Snookermania logo 600

Donnerstag, 13 April 2023 09:34

Snooker-WM-Qualifikation 2023: Bittere und freudige Momente

Snooker-WM-Qualifikation 2023: Bittere und freudige Momente worldsnooker

Zwei Entscheidungen der Qualifikation haben bittere Folgen: Andrew Higginson hat es nicht geschafft, sein Main-Tour-Ticket zurückzuerobern, und Mark Davis verliert nach 32 Jahren seinen Profi-Status. Echte Sorgen machen muss man sich allerdings um Scott Donaldson, der sein Match gegen Ryan Day noch vor der ersten Mid Session aufgeben musste.

Ryan Day – Scott Donaldson 10:0

Das Ergebnis ist rein technischer Natur. Beim Stand von 0:4 ging es für Scott nicht weiter. Auch Ryan nahm der Moment sichtbar mit. Nach fünf beschwerdefreien Monaten kam ein permanenter Tremor in Scotts linkem Bein zurück, der es dem Schotten unmöglich machte, am Tisch zu stehen. Ryan hatte das Match mit einer 146 begonnen und somit Thepchaiya Un-Noohs 145 als höchstes Turnierbreak überboten.

Joe Perry – Mark Davis 10:9

Mit einem dramatischen Finish auf die letzte Kugel endete der Decider der beiden eng befreundeten Gentlemen. Mark Davis hätte gewinnen müssen, um seine Profilizenz zu halten, verschoss jedoch Pink um Haaresbreite. Der Ball blieb in einer Ecktasche liegen, und Perry lochte Schwarz diagonal von der Bande weg in die gelbe Ecke. Davis kämpfte sich nach 1:5-Rückstand auf 6:6 zurück und lag sogar mit 9:8 in Führung. Selbst für Perry besaß der Moment seines Siegs eine bittere Note.

Pang Junxu – Xu Si 10:5

Bis zum 4:4 war es ein vollkommen ausgeglichenes Match, dann zog Pang überaus entspannt sein Spiel durch. Der Aufsteiger der Saison krönt ein starkes Frühjahr mit seiner ersten WM-Endrunde: In Berlin stand er unter den letzten Acht, bei den Welsh Open im Halbfinale, und zuletzt erreichte er das Endspiel des WST Classic gegen Mark Selby. Dem Gesetz der Serie nach müsste jetzt der WM-Titel folgen …

Dave Gilbert – Matthew Stevens 10:7

Große Klasse auf beiden Seiten mit einem ständigen Hin und Her. Dave spielte neun Breaks über 50, darunter drei Centuries mit einer 115 im letzten Frame, Matthew steuerte sieben Aufnahmen über 50 inklusive einer 117 bei.

Hossein Vafaei – Jackson Page 10:6

Ein höchst unterhaltsames Match mit starken, flüssig herausgespielten Breaks auf beiden Seiten. Hossein Vafaei wirkt von Saison zu Saison selbstsicherer. In dieser Form ist er auf dem besten Weg in die Top 16. Das Match beendete er mit seinem siebten hohen Break, einer 115.

Jimmy Robertson – Anthony Hamilton 10:2

Souveräner Sieg von Robertson, nicht nur in Zahlen. Entscheidend war Frame vier, als Jimmy schon einen Snooker hinten lag, aber noch das 3:1 schaffte. Der German-Masters-Champion von 2016 kam noch auf 2:4 heran, dann holte Robertson sechs Frames in Folge. Es wird sein fünfter Auftritt in Sheffield sein. Er hofft dort auf seinen ersten Erfolg.

Elliot Slessor – Zhou Yuelong 10:5

Außenseitersieg mit Ausrufezeichen. Zhou, Finalist der Northern Ireland Open 2022, kam erst richtig ins Spiel, als es schon 2:9 stand. Sieben Breaks über 50, darunter zwei Centuries bescherten Elliot seinen zweiten Einzug ins Crucible Theatre. Seinen ersten konnte er 2020 nicht recht genießen, denn ohne Zuschauer und Atmosphäre unterlag er 7:10 gegen Yan Bingtao.

David Grace – Andrew Higginson 10:6

Der sanfte Riese aus Leeds spielte ein schnörkelloses Match und zog verdient zum zweiten Mal nach 2017 in die WM-Endrunde ein. Schon mit dem 10:8-Erstrundensieg gegen Sean O‘Sullivan hatte er sich das Main-Tour-Ticket für weitere zwei Jahre gesichert. Higginson wird erneut die harte Q-School-Tour angehen müssen, um in den Profibereich zurückzukehren.

Text: Matthias Breusch

http://satz-ball.de/Lesestoff/Snookermania/

 

 

Gelesen 8025 mal

Für ältere Artikel nutzen Sie bitte unser Archiv oder die Suchfunktion

snookertraining de

135 50 2010 15reds evolution animation shot pos2mcbillard pocketsniper

stakers 11