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Dienstag, 19 November 2019 09:25

Judd Trump dominiert die Snooker-Szene nach Belieben

Der englische Snookerspieler Judd Trump ist aktuell die überlegene Nummer eins der Weltrangliste. Seit 2005 agiert er als Profi und hat seitdem elf Ranglisten-Turniere gewonnen. Mit seinen Siegen bei der Weltmeisterschaft, der UK Championship und dem Masters wurde er in den erlesenen Kreis der Triple Crown aufgenommen.

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Nach seinem Erfolg beim World Open, Anfang November dieses Jahres, bewies Trump einmal mehr, dass er derzeit das Maß aller Dinge beim Snooker ist. Im Rausch der Gefühle kündigte er an, nicht gleich feiern zu wollen. Zunächst gelte es erst einmal das Champion of Champions und danach noch das Northern Ireland Open zu gewinnen.

Dann sei Zeit genug zum Feiern. Es sollte nicht lange dauern, bis auch Trump erkennen musste, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Immer wieder kommt es vor, dass scheinbar unschlagbare Champions einem Gegner Tribut zollen müssen.

Früher oder später kommt die Niederlage

In Deutschland haben die Sportfans gerade gesehen, wie ein Dominator ins Trudeln kommt und lange Zeit keinen Weg findet, mit dem Druck richtig umzugehen. Bayern München hat den deutschen Fußball jahrelang nach Belieben dominiert. Nun erleben die Münchner eine wahre Katastrophen-Saison und lassen die FC Hollywood wieder aufleben. Entgegen aller Erwartungen, verlor der Titelverteidiger regelmäßig Punkte und Spiele und erlebte am zehnten Spieltag bei Eintracht Frankfurt ein wahres Fiasko.

Es folgten heftige Diskussionen und der Rauswurf des Trainers. Danach waren alle Augen auf das Spiel gegen den „Erzfeind“ Borussia Dortmund gerichtet. Die Bayern, die in den letzten vier Spielen vor der Begegnung lediglich magere vier Punkte geholt haben, mussten unter Interimstrainer Hansi Flick beweisen, dass sie in der Lage sind, die Krise zu bewältigen. Borussia Dortmund war wieder in guter Form und wollte alles daran setzen, die Bayern in deren Stadion neuerlich zu demütigen. Doch der Angriff misslang, der Titelverteidiger profitierte vom Trainerbonus und kam gestärkt zurück. Erster Leidtragender war der BVB, der mit 4:0 aus dem Stadion geschossen wurde.

Judd Trump hingegen fand seinen Meister schneller als erwartet. Schauplatz war das Champion of Champions in der Ricoh Arena von Coventry.

Trump wird gestoppt

Dass Favoriten auch stolpern können, musste Judd Trump gerade erst am eigenen Leib erfahren. Doch wie es sich für einen Champion gehört, lieferte Trump auch in der Niederlage ein Match, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Er traf im Finale des Champion of Champions 2019 auf Neil Robertson. Die beiden Top-Stars lieferten sich und dem begeisterten Publikum ein Match, das wohl als Klassiker in die Snooker-Geschichte eingehen wird.

Dabei prallten zwei Stars aufeinander, die ihr bestes Spiel noch einmal auf die Spitze trieben. Auf höchstem Niveau lieferten sich die beiden Finalisten ein Kopf-an-Kopf Rennen der Extraklasse. In einem Wechselbad der Gefühle erzwang Robertson einen Decider. Das entscheidende Frame gewann er dann mit einer 173. Für ihn war es bereits der zweite Titel nach seinem Triumph im Jahr 2015. Das Finale verlangte beiden Spielern alles ab, demensprechend überschießend waren auch die Emotionen nach dem Sieg von Robertson.

Ein fast perfektes Jahr

Der Dominator der Snooker-Welt wird den Rückschlag wohl verkraften. Schließlich führt er die Weltrangliste zu Recht überlegen an. Den Ausschlag für seine Siegesserie gab sein Erfolg beim Northern Ireland Open im Jahr 2018. Dieser Sieg gab ihm das Selbstbewusstsein, das es braucht, um ein ganz Großer zu werden. Seit diesem Triumph ist Judd Trump ein echter Champion, der den Takt vorgibt.

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Mitverantwortlich dafür ist auch sein Begleiter Jack. Ihn als ständigen Betreuer und Motivator zu engagieren, war Bestandteil seiner Strategie, seine Arbeit weiter zu professionalisieren. Dieser Weg hat sich bezahlt gemacht. Den nächsten Meilenstein schaffte Trump dann bei einem Triple Crown Event. Im Finale des Masters fegte er den fünffachen Weltmeister Ronnie O'Sullivan förmlich vom Tisch. Damit war der Weg für den Weltmeistertitel frei, den er dann in weitere Folge prompt gewann.

Triple Crown in einem Jahr?

Im Gegensatz zu anderen Spielern blieb Trump auch nach dem Titel fokussiert. Sein nächstes großes Ziel hat er bereits im Visier. Er möchte dieses Jahr auch noch die UK Championship gewinnen, dann würde er alle drei großen Snooker-Titel in einem Jahr gleichzeitig halten. In dieser Form ist Judd Trump alles zuzutrauen. Seine Konkurrenten können sich schon mal warm anziehen.

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