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Freitag, 02 März 2012 08:53

Hainan World Open: Century-Festival im Achtelfinale

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Mit gleich 13 Centuries brannten die Spieler am Achtelfinaltag des World Open auf Hainan ein wahres Feuerwerk ab.
 Fünf Breaks von mehr als 100 Punkten steuerten dabei alleine Stephen Lee und Neil Robertson beim 5:2-Erfolg des Engländers bei. Robertson hatte mit einer 106 das Match eröffnet.

Nach dem Ausgleich aber ließ Lee mit einer 138 das neue höchste Break des Turnieres und eine 109 folgen. Lediglich der fünfte Frame entwickelte sich zäh. Knapp 38 Minuten dauerte er, ehe Lee seine Führung auf 4:1 ausgebaut hatte. Robertson jedoch meldete sich mit einer 136 eindrucksvoll zurück, ehe Lee mit einer 120 den Sieg perfekt machte.

Beim 5:4 von Mark Allen über Judd Trump glänzten beide Spieler phasenweise mit ihrem mitreißenden Spiel; insgesamt vier Century-Breaks sind ein Beleg dafür. Beide erlaubten sich aber auch grobe Fehler. Entscheidend war am Ende die mentale Stärke. Da hatte Trump zunächst Vorteile, der den ersten Frame auf Schwarz gewann und dann mit einem Top-Break von 104 Punkten mit 3:0 in Führung ging.

Higgins mit konzentrierter Leistung

Mit einer 101 leitete Allen aber die Wende ein. Als er nach Wiederbeginn zum 2:3 aufgeschlossen hatte schaffte der Nordire in Frame sechs auch ein Break von 66, vergab jedoch den Frameball. Als Trump daraufhin nach Rot den schwarzen Ball verschoss haute er wütend die Bälle über den Tisch und gab so einen vielsagenden Einblick in sein Seelenleben. Mit einer 100 zur erstmaligen Führung nutzte Allen dies aus. Zwar schaffte Trump noch einmal den Ausgleich, aber im Entscheidungsframe machte Allen aus seiner ersten Chance ein weiteres Break von genau 100 Punkten.

Seine stärkste und konstanteste Leistung seit langem zeigte John Higgins beim 5:0 über Jamie Cope, dem es wieder an Präzision mangelte; der Engländer leidet unter einem unkontrollierbaren Zittern beim Stoß. Im ersten Frame gelang Cope noch eine 42, ehe Higgins von hinten kommend doch noch das 1:0 schaffte. Im restlichen Match sollte Cope aber nur noch einen einzigen Punkt holen. Higgins bewies große Konstanz, als er mit Serien von 73, 83, 50 und 133 Punkten zum Sieg stürmte.

Selby mit Luft nach oben

Mark Selby steigerte sich beim 5:3 über Michael Holt zwar gegenüber der ersten Runde, ließ aber immer noch Raum nach oben; immerhin schaffte er in seinem Achtelfinale aber zwei Centuries. Mit einer 117, seinem 50. Century in dieser Saison, war der Weltranglisten-Erste gestartet.

Holt gewann zwar die nächsten beiden Frames mit Breaks von 73 und 72 Punkten, doch eine 109 brachte Selby das 2:2 zur Pause. Nach Wiederbeginn wurde der Rhythmus zerfahrener. Holt ging noch einmal mit 3:2 in Führung, doch danach setzten sich das Prozentsnooker und die Matchhärte von Mark Selby durch.

Perry mit Aufholjagd

Beim 4:1 von Shaun Murphy gegen Joe Perry sah es nach einem klaren Sieg des Ex-Weltmeisters aus, aber Perry kam noch einmal auf 3:4 heran. Murphy ließ sich durch die Aufholjagd aber nicht nervös machen und erreichte mit 5:3 das Viertelfinale, wo er auf Mark Selby trifft. Mark King ist der nächste Gegner von Mark Allen. King hatte zwar gegen Tom Ford schon 3:4 hinten gelegen, glich aber aus und gewann den Entscheidungsframe mit einem einzigen Break von 80 Punkten.

Robert Milkins stoppte den überraschenden Siegeszug von Wildcard-Spieler Jin Long mit 5:2. Allerdings musste Milkins für den Sieg härter arbeiten, als es das Ergebnis vermuten lässt. Zur Pause hatte der Engländer mit 3:1 geführt, doch nach Wiederbeginn verkürzte Jin mit einer 66 auf 2:3. Eine 106 verschaffte Milkins dann aber wieder Luft und er ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Im Marathon-Match des Tages setzte sich Graeme Dott mit 5:3 gegen Marcus Campbell durch. Campbell hatte im rein schottischen Duell noch mit 3:2 geführt, ehe sich der "Pocket Dynamo" drei Frames in Folge erkämpfte.


TV-Tipp:

Verfolgen Sie die World Open in Haikou vom 27. Februar bis 4. März täglich in ausführlichen Live-Übertragungen mit Ihrem Kommentator Rolf Kalb - und natürlich auch im Eurosport Player!
Rolf Kalb / Eurosport.yahoo.com
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Thomas Hein

Bis bald euer Thomas Hein

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