Snookertraining.de

Dienstag, 16 Juni 2020 11:48

Snooker-Legenden und ihre Hobbys

 

Das Snooker mag zwar ein bedeutender Teil ihres Lebens sein, doch unsere Stars sind auch nur ganz normale Menschen. Das heißt: Sie haben Hobbys, die sich nicht nur am Billardtisch abspielen, sondern ganz woanders, fernab des grünen Filzes. Schließlich muss der Mensch sich neben dem Job und sei er noch so aufregend, auch mit anderen Dingen beschäftigen, um Kopf und Körper auf Trab zu halten. Sogar der berühmte Ronnie O'Sullivan kann es nicht lassen, auf anderen Gebieten zu wildern und vielleicht macht ihn gerade das so unschlagbar gut.

Ronnie O`Sullivan und der Sport

Ronald Antonio O'Sullivan, wie der Weltstar mit vollem Namen heißt, konnte im Laufe seiner grandiosen Karriere immerhin fünf Weltmeistertitel für sich verbuchen. Der Engländer gewann dazu fünfmal die UK-Championship und zeigte auch beim Masters immer wieder ein ungewöhnlich gutes Händchen. Von 2002 bis 2019 erklomm der große Meister viermal den Weltranglistenthron, die Zahl seiner Maximum- und Century-Breaks ist Legende. Den Spitznamen "The Rocket" hat dieser Snooker-Spieler sich redlich verdient, und das nicht nur am Billardtisch, sondern auch im Fitness-Center, beim Laufen, im Boxring und auf dem Fußballplatz. Denn diese vier Sportarten betreibt Ronnie in seiner Freizeit, seitdem er sich aktiv um seine Gesundheit kümmert. Viele Jahre lang gab er sich jedoch seinem Hang nach Zigaretten, Süßigkeiten und dem gemütlichen Chillen auf der Couch hin, bis ihm schließlich die spektakuläre Umkehr gelang.

Stephen Hendry und das Pokerspiel

Stephen Gordon Hendry ist die zweite Person, die jedem einfällt, der an die größten Snooker-Legenden aller Zeiten denkt. Der Schotte hat mittlerweile den professionellen Billard-Sport an den Nagel gehängt und ist als einer der erfolgreichsten Spieler in die Geschichte eingegangen. Seine 7 Weltmeistertitel kann ihm niemand mehr nehmen, außerdem hat er in seiner aktiven Zahl zahlreiche Rekorde gebrochen. Viele davon sind mittlerweile überboten, aber nicht seine unschlagbare Leistung, mit gerade 21 Jahren den WM-Titel zu holen. Hendry ist allerdings auch ein guter Golfer und Poker-Spieler: Der ehemalige schottische Snooker-Star kennt sich nur zu gut mit ruhenden Bällen aus und spielt ein Golf-Handicap im einstelligen Bereich. Auf der anderen Seite hat ihm seine grundlegende strategische Herangehensweise am Pokertisch 2017 sogar einen Werbevertrag mit der Onlinepoker-Plattform PokerStars eingebracht. Hendry, der auf jedem grünen Filz zu Hause scheint, ließ sich in diesem Rahmen auf mehreren Turnieren sehen.  

Judd Trump und der Golfplatz

Der Engländer Judd Trump hat etwa 20 Jahre weniger auf dem Buckel und führt derzeit die Snooker-Weltrangliste an. 2005 startete seine Profi-Karriere, seitdem siegte er in 17 Ranglistenturnieren wie der UK-Championship, dem Masters und natürlich auch der WM. Die Triple Crown ist also längst sein Eigen, das haben nur 10 weitere Spieler mit ihm gemeinsam. Seit 2017 ist Trump voll da – vorher gelang es ihm nur auf eingeschränkte Weise, sein Talent zu entfalten. Durch eine Augen-OP gelang die große Karrierewende, sicher hat ihm dieser Eingriff auch auf dem Golfplatz weitergeholfen. Denn der junge Snooker-Experte vergnügt sich auch gern auf dem grünen Rasen und schlägt dort seine Bälle ein gutes Stück weiter ins Feld als auf dem Billardtisch. Aus einem einfachen Hobby ist inzwischen eine wahre Leidenschaft geworden, aber das wundert kaum: Golf und Snooker haben einiges gemeinsam, das lässt sich nicht leugnen. Und doch sind es sicher auch die Unterschiede, die Trump immer wieder faszinieren. Jedenfalls erhält er beim Golf jede Menge frische Luft und Bewegung, die ihn dann wahrscheinlich auch im Snooker stärken.

Mark Selby und die Reiselust

Der Brite Mark Selby fällt ebenfalls unter allen Snooker-Spielern völlig aus dem Rahmen. Wer erinnert sich noch mit Begeisterung an die WM 2007, als er selbstbewusst und konzentriert ins Finale durchmarschierte, obwohl er nicht einmal gesetzt war? Nur knapp unterlag er schlussendlich seinem Rivalen John Higgins und musste sich mit einem zweiten Platz zufriedengeben. Seither tauchte Selby immer wieder auf bedeutenden Turnieren auf, manchmal ähnlich souverän wie bei seinem großen WM-Auftritt, ein anderes Mal wieder hart kämpfend. Die letzte Saison lief für ihn leider nicht optimal, beim World Open schaffte er es immerhin noch bis ins Achtelfinale. Der einzige Turniersieg 18/19 gelang ihm bei der China-Championship, diesmal konnte er den altbekannten Konkurrenten John Higgins bezwingen. In den Ireland-Open traf Selby im Halbfinale auf Ronnie O'Sullivan und musste dort die Segel streichen. Danach folgte eine Niederlage nach der nächsten, sodass er schließlich den ersten Platz der Weltrangliste räumen musste. Vielleicht konzentriert sich das Snooker-Talent nun wieder mehr auf seine Hobbys, dem Reisen, Fischen und Pokern. Das soll aufbauend und inspirierend wirken, sodass danach eine Rückkehr mit mehr Power möglich wird. Auch seinen Hunden schenkt der Brite gern seine Zeit, die halten ihn garantiert auf Trab.

 

Hohes Konzentrationsniveau fällt nicht vom Himmel

Profi-Snookerspieler sind, wie wir sehen, aktive und facettenreiche Menschen. Sie sorgen für die nötige Abwechslung in ihrem Leben, halten sich fit und blicken gern mal über den Tellerrand. Das hohe Konzentrationsniveau am Billardtisch lässt sich sicher auf Dauer nur dann halten, wenn die Seele entsprechend im Gleichgewicht ist. Und das gelingt durch eine entsprechend ausgewogene Lebensweise.

Snookerakademie   

Billiard.site 728x90

stakers  

SM Youtube Channel

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.