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Freitag, 10 November 2017 09:10

DM2017Senioren: Entscheidung im Finale erst im Decider

geschrieben von
Mario Burot, Thomas Hein, Hajo Meyer, Olaf Thode Mario Burot, Thomas Hein, Hajo Meyer, Olaf Thode Touch

Thomas Hein und Mario Burot bestritten am Dienstag das Seniorenfinale und gaben sich das volle Programm.

Hier nun einmal eine etwas andere Schilderung eines Events, da ich als Teilnehmer die Ich-Perspektive nutzen möchte, während gerade das Damenfinale mit dem Sieg von Diana Stateczny über Ramona Kirchner beendet wird.  

 

Projekt DM2017 mit Gold erfolgreich beendet

Hört sich geplant an, aber das war es sicher nicht, da a) das Seniorenfeld gestückt mit tollen und erfahrenen Spielern war und b) man selbst auch immer noch „live“ am Tisch was auf die Reihe bekommen muss.  Letztendlich bin ich froh und stolz, dass ich es bis ins Finale geschafft habe und dort ganz knapp gegen Mario Burot aus Berlin mit 3-2 im Decider auf dem TV-Tisch gewonnen habe.

Ich möchte mich hier bei meinem Team bedanken, denn Bad Wildungen ist nicht einfach. Es gibt kaum einen Ort, wo man besser die Fokussierung verlieren kann und spielt wie ein Anfänger. Die DM hat die Atmosphäre einer Messe und das ist für Snookerspieler sehr ungewohnt. Ich habe die Konzentrationsfähigkeit der Poolbillardteilnehmer und auch der Karambolspieler bewundert.

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Sportliche Betrachtung

Die Tische waren aus meiner Sicht „billardtechnisch“ die besten Tische aller Zeiten. Sascha Lippe hat dort als Fitter einen Weltklassejob gemacht. Sie waren allerdings durch dieses Niveau für viele Spieler sehr ungewohnt, denn zuhause hat kaum jemand solche „Rennmäuse“ hat.

Match 1: Timm Müller Selimi

Timm spielt beim DSC Hannover und ich denke ich habe ihn vorher noch nie als Gegner gehabt. Der Druck für ihn war schon spürbar, aber er ist ein toller Spieler, der im Laufe des Turniers zu seinem Spiel gefunden hat.

Match 2: Andre Rusche

Der So-Eben-Senior und stolzer Vater kommt aus Berlin und hat wenig Trainingszeit. Dennoch spielt er auch ohne Training gut Snooker, auch wenn er sich ein bisschen sehr selbst unter Druck gesetzt hat. Was er kann, hat er im letzten Gruppenspiel gegen Timm Müller Selimi gezeigt. Die beiden Akteure haben um das Weiterkommen in der Gruppe ein hochklassiges und spannendes Match geliefert.

Match 3: Carl Rosenberger

Er spielt schon länger Snooker als ich und hat die erforderliche „Knowledge“ über Laufwege. Es war eine Ehre eine Niederlage gegen Carl einzustecken, der einfach gut gespielt hat.

Match 4: Stefan Braun – Last 16

Stefan ist so schön zu unterschätzen und wehe wenn er läuft. Ich war gewarnt, denn er hatte meinen Kumpel Miro mit 3:0 bezwungen und dessen Weiterkommen in die KO-Runde verhindert. Stefan ist furchtbar erfahren und durch seine Erfahrung beim Poolbillard ein Kämpfer. Gut, dass ich gewarnt war.

Match 5: Frank Schröder – Last 8

Frank ist unbestritten der König von Bad Wildungen und ein Musterbeispiel für Matchverhalten und Matchplay. In seinem Wohnzimmer den Decider nach 1:2 Rückstand zu gewinnen fühlt sich gut an. Aber auch da hatte Frank in der Niederlage Größe und nette und aufbauende Worte.

Match 6: Olaf Thode - Halbfinale

Mein Mannschaftskollege Olaf Thode, der ja im letzten Jahr bereits früh ausgeschieden war. Ich kenne keinen Spieler, dem ich in seinen „dollen 5 Minuten“ am Tisch weniger begegnen möchte. Ich konnte ihn aus den Chancen halten und das war gut so. Olaf hat ein enormes Ballgefühl und hat gefühlte 150 Jahre Billarderfahrung. Auf einen offensiven Schusswechsel sollte man sich mit ihm nicht einlassen.

Match 7: Mario Burot – Finale

Einer der elegantesten Spieler, die der deutsche Snookersport zu bieten hat. Ein Matchplayer und erfahrener „Hund“, der den Titel ja auch schon geholt hatte. Wieder 1:2 Rückstand und irgendwie doch noch zurück und über die Ziellinie. Es war ein tolles Match, Danke Mario.

 

Ein starkes Team – 15reds und Nationalmannschaft

Ich muss mich nochmals bei den Menschen bedanken, die für mich alle Gold verdient haben. Miro Popovic ist nach seinem Ausscheiden nicht abgereist, sondern hat sich jedes Match angeschaut und zusammen mit Dr. Ulrike Schulte-Oversohl mich supported. Felix Frede, dem ich ja eigentlich als Trainer helfe, hat mich immer wieder als Trainer gefordert und daher eben viele Dinge auch für mich als Spieler wieder reaktiviert.

Der Nationalkader, mit dem ich in diesem Jahr fantastische Lehrgänge hatte und wo die Jungs mich an ihrer Energie teilhaben ließen.  Lukas Kleckers, der Snooker in der Zusammenarbeit auf höchstem Niveau spielt und davon kann ich auch als Trainer und Spieler profitieren. Mein Umfeld im der 15reds Snookerakademie und viele Teilnehmer in Trainings, wo man immer wieder durch erklären und präsentiere den Sport täglich in Nuancen noch tiefer entdeckt.

Meine Gegner in den Matches, die mich bis auf die letzten Ressourcen gefordert haben und tolle Menschen sind. Es gibt noch viele weitere Personen, die aktuell oder im Laufe der Jahre zu dem jetzigen Erfolg beigetragen haben.

Es war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht. Vielen lieben Dank für die Glückwünsche.

 

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Gelesen 2711 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 22 November 2017 14:03

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