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Dienstag, 26 April 2011 13:17

Snooker WM: Rekordtag für Selby, "The Rocket" zittert

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Mark Selby hat seine Führung gegen Stephen Hendry auf 12:4 ausgebaut und dabei einen Rekord für das Crucible Theatre aufgestellt.
Nach seinen drei Centuries aus der ersten Session schaffte er weitere drei Breaks von 100 oder mehr Punkten. Ronnie O'Sullivan bangt dagegen um den Viertelfinaleinzug.

Noch nie hatte ein Spieler in einem Match im Crucible Theatre sechs Century-Breaks geschafft. Gleichzeitig schraubte Selby die Gesamtzahl seiner Centuries in dieser Saison auf 53 und stellte auch damit einen neuen Rekord auf. Die alte Bestmarke hatte ausgerechnet Hendry mit 52 Hunderter-Serien in der Saison 1995/96 aufgestellt. Allerdings gab es damals viel weniger Turniere als in dieser Saison.

Sein Ziel, den Sieg schon in der zweiten Session unter Dach und Fach zu bringen, verpasste er aber. Mit Breaks von 62, 75 und 74 Punkten holte sich Hendry, dessen Leistung erneut wechselhaft war, drei Frames. Damit vermied er die Höchststrafe und rettete sich in die dritte Session.

Am Ende des Tages schien er nach einer 47 sogar auf 5:11 verkürzen zu können, doch Selby kannte keine Gnade. Er rang dem Rekord-Weltmeister 20 Foulpunkte ab, räumte dann den Tisch von der letzten Roten mit einer 35er-Clearance ab und gewann den Frame um einen Punkt.

Murphy fordert "The Rocket"

Shaun Murphy gewann die zweite Session gegen Ronnie O’Sullivan mit 5:3 und verkürzte damit insgesamt auf 7:9. Vor allem die langen Einsteiger gelangen Murphy am zweiten Tag seines Achtelfinales deutlich besser als noch in der ersten Session, so dass er mehr Druck auf O’Sullivan ausüben konnte.

Der hielt jedoch gut mit und blieb immer konzentriert. Als Murphy auf 5:7 verkürzt hatte, zog O’Sullivan mit Breaks von 95 und 59 Punkten wieder davon. Die letzten beiden Frames des Tages gingen aber mit Serien von 83 und 45 Zählern an Murphy, der damit seine Ausgangslage für die Entscheidung am Montag erheblich verbesserte.

Stuart Bingham wahrte seine Chance, zum ersten Mal in seiner Karriere in die Top 16 der Weltrangliste einzuziehen. Nach zwei Sessions führt er gegen Ding Junhui mit 9:7. Ins Hintertreffen geraten war der Masters-Champion aus China schon zu Beginn der Begegnung. Bingham gewann den ersten Frame nach 38 Minuten auf Schwarz und baute dann seine Führung auf 3:0 aus, bevor Ding richtig ins Spiel kam.

Als Bingham dann später mit 8:4 in Führung ging, drohte Ding vorentscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Aber ausgerechnet da erinnerte er sich wieder an seine Stärken. Die Einsteiger saßen und höhere Breaks kamen wieder. Mit Serien von 93 und 75 Punkten schloss er auf 6:8 auf. Auch in Frame 15 gelang ihm eine Serie von 61 Punkten, doch Bingham konterte mit einer 72er-Clearance bis Pink. Mit einer 91 im letzten Frame des Tages hielt Ding dann aber den Rückstand in erträglichen Grenzen.

Higgins behält die Nerven

Am längsten duellierten sich Rory McLeod und John Higgins in Sheffield. Das Spiel musste nach sieben Frames beim Stand von 5:2 für Higgins in der ersten Session abgebrochen werden, da die Spieler ansonsten nicht genug Erholungszeit für die Abendsession gehabt hätten. Auch die zweite Session begann eher träge, erst nach über 40 Minuten endete der erste Frame. McLeod zwang Higgins seinen Rhythmus auf und störte mit seinem langsamen Spiel die Konzentration Higgins'. So verkürzte er vor dem Midsession Interval noch auf 5:6.

Zwar kam Higgins danach ein wenig besser in die Breaks, doch beide Spieler ließen weiterhin eklatante Schwächen bei den Einsteigern erkennen. Doch Higgins zog das Tempo schließlich an und sicherte sich die letzten vier Frames zum 10:5.

TV-Tipp:

Wer holt sich die Snooker-Krone im Crucible Theater? Eurosport überträgt vom 16. April bis zum Finale am 2. Mai live und ausführlich von der WM aus Sheffield.
Rolf Kalb / Eurosport
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Thomas Hein

Bis bald euer Thomas Hein

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