schrieb das Finalspiel zwischen Steve Davis und Dennis Taylor, als 1985 über 18 Millionen Menschen das Aufeinandertreffen verfolgten. Bis heute zählt Snooker neben Fußball zu den populärsten Fernsehübertragungen von Großbritannien, die höchste Einschaltquoten garantieren. Auch international tat sich in den 80ern viel. Dank Barry Hearn, dem ehrgeizigen Manager von Steve Davis, begann Snooker weltweit zu expandieren. Nach und nach fanden Turniere in allen Kontinenten der Welt statt, wobei sich Canadian Masters 1988 zum ersten Ranglisten-Event jenseits der britischen Grenzen etablierte.

Heute gilt Snooker zweifelsohne als eine der populärsten Kopfsportarten der Welt. Dass sogar der Olympiaeintritt seit 2015 zur Debatte steht, ist demnach kein Wunder. Zu verdanken hat Snooker diesen Fortschritt vier Sportlern, die im Verlauf der Geschichte zur Bekanntheit des Spiels einen enormen Beitrag leisteten. Kurz nach seiner Erfindung führte der britische Billardspieler John Roberts das Spiel in die britische Insel ein, wo er vom Erfolgssportler Joe Davis aus dem Schatten vom English Billard geholt wurde. Nach 1969 vergrößerten Alex Higgins und Joe Davis mithilfe des Farbfernsehens und der BBC erfolgreich den Publikumskreis. Danach stand der internationalen Bekanntheit Snookers nichts mehr im Wege.

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