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Snooker: Von Briten, Männern und roten Kugeln

Snooker wird gerne mal mit Poolbillard verwechselt. Das ist zwar kein Weltuntergang, aber dem möchten wir trotzdem gerne Einhalt gebieten. Was ist eigentlich Snooker und auf welchen Regeln basiert dieser Sport?

Snooker: Von Briten, Männern und roten Kugeln

Snooker wird gerne mal mit Poolbillard verwechselt. Das ist zwar kein Weltuntergang, aber dem möchten wir trotzdem gerne Einhalt gebieten. Was ist eigentlich Snooker und auf welchen Regeln basiert dieser Sport?

Snooker ist in der Tat eine Variation von Billard. Beim Poolbillard gibt es 15 verschiedenfarbige Kugeln und einen Spielball, welcher als weiße Kugel bekannt ist. Snooker funktioniert ein wenig anders. Hier gibt es 15 rote Bälle und 6 weitere Bälle in verschiedenen Farben. Die 15 roten Bälle sind jeweils 1 Punkt wert, für einen gelben Ball gibt es 2 Zähler, grün verhilft zu 3 Punkten, das braune Exemplar entspricht 4 Punkten und der blaue Ball 5 Punkten. Für den pinken Ball gibt es 6 Punkte und am wertvollsten ist der schwarze Ball mit 7 Punkten. 

Sofern noch rote Kugeln auf dem Tisch liegen, müssen die Spieler immer zuerst eine rote Kugel anspielen. Erst wenn sie eine rote Kugel eingelocht haben, können sie eine der anderen Farben anspielen. Rote Kugeln bleiben nach dem Einlochen in den Taschen, andere Farben werden wieder aus den Taschen geholt. Wenn alle roten Kugeln eingelocht sind, so müssen die farbigen Kugeln nach aufsteigendem Zahlenwert eingelocht werden. Hier bleiben die Kugeln in der Tasche, sofern sie nicht zu früh eingelocht wurden.

 Fouls werden beim Snooker mit mindestens 4 Punkten für den Gegner geahndet. Wenn eine falsche Kugel angespielt wurde und ihr Wert über 4 liegt, so wird dem Gegner der Wert dieser Kugel gutgeschrieben. Auch beim Snooker fungiert die weiße Kugel als die einzige Kugel, welche direkt vom Queue berührt werden darf. Darüber hinaus sind die Snookertische größer und die Kugeln kleiner als beim Poolbillard. Ziel des Spieles ist es, so viele Punkte wie möglich pro Spiel zu erzielen; letztere heißen im Snooker übrigens Frame. Wer mehr Frames für sich entscheiden kann gewinnt.

Zu Anfang klingt Snooker vielleicht kompliziert, jedoch lernt man die Sportart ganz gut, in dem man sie einfach selber spielt. Dies kann man aktiv in Spiel- und Billardhallen, aber auch in Clubs und Snookercafes tun. Außerdem gibt es Snookerspiele für Konsolen und Online, sodass man die Regeln ganz leicht von Zuhause aus lernen kann, bevor man sich an den Snookertisch wagt. Oder man probiert seine Geschicklichkeit und sein strategisches Denken im Snooker in einem ganz anderen Stil aus, wie zum Beispiel am Top Spin Snooker Slot von 888casino.

Es gibt einige sehr bekannte Turniere im Snooker, wie beispielsweise die German Masters (ehemals bekannt als “German Open”), welche im Februar diesen Jahres im Berliner Tempodrom stattfanden. Diese sind so beliebt, dass sie sogar von Eurosport übertragen wurden. Der diesjährige Titel ging an Anthony Hamilton, welcher das Finale gegen Allister Carter mit 9:6 für sich entschied. Ironischerweise sind die meisten Gewinner Engländer. Falls Sie also noch einen kühnen Plan suchen und einige Zeit für Snooker haben, könnte der Gewinn der German Masters im Snooker ein lohnenswertes Ziel sein. Dem Gewinner des Turniers winken 80.000 Euro Preisgeld. Diese Summe alleine wäre schon ein herausragendes Jahresgehalt für die meisten Bundesbürger.

Einer, der sich den Traum vom Profi-Snookerspieler schon erfüllt hat und zu einer Legende dieser Sportart zählt, ist beispielsweise Ronnie O’Sullivan, welcher bereits das Offizierskreuz des British Empires erhielt. Darüber hinaus gewann er bis dato 7x die Masters (darunter 2012 die German Masters, sowie 1996 bereits die German Open) und 5x die Weltmeisterschaft. Aufgrund seines schnellen Spiels trägt er den Spitznamen “The Rocket.”

Genauso bekannt sind Mark Selby und Stephen Hendry. Mark Selby gewann 2015 die German Masters und 2x den Weltmeistertitel. Vor seiner Snookerkarriere spielte er bereits Blackball, wo er ebenfalls eine Weltmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Bei den UK Championships 2016 konnte er Ronnie O’Sullivan nach einer spannenden Partie mit 10:7 besiegen.

Stephen Hendry ist ein Schotte, welcher seine Profikarriere im Snooker bereits beendet hat. Dennoch gehört er zu den erfolgreichsten Spielern der Snookergeschichte und hat in seiner Karriere über 8 Millionen Pfund an Preisgeldern erspielt. Henry führte 7 Jahre lang die Weltrangliste an, trat aber 2012 von der Snookerweltbühne zurück.

Stuart Bingham sollte ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Er spielt schon seit über 20 Jahren professionell Snooker und kam beim World Grand Prix des letzten Jahres bis ins Finale, welches er gegen Shaun Murphy verlor. Ein interessanter Nachwuchsspieler ist Judd Trump. Auch wenn der Brite nicht mit dem aktuellen US-Präsidenten verwandt ist, so weiß er dennoch, wie man sich erfolgreich auf internationalem Boden bewegt. Im Oktober 2016 konnte er beispielsweise die European Masters 2016 für sich entscheiden. Bis dato ist Snooker eine sehr männerdominierte Sportart. Es gibt dennoch einige Frauen, welche sich einen Ruf erarbeiten, wie die deutsche Diana Schuler. Wir können also gespannt sein, ob sich in Zukunft noch mehr Frauen für die Sportart interessieren werden.

Vom 15.4 bis zum 1.5. wird im Crucible Theater (welches sich im britischen Sheffield befindet) die nächste Snooker World Championship ausgetragen. O’Sullivan, Selby und Trump werden sehr wahrscheinlich ebenfalls mitspielen. Wer wird dieses Jahr den Titel holen? Wir freuen uns wieder auf ein mitreißendes Turnier!



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