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Montag, 06 Februar 2023 17:38

Snooker German Masters 2023: Ali Carter holt die Schale

Snooker German Masters 2023: Ali Carter holt die Schale worldsnooker

Zehn Jahre nach seinem ersten Sieg im Tempodrom hat Allister Carter zum zweiten Mal die German Masters gewonnen und mit der Brandon Parker Trophy seinen ersten Titel seit den World Open 2016 geholt. Das 10:3 gegen Tom Ford beschert dem Allrounder zudem die Rückkehr in die Top 16.

Tom Ford muss auch in seinem 20. Jahr als Profi weiter auf seinen Premieren-Pokal warten. Nach Fords früher 2:0-Führung holte Carter mit nahtlosem Matchplay sechs Frames in Folge. In der Abend-Session ließ Ali nichts mehr anbrennen und sicherte sich die Siegprämie von 80.000 Pfund. Toms „Trostpreis“: 35.000 Pfund.

Der ohnehin stets extrem selbstkritische Ford bat hinterher gar das Publikum um Verzeihung für den einseitigen Spielverlauf: „Es tut mir leid, dass es heute Abend nur zu vier Frames gereicht hat und ich nicht besser gespielt habe.“

Ihm wäre sicher lieber gewesen, er hätte ähnliches anmerken können wie nach seinem Halbfinalsieg am Vorabend, als er grinsend feststellte: „Ich glaube, mich wollten hier höchstens vier Leute gewinnen sehen. Alle anderen waren Lisowski-Fans …“

Rob Milkins zaubert eine 147

Für die 2.000 Fans im Tempodrom war der Halbfinaltag fraglos das eigentliche Entertainment. Beide Matches gingen über die volle Distanz. Es fehlte nicht viel, und die beiden engen Freunde Rob Milkins und Jack Lisowski hätten das Finale bestreiten können. Speziell dem technisch eleganten Milkins blieb die Krönung seiner Top-Woche versagt. Ihm gelangen die beiden höchsten Breaks des Turniers mit einer 146 gegen Daniel Wells und einem flüssigen Maximum im Viertelfinale gegen Shoot-Out-Champion Chris Wakelin. Die 36 Bälle spielte er in nur 8:23 Minuten vom Tisch – bei einem Schnitt von 13,97 Sekunden pro Stoß.

2024 wird vieles anders

World Snooker hat auf das Fehlen vieler Spitzenspieler reagiert, die in der Qualifikation für Berlin vor Weihnachten gescheitert waren. Das Turnier wird im nächsten Jahr deutlich ausgeweitet. Statt an fünf soll an sieben Tagen gespielt werden. Aktuell konnten sich nur fünf Cracks aus den Top 16 qualifizieren. 2024 dürften statt 32 also mindestens 64 Spieler anreisen. Hinzu kommen Erstrunden-Qualifikationsmatches von Topspielern, um den Besuchern in Berlin die komplette Weltklasse zu präsentieren. 

Snooker im Hinterzimmer

Die deutliche Kritik an den weit vor den Events stattfindenden Qualifikationsturnieren im Nirgendwo ohne Publikum scheint mittlerweile bei den Verantwortlichen angekommen zu sein. Mark Allen, Nummer eins der Jahres-Weltrangliste, äußerte sich in metro.co.uk: „All diese Matches vor Streaming-Kameras in Wigan, Barnsley, Leicester, das ist übel. Holt die Leute an die Spielorte, füllt den Kalender auf und stellt statt der Qualifikationswochen neue Events zusammen. Aber die Erstrunden-Matches für die Welsh Open in Leicester auszutragen, das kann man nicht bringen.“

Text: Matthias Breusch, http://satz-ball.de/Lesestoff/Snookermania/

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