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Dienstag, 04 Mai 2010 19:13

Neuigkeiten im Wettskandal um John Higgins und Pat Mooney

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Auf der Webseite von Sportingintelligence wurden heute erstaunliche Details zur Wettaffäre bekannt, die derzeit die Snookerwelt in ihren Grundfesten erschüttert:

Nick Harris, Autor des ausführlichen Artikels, verrät, wie es zu dem Treffen im Hotel zwischen John, seinem Manager und den beiden angeblichen Investoren, Jaruslav und Nikail, kam:

Der ermittelnde Reporter der News of the World (im Weiteren: NotW), Mazher Mahmood, leierte die „Untersuchung“ von John und seinem Manager an, nachdem ihm ein Insider der Snookerszene zugetragen hatte, dass er sich sorgen mache, dass John Higgins und Patrick Mooney in illegale Match – Absprachen verstrickt sein könnten. http://en.wikipedia.org/wiki/Mazher_Mahmood

Der Reporter legte sich für die Ermittlungen eine Schein – Identität mit dem Namen Marcus D’Souza zu. Unter diesem Namen kontaktierte er Patrick Mooney und gab an, für die Firma „Alfa Equity“ zu arbeiten, eine Tochterfirma der tatsächlich existierenden Alfa Bank. Er behauptete Mooney gegenüber, dass die Alpha Equity daran interessiert sei, eine Reihe von Snooker Turnieren zu finanzieren. Mahmood/ D’Souza richetet zur Steigerung der Glaubwürdigkeit der Scheinfirma auch eine Webseite für die Alpha Equity ein, die mit den bisherigen Unternehmungen der Finanzdienstleistungsfirma prahlt und auch neue Projekte vorstellt. http://www.alfa-equity.com/ Unter anderem hätte man gerade mit einer chinesischen Bekleidungsfirma Kontakt, die gerne im ihre Kleidung im Sport vermarkten wolle. All die alten und neuen Projekte gab es nicht und wird es nicht geben, denn die Firma war eine Scheinfirma. Die angebliche Adresse der Firma in Russland existiert zwar, aber dort ist die Firma nicht bekannt (weil es sie eben auch gar nicht gibt). Ärger könnte Mahmood/ D’Souza jetzt von Seiten der Firmen drohen, die er ohne ihre Zustimmung auf die gefälschte Webseite verlinkt hatte. Es handelt sich hierbei um wirklich existierende Firmen, die nichts mit der Scheinfirma Alfa Equity zu tun haben, aber durch den Link auf der Webseite so aussahen, als würde sie mit der Alfa Equity Geschäfte machen.

Mooney traf sich mindestens zweimal mit Mahmood/ D’Souza in Edinburgh zu Vorbesprechungen. Bei diesen zwei ersten Vorbesprechungen war John Higgins nicht dabei und es ging auch noch nicht um Match – Manipulation. Laut Nick Harris, Sportingintelligence, gab es dann aber ein Treffen, Donnerstag vor dem Termin in Kiev, in dem Mooney schon eine Match – Manipulation durch John vorgeschlagen wurde. Es wurde sehr allgemein gesprochen und es ging ausschließlich um Exhibition Matches. Es wurde auch gesagt, dass nicht über Betfair oder Ladbrokes gewettet werden würde, sondern „an Orten, von denen weder Sie noch ich je von gehört haben“

Der Besuch von John Higgins und Patrick Mooney in Kiev fand schließlich statt, um den besprochen Deal über die vier Turniere zu finalisieren. Es sollte sich bei dieser Gelegenheit auch gleich eine mögliche Location für eine der Veranstaltungen angesehen werden. John und Patrick kamen mit verschiedenen Flügen an, wurden extra schnell durch den Zoll geschleust, was eine VIP Behandlung vorgaukeln und die Illusion aufrecht erhalten sollte und eigens von der NotW organisiert wurde. Laut dem Artikel von Sportingintelligence war die Stimmung aber deswegen schon von Beginn des Besuches an seltsam, weil die bisherige Kontaktperson von Mooney (vermutlich Mr. Mahmood) nicht anwesend war. Man entschuldigte ihn mit der Begründung, er habe dringend nach China gemusst. Anwesend waren die beiden Männer Jaroslav und Nikail, die auch auf dem Video zu hören sind.

Der Rest der Verwicklung dürfte inzwischen hinfällig bekannt sein. Ein Video wurde bei der Besprechung aufgenommen, dass scheinbar zeigt, wie John Higgins und Patrick Mooney zustimmen, dass John absichtlich jeweils einen Frame pro Turnier für die Zahlung von 300.000 Euro zu verlieren. Barry Hearn hat schnell reagiert: Er hat eine Ermittlung unter der Leitung von David Douglas (Vorstandsmitglied der WPBSA) veranlasst und John Higgins für die Dauer der Ermittlungen suspendiert. Patrick Mooney ist nach bekanntwerden der Vorwürfe von sich aus dem Vorstand der WPBSA zurückgetreten.

Quelle: http://www.sportingintelligence.com/2010/05/03/revealed-the-tal-behind-the-snooker-sting-that-leaves-higgins-in-the-fight-of-his-life-030501/

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Thomas Hein

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