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Montag, 18 April 2011 10:17

Snooker-WM: Williams auf Nummer-1-Kurs

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Shaun Murphy, Ali Carter, Jamie Cope und Mark Williams haben das Achtelfinale erreicht. Williams wahrte damit die Chance, am Ende der WM wieder die Nummer eins in der Weltrangliste zu übernehmen.

Zum Auftakt schlug er seinen Trainingskollegen und walisischen Landsmann Ryan Day mit 10:5.

Zu Beginn der zweiten Session hatte Williams noch Probleme, in Breaks zu kommen. Zwar schaffte er im ersten Durchgang eine 55er-Clearance und baute seine Führung dadurch auf 7:3 aus, doch die nächsten beiden Durchgänge holte sich Day. Als der Druck aber immer größer zu werden drohte, lief plötzlich das Spiel von Williams. Mit Breaks von 89, 70 und 66 Punkten machte er seinem Spitznamen "Welsh Potting Machine" alle Ehre. Im letzten Durchgang versuchte Day zwar noch einmal ein Comeback, doch als Williams von Gelb bis Pink abräumte stand das Ergebnis fest.

Ali Carter setzte sich gegen Dave Harold ungefährdet mit 10:3 durch. Ganz so kurz wie erhofft wurde der Arbeitstag für Carter aber nicht. Harold nämlich, vielleicht beflügelt durch den Finaleinzug seines Vereins Stoke City im FA Cup, kämpfte in seiner typisch beharrlichen Art darum, das Ergebnis respektabler zu gestalten. Und das gelang ihm auch: Mit Breaks von 20 und 40 Punkten holte er den ersten Frame der zweiten Session und verkürzte damit auf 2:8, mit einem höchsten Break von 19 kam er gar auf 3:8 heran. Frame zwölf war dann eine sehr umkämpfte Angelegenheit. Aber Harold schaffte es nur, dem Captain auf Pink eines statt der benötigten zwei Fouls abzunehmen, so dass es 9:3 stand. In Durchgang 13 machte Carter dann mit einer 61er-Clearance bis Pink alles klar.

Campbell will nicht in die Geschichte eingehen

Marcus Campbell vermied es, als zweiter Spieler nach Eddie Charlton in die Geschichte einzugehen, der im Crucible Theatre zu Null verliert; Charlton hatte 1992 gegen John Parrott ein 0:10 kassiert. Campbell lag nach der ersten Session gegen Shaun Murphy mit 0:9 hinten, doch dank einer 62 (weitgehend mit Blau) holte der Schotte den ersten Frame von Session zwei zum 1:9. Den Weltmeister von 2005 hielt er damit aber nicht lange auf. Mit einer 61 legte Murphy in Frame elf den Grundstein und holte kurze Zeit später die noch fehlenden Punkte zum klaren 10:1, nachdem Campbell seine letzte Chance nicht nutzte.

Eher ins Achtelfinale gestolpert ist Jamie Cope. Vom "Shotgun" war bei seinem mühevollen 10:7 über Andrew Pagett nur allzu selten etwas zu sehen. Nach einem 2:4-Rückstand hatte Cope nach der ersten Session ja mit 5:4 geführt und baute an Tag zwei diese Führung mit einem Top-Break von 53 auf 7:4 aus. Zwar verkürzte der walisische WM-Debütant in Durchgang zwölf, aber nachdem Cope Frame 13 auf eine "re-spotted black" gewonnen hatte und anschließend auf 9:5 erhöhte, schien er auf dem Weg zu einem klaren Sieg zu sein. Aber das Spiel von Cope zwar nicht zwingend genug und er brauchte zu viele Chancen. So kämpfte sich Pagett wieder auf 7:9 heran und hätte durchaus sogar weiter verkürzen können. In Frame 17 aber verschoss er Pink und Cope holte sich das Match mit Pink lang plus Schwarz.

Rekord-Weltmeister unter Druck

Stephen Hendry führt nach der ersten Session seiner Begegnung gegen Joe Perry mit 6:3. Der Rekord-Weltmeister steht in diesem Match unter Druck: Er muss unbedingt gewinnen, um nicht nach 24 Jahren aus den Top 16 der Weltrangliste herauszufallen. Zwar streute der Schotte erneut einige leichte Fehler ein, ließ aber phasenweise auch wieder seine Klasse aufblitzen. Zwei Century-Breaks von 133 und 117 Punkten sowie vier weitere Fünziger-Breaks sind der Beleg dafür. Bis zum 3:3 war es immer knapp, aber dann holte sich Hendry die letzten drei Frames der Session.

Mit einem Bein im Achtelfinale steht bereits Ding Junhui. Der Masters-Champion aus China führt nach der ersten Session gegen Jamie Burnett klar mit 8:1. Zwei Century-Breaks von 128 und 117 Punkten sowie eine Reihe weiterer mittlerer Breaks unterstrichen Dings Konstanz. Die Chance, seinen ersten Frame zu holen, hatte Burnett in Frame fünf, doch nach einem 51er-Break des Schotten hatte Ding da noch mit einer 45er-Clearance auf 5:0 erhöht. Die Höchststrafe vermied Burnett in Frame acht, als er dank Serien von 45 und 26 Punkten zwischenzeitlich auf 1:7 verkürzte.

TV-Tipp:

Wer holt sich die Snooker-Krone im Crucible Theater? Eurosport überträgt vom 16. April bis zum Finale am 2. Mai live und ausführlich von der WM aus Sheffield.

Rolf Kalb
http://de.eurosport.yahoo.com
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Thomas Hein

Bis bald euer Thomas Hein

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