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Donnerstag, 05 März 2015 14:45

Snooker Sponsor KSS im Interview

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Interessante Einblicke in das Seelenleben und die Beweggründe von Sponsoren, die sich im Snookersport engagieren.

 

Sanjiin Kusan ist nicht nur seit vielen Jahren begeisterter Snookerspieler, sondern auch als Sponsor mit seinen Geschäftspartnern aktiv.

 

Du ermöglichst mit Deinen Partnern durch finanzielle Unterstützung jungen Snookerspielern neue Möglichkeiten. Was genau unterstützt ihr und welche Spieler sind in eurem Team?

Ich bin seit ca. 25 Jahren im Showbusiness tätig. Zuerst war ich 5-6 Jahre für einen Musik Produzenten und International agierenden Manager unterwegs, und durfte da schon an der Organisation von Konzerten und Teilnahme von Künstlern an Fernsehshows mitwirken. Die aufwendige Promotion von Künstlern und Bands war ein wesentlicher Teil der Arbeit. Damals hatte ich schon sehr viele Berührungspunkte mit Ton- und Video Technik. Was mich auch dazu bewegt hat, in den Technischen Bereich von Veranstaltungen zu wechseln und die KSS Event e.K. zu gründen. Ich bin bis heute in meinem Beruf stark mit der neuesten Medientechnik verbunden und fühle mich dort sehr gut aufgehoben.

Seit 2008 bin ich an Snooker Veranstaltungen mit Pros beteiligt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mit Partnern fast alle Exhibition sowie auch PTCs und World Series of Snooker Veranstaltungen in Deutschland sowie einigen EU Ländern geplant und durchgeführt. Oder vorhandene Sets soweit optimiert, dass sie funktionieren.

Durch meinen Einstieg wurde professionelle Veranstaltungstechnik benutzt, ein Labelname als Promotionplattform eingeführt, erste Verträge mit Eventim gemacht um den Ticketverkauf in eine akzeptable Form zu bringen. Und das herausgeben von Pressemitteilungen wurde zum Standard.

Ich durfte auch übergangsweise bei Eurosport als Co-Kommentator aushelfen.

2013 konnte ich die Fracht (Malta) AG als Sponsor in die Pro-Snooker Szene einführen. Unser erstes gemeinsames Projekt war die Snooker Legends Exhibiton in Hamm Mai 2014, mit Steve Davis und Jimmy White. Die zwischen KSS und Fracht vereinbarten Punkte liefen alle samt reibungslos ab, und einer weiteren Zusammenarbeit in der Snooker Szene, und darüber hinaus, stand nichts mehr im Wege.

Mit meiner Erfahrung in dem Event sowie auch der Snooker Szene, den Möglichkeiten der Fracht finanzielle Unterstützung zu generieren, sind wir eine Art Tag Team. Wobei die letzte Entscheidung wohin Investiert wird immer bei mir liegt.

Wir versuchen stets nachhaltig und effektiv zu arbeiten. Ein wichtiger Faktor in jeder Sportart ist die Ausbildung und Unterstützung der Jungsportler. Die ja die Zukunft jeder Sportart darstellen. Ich war mit meinem Unternehmen an vielen finanziell erfolgreichen Snookerveranstaltungen beteiligt. Ich sehe es als meine Pflicht und Logischen Zug für die Zukunft, Jungspieler in Deutschland mit meinen Möglichkeiten zu unterstützen. Weitsichtiges verhalten ist in der Snooker Promoter Szene sicherlich noch ausbaufähig, aber es braucht immer Vorreiter wie mich um etwas zu bewegen.

Du selbst bist ein erfahrener Snookersportler und durch Deine Exhibition auch Kenner der Profiszene. Was benötigen jungen Talente aus Deiner Sicht um durchzustarten?

Snooker spiele ich seit 1995 glaub ich, verdammt lang her. Damals in Mike Hensons „Breakers“ in München fing meine Liebe zu diesem Sport an, und hält bis heute. Ich habe selbst unzählige Stunden am Tisch verbracht. Alleine, mit Gegner, oder auf zig Turnieren. Seit 2000 bin ich durchgehend in der 1/2 Bundesliga für den 1. Münchner Snooker Club aufgestellt. Momentan Spiele ich etwas weniger. Berufliche und vor allem Familiäre Verpflichtungen gehen einfach vor.

Durch meine Beteiligung an Snookerveranstaltungen, konnte ich viele der Pros besser kennen lernen.

Einen interessanten Einblick in den Alltag eines Berufs Snooker Spielers habe ich durch Gespräche mit Spielern wie z.B. Steve Davis oder John Higgins bekommen. Jeder der heute erfolgreichen Snooker Spieler hat extrem viel Zeit ins Training und Matchplay investiert. Unzählige finanzielle und mentale Hürden gemeistert. Coachingstunden genommen, Rückschläge verdaut und vieles mehr.

Die Jungen Spieler können den Umfang des Unterfangens „Snooker Professional“ eigentlich nicht erfassen, und das ist auch gut so. Sonst würde ein Großteil der Snookeryoungsters schon frühzeitig die Segel streichen, und die Zukunft des Snooker Sports währe ganz schön duster.

Enorm wichtig für die Jungen Spieler ist die Mentale Einstellung zu diesem Sport. Man muss sich so gut wie jeden Tag selbst motivieren an den Tisch zu gehen um zu Üben. Sich was von Trainern sagen lassen um das dann umzusetzen. Versuchen bei den Pros was abzuschauen und unzählige Turniere Mitspielen. Die meiste Zeit am Tisch wird es niemanden geben der einen antreibt, motiviert oder sogar rügt wenn man zu nachlässig Trainiert. Das alles muss man mit sich selbst ausmachen. Dabei die Motivation dauerhaft zu halten ist sehr schwer und einer der Mentalen Aspekte die man meistern muss, auf dem Weg zum Snooker Pro.

Betreut ihr die Sportler auch durch außerhalb von finanziellen Zuwendung in der Persönlichkeitsentwicklung?

Mit der professionellen Betreuung/Unterstützung von Snooker Sportlern fangen wir gerade erst an.

Grundsätzlich wissen wir genau was zu tun ist, ich selbst habe eine Ausbildung im mentalen Bereich über den Kampsport erfahren dürfen.

Vor meiner Snookerleidenschaft war ich fast 10 Jahre lang im Kampfsport unterwegs, und kenne die Asiatische sichtweise auf Körper und Geist.

Meine zweite quelle ist ein Dr. der Psychologie und Ökonimie aus Zagreb, mit dem ich mittlerweile sehr gut befreundet bin. Wir haben nächtelang über psychologie im Snookersport und im allgemeinen gechattet. Er hat selbst einen Snookerclub in Zagreb eröffnet, mit fast 100 mitgliedern, was für mich eine unglaubliche leistung darstellt.

Das in eine Sportler Karriere erstmals auch Finanziell investiert werden muss, ist mit Sicherheit bei allen Sportarten nötig. Das zu bewerkstelligen ist eine Aufgabe die unseren Part darstellt.

Allein die finanzielle Unterstützung hat schon mentale Auswirkungen. Anfängliche Euphorie und erhöhtes Selbstvertrauen kann sich dadurch schon entwickeln. Wichtig ist es den Spielern keinen unnötigen Druck zu geben, und Organisatorische Dinge abzunehmen. Im Idealfall bekommt ein Spieler sein Flugticket aufs Handy, wird vom Flughafen ins Hotel gebracht, Zimmer schon entsprechend reserviert/bezahlt und muss sich um nichts kümmern außer mit möglichst freiem Kopf gute Leistungen am Tisch abzurufen.

Bei einer engeren Zusammenarbeit sind viele persönliche Gespräche wichtig. Aufbau des Selbstvertrauens ist sicherlich der wichtigste mentale Faktor. Wenn es mit Geldverdienen losgehen sollte, muss ein nachhaltiges Geldmanagement vermittelt werden.

Den technischen Part zur erfolgreichen Entwicklung der Sportler müssen Snooker Trainer übernehmen. Der Spieler muss dann selbst am Tisch stehen um sich zu verbessern, das kann ihm keiner abnehmen.

Auf welchen Events 2015 liegt euer Hauptaugenmerk und geht euer Engagement über 2015 hinaus?

Momentan gilt unser Augenmerk der U21 Snooker Europameisterschaft auf Malta.

Glücklicherweise hat die Fracht AG ein Büro unter anderem auch auf Malta.

Mein Promoter Herz ging sofort auf Anschlag als ich von dem Insel Turnier erfuhr. Die vielfältigen lokalen und internationalen PR Aktionen für die Fracht (Malta) AG in Verbindung mit Jungen Teilnehmern der Snooker EM habe ich sofort im Voraus gesehen. Sofortige Verhandlungen mit der Fracht wurden mit Erfolg aufgenommen. Innerhalb kürzester Zeit konnte ich dem Jugendsportwart der DBU/DBJ Michael Heeger ein positives Ergebniss mitteilen.

Wir werden 2 Jugendspielern aus Deutschland, die im Januar durch ein Qualifikationsturnier ermittelt werden. Die Teilnahme an der EM auf Malta, durch die Übernahme aller damit verbundenen Reise-, Übernachtungskosten und Startgelder ermöglichen. Es sind auch weitere goodies für alle 4 Teilnehmer aus Deutschland während der EM geplant. Aber dazu mehr in entsprechenden Pressemitteilungen sobald der Event näher rückt.

Ein Telefongespräch mit Lukas Kleckers gab es schon. Lukas hat angedeutet, dass sich für Ihn gerade an mehreren Stellen um Unterstützung bemüht wird. Er wird dieses erst klären wollen bevor es zu evtl. konkreten Verhandlungen mit KSS kommt.

Durch diese U21 EM hat sich zusätzlich eine Zusammenarbeit mit dem jungen Snooker Talent Brian Cini aus Malta ergeben. Seine Teilnahme beim ET5 in Lissabon und ET6 in Gdynia haben wir ihm bereits ermöglicht. Brian wird auch bei der U21 EM auf Malta Teilnehmen, und ein Teil der PR Aktionen sein.

Grundsätzlich werden wir immer versuchen in die „Zukunft“ zu investieren. Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiger Faktor! Das versuchen wir auch all unseren „Klienten“ zu vermitteln.

Für den „Deutschland spielt Snooker“ Tag haben wir evtl. auch eine kleine Aktion vorbereitet.

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Thomas Hein

Bis bald euer Thomas Hein

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