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Snookertraining.de

Sonntag, 15 Oktober 2017 09:02

Snooker in Deutschland: Aus Sicht der Nachwuchsspieler. Heute Felix Frede.

geschrieben von

 

Felix Frede aus Hannover hat mit seinen jungen Jahren schon viel erlebt. Daher interessierte uns seine Sichtweise.

Fragenkatalog

Wie lange spielst Du Snooker?

Ich spiele seit August 2008 Snooker im Verein – also jetzt ziemlich genau 9 Jahre.

Wo hast Du begonnen?

Angefangen habe ich auf einem selbstgebauten Pooltisch im Keller, auf dem ich mit meinem Vater dann immer Snooker gespielt habe. Als nächstes ging es in einen kleinen Verein bei mir auf dem Land, wo es einen Snookertisch gab. Als ich dann richtig anfangen wollte haben wir den 1.DSC Hannover gefunden, der ungefähr eine Stunde von mir Zuhause mit Rad und Bahn entfernt ist.

Wer hat sich um Dich in Deiner Entwicklung gekümmert?

In den ersten 5 Jahren habe ich nahezu alles Oliver Reimüller zu verdanken. Er hat sich damals um alle Jugendlichen im 1.DSC gekümmert und hat mit sehr viel Einsatz täglich mit uns trainiert. Ich habe da gelernt richtig zu trainieren und konnte mich sehr schnell entwickeln.

Seit etwa 4 Jahren arbeite ich mit Thomas Hein zusammen. Er schafft es jedes Mal neue Themen auf den Tisch zu bringen, mich zu motivieren und zu fordern und bringt mich oftmals auf die Boden der Tatsachen zurück, sodass ich mich in die richtigen Richtungen weiter entwickle.

Welche waren die größten Aha-Effekte in Deiner Snookerkarriere?

Eindeutig als ich das erste Mal gegen Ding im Training gespielt habe und herausfinden musste, dass er Fähigkeiten besitzt, von denen nicht nur Amateure, sondern vermutlich auch 90% der Maintour Spieler nur träumen.

Was trainierst Du am liebsten?

Offene Bilder mit 15 Roten

Was trainierst Du ungern?

Line Up

In welchen Bereichen hast Du Dich in diesem Jahr am meisten weiterentwickelt?

Ich denke, dass ich in der ersten Jahreshälfte einen riesen Sprung im Safebereich gemacht habe, gerade da wir das im Kadertraining noch einmal lange und differenziert besprochen und trainiert haben.

In der zweiten Jahreshälfte habe ich mich viel mehr um mein Offensivspiel gekümmert, sodass ich die Chancen besser nutzen kann, die mir die guten Safeties bringen.

Insgesamt bin ich vor allem durch die Arbeit mit Ulrike Schulte-Oversohl deutlich stabiler in Matches geworden und kann gerade in letzter Zeit ganz gut mit dem (oftmals auch eigenen) Erwartungsdruck umgehen.

Nun ist hier die Halbzeit des Interviews und wer mag, kann sich mit dem Drückglück Casino Bonus eine Auszeit gönnen oder direkt weiterlesen.

Was macht einen erfolgreichen Snookerpro am Tisch aus?

Ich denke erst einmal die Kompetenz aus dem Training die Weiße zu kontrollieren und kaum einen Ball zu verschießen. Abseits davon sind es natürlich Felder wie Motivation, Stabilität unter Druck, Kampfkraft und -Lust sowie die Kunst den Sport als „alltägliche Arbeit“ zu betrachten ohne dabei abzustumpfen.

Wo steht der deutsche Snookersport?

Ich denke gar nicht so schlecht. Dank Rolf Kalb haben wir eine großes Publikum und viele Leute, die sich erst einmal für den Sport interessieren. Außerdem bin ich auch erst durch Eurosport und die Übertragungen von Rolf Kalb auf den Sport aufmerksam geworden, daher ist das schon einmal ein wichtiger Punkt.

Als nächstes haben wir mit Lukas nun endlich wieder einen Profi auf der Maintour, der ja auch schon mit einem Sieg gegen Robertson gezeigt hat, was in ihm steckt.

Potential besteht auf jeden Fall in der Jugendarbeit und in der Begleitung der Sportler bei (internationalen) Wettkämpfen. Ich denke, dass es gerade im Jugendbereich Pflicht sein müsste, dass ein guter Trainer – am besten der vertraute Jugendtrainer aus den Lehrgängen – die Sportler auf die internationalen Events begleitet, unterstützt und sie so auch nach dem Turnier viel zielgerichteter fördern kann. Dazu muss der Verband aber Gelder und eine dementsprechende Struktur zur Verfügung stellen.

Du bist recht oft in Sheffield. Was ist da anders als in Deutschland?

Puh – Gute Frage. Also augenscheinlich anders ist dort: Es sind viele Profis auf 11 nahezu identischen Star Tischen mit Tischheizung, professioneller Beleuchtung und Klimaanlage. Außerdem ist immer ein Trainer vor Ort. Das gibt es in Deutschland so nicht und wäre natürlich traumhaft.
Aber es gibt auch Dinge, die mich sehr überrascht haben:

  • Sehr viele „faule“ Profis und Amateure, die in einen Alltagstrott reingefallen sind und nicht wirklich den Biss ausstrahlen, den man von (angehenden) Spitzensportlern erwartet
  • Kein Gemeinschaftsgefühl - anders als in vielen deutschen Clubs
  • Vereinsamung: Oftmals sind gerade chinesische Spieler 9 Monate am Stück dort in Sheffield ohne gute Sprachkenntnisse und ohne Freunde und Familie von Zuhause. Das fällt vielen jungen Spielern verständlicherweise wirklich schwer.

Was fehlt in Deutschland für die Optimierung in der Breite und Spitze?

  • Ein Leistungszentrum mit dem Bundestrainer vor Ort mit 4 – 8 Star Tischen und einem guten Netzwerk, sodass immer wieder gute Profis dort zum Spielen sind.
  • Eine bessere Ausbildung der Jugendlichen in Sachen Technik und Kopfeinstellung in den Vereinen.
  • Eine Veränderung der Kaderlehrgänge, sodass man einmal im Jahr einen Exkurs nach England macht und sich dort die Profis zum Spielen greift und dies nachher gemeinsam analysiert.

Sind die Vereine gut aufgestellt in Deutschland?

Ich denke es fehlt in vielen Vereinen der große Wunsch gute Spieler selbst auszubilden. Dazu müsste man schon früh Jugendliche in die Vereine holen (z.B. durch Schul Ag’s) und diese dann ausbilden. Dazu fehlen aber oftmals die motivierten Trainer in den Vereinen, die das langfristig durchziehen.

In welchen Ländern hast Du schon Snooker gespielt?

Ägypten, Albanien, Belgien, Bulgarien, China, Gibraltar, Großbritannien, Katar, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, Tschechische Republik, Zypern

Wie sieht Dein Trainingsraum aus?

Meinen Trainingsraum habe ich auf dem Foto mal dargestellt.

Was würdest Du mit 100.000 Euro machen, die Du für die Snookerszene Deutschland einsetzen müsstest?

Ein Leistungszentrum mit 8 Star Tischen, Klima und Anliegerwohnung in der Mitte von Deutschland bauen.

Du bist ja auch an der Uni. Was hast Du schon in der Tasche und was kommt noch?

Ich habe seit 2016 meinen Bachelor in Elektro- und Informationstechnik in der Tasche. Nun beginne ich zum Wintersemester den Master, der noch etwas 2,5 Jahre dauert.

Würdest Du alles auf die Karte „Existenz als Snookerprofi“ setzen?

Da muss schon vieles passen. Ich denke, wenn ich mich während des Masters qualifiziere, würde ich es auf jeden Fall versuchen. Wenn ich erst einmal aus der Uni raus bin, muss ich darüber neu nachdenken.

Würde aus Deiner Sicht ein Umzug nach England Vorteile bringen?

Ja, da man näher an den Profis ist und auch kürzere Wege zu den Qualifikationen hat.
Da ich aber mit einem Direktflug aus Hannover sehr schnell und günstig in England bin und gute Trainingsbedingungen Zuhause habe, würde für mich ein Umzug nach England nicht infrage kommen.

Welche Spieler begeistern Dich aus den jüngeren Generation auf der Maintour?

Aus deutscher Sicht natürlich Lukas Kleckers und Alexander Ursenbacher. Jedoch bin ich auch sehr beeindruckt von Zhou Yuelong, der hat eine riesen Entwicklung gemacht und spielt ein sehr erwachsenes Spiel mit 19 Jahren.

Was machen die Chinesen anders als die Engländer?

Schwer zu sagen, da man leider selten hinter die Kulissen schauen kann und nie wirklich weiß, wie hart sie in den Akademien in China als Kinder und Jugendliche trainiert haben. Jedoch kommen die Spieler immer mit einer überragenden Technikausbildung, sehr gutem Lochspiel und vor allem einem guten Wissen über den Lauf der Weißen nach Sheffield. Das ist schon beeindruckend und einzigartig.

Wird ein Chinese in den nächsten 5-10 Jahren Weltmeister?

Ja.

Was empfiehlst Du jüngeren Spielern, die jetzt gerade anfangen?

Habt Spaß am Spiel, sucht euch einen erfahrenen Spieler, der euch unterstützen möchte, guckt viel Snooker und macht viel konzentriertes Einzeltraining.

Wie bekommt der deutsche Snookersport am besten Nachwuchs.

Durch Fernsehpräsenz junger deutscher Spieler und Vereinen, die auf die Jugendlichen in den Schulen zu gehen und sie für den Sport begeistern.

Gelesen 2300 mal Letzte Änderung am Montag, 16 Oktober 2017 12:53

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