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Mittwoch, 18 Januar 2023 20:23

Snooker-Wettbetrug: Die Anklagen stehen

Die World Pool Billard and Snooker Association (WPBSA) hat am Mittwoch, den 18. Januar, ein Statement veröffentlicht, das die Anklagepunkte der  zehn wegen des Verdachts auf Wettbetrug gesperrten Spieler benennt. Die Anhörungen vor einem unabhängigen  Schiedsgericht sowie dessen Urteile sollen im Februar und März erfolgen.

Liang Wenbo, English Open Champion von 2016 und zweifacher Team-Weltmeister als Partner von Ding Junhui, wird vorgeworfen, er habe eigene Spiele manipuliert sowie weitere Spieler zur Manipulation angehalten. Außerdem habe er die Ermittlungen behindert und jegliche Kooperation mit der WPBSA verweigert.

Li Hang, Finalist der Asian Players Tour Championship 2012, wird annähernd derselbe Katalog an Verfehlungen vorgeworfen wie Liang Wenbo. Darüber hinaus habe er Wetten auf Snooker-Matches platziert.

Lu Ning, Finalist der Championship League 2022, soll mindestens ein Spiel verschoben und einen weiteren Spieler angesprochen haben, ein Match zu manipulieren. Zudem sei er in weitere Fälle verwickelt. Auch er habe die Ermittlungen behindert und generell auf Snooker gewettet.

Yan Bingtao, Masters-Sieger von 2021 und Riga-Masters-Champion 2019, wird der mehrfachen Spielmanipulation sowie des Wettens auf Snooker-Matches verdächtigt.

Zhao Xintong, UK Champion 2021 und German-Masters-Champion 2022, wird die Beteiligung an Spielmanipulationen sowie diverser Wetteinsätze vorgeworfen.

Zhang Jiankang, chinesischer U21-Champion 2014, wird der Manipulation eines Matchs beschuldigt. Zudem habe er es versäumt, der WPBSA zu melden, als er angegangen wurde, Spiele zu verschieben und Wetteinsätze zu platzieren.

Chen Zifan, chinesischer Jugendmeister 2013, werden mehrere manipulierte Spiele zur Last gelegt, Chang Bingyu (ISBF Snooker-Amateurweltmeister 2018) und Zhao Jianbo (ehemalige Nummer 73 der World Snooker Tour) jeweils ein Spiel, Bai Langning (ehemalige Nummer 94 der World Snooker Tour) die Verwicklung in ein verschobenes Spiel.

Im Interview mit ITV betonte Jason Ferguson, Ex-Profi und Vorsitzender der WPBSA, das Verfahren werde transparent gehalten, um weiteren Schaden vom Snookersport abzuwenden. Auch das Verhältnis zum chinesischen Verband, der die Untersuchungen unterstützt hat, sei weiterhin positiv.

  

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