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Sonntag, 23 September 2012 23:50

Titel und Maximum für Higgins

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Das Finale des Shanhai Masters ging am Ende zugunsten des mental Stärkeren aus: In einem hochklassigen und auch dramatischen Endspiel
setzte sich John Higgins mit 10:9 gegen Judd Trump durch. Für Trump, der nach der ersten Session bereits mit 7:2 geführt hatte, war das eine bittere Niederlage.

Für Higgins war dies sein 25. Triumph bei einem Weltranglisten-Turnier. Abgerundet wurde der Erfolg für den Schotten mit einem Maximum-Break. Es war schon das sechste Mal, dass er die Serie von 147 Punkten schaffte, aber das erste Mal seit acht Jahren.

Zunächst aber schien Judd Trump nicht zu stoppen zu sein. Die erste Session war eine Galavorstellung des 23-Jährigen. Schon im ersten Frame nahm er Kurs auf ein Maximum, verschoss aber nach Stellungsproblemen nach 112 Punkten die letzte Rote. Davon unberührt stürmte er aber mit weiteren Serien von 80, 74 und 111 Punkten auf 4:0 davon. John Higgins hatte in den ersten drei Frames keinen einzigen Ball gelocht und war kaum am Tisch. Im fünften Frame endete das Break von Trump zwar nach 59 Punkten, aber Higgins konnte die Chance nicht nutzen.

Atemberaubende Sicherheit

Danach zeigte John Higgins aber seine Klasse: Im sechsten Frame machte er sein Maximum-Break mit atemberaubender Sicherheit; nie verlor er die Position. Die nächsten beiden Frames teilten sich die Finalisten, wobei Trump in beiden Durchgängen eine 51 gelang; Higgins gewann den achten Frame auf Pink. Trump bewies einmal mehr aber seine Klasse, als er im neunten Frame ganz ohne Pink und Schwarz ein Break von 53 Punkten schaffte und so klar mit 7:2 die erste Session beendete.

In der zweiten Session gab John Higgins aber von Anfang an Gas und erwischte einen Traumstart. Mit Serien von 89 und 74 Punkten holte er sich die ersten beiden Frames. Als Higgins im zwölften Frame nach 48 Punkten nach einem misslungenen Split den Tisch verlassen musste, konnte Judd Trump davon nicht profitieren. Danach zeigte der Schotte wieder Einbahnstraßen-Snooker: Nach einer 76 und einer 71 hatte er zum 7:7 ausgeglichen. Und als er im 15. Frame, der auf Schwarz entschieden wurde, den letzten Ball als Double gelocht hatte übernahm er sogar erstmals die Führung.

Drittes Century reicht nicht aus

Judd Trump beeindruckte dieser Sturmlauf von John Higgins augenscheinlich - die Sicherheit der ersten Session war weg. Trotzdem spielte er im 16. Frame mit einer 105 sein drittes Century in diesem Finale und mit 8:8 war wieder alles offen. Im 17. Frame jedoch legte wieder John Higgins vor, verschoss aber nach 64 Punkten den Frameball. Doch die Aufholjagd von Trump wurde gestoppt, als er nach der letzten Roten Schwarz neben die Tasche setzte. Im nächsten Frame erkämpfte sich der Engländer aber auf die Farben den Ausgleich.

Im Entscheidungsframe hatte Judd Trump die erste Chance, doch nach 36 Punkten musste er den Tisch wieder verlassen. John Higgins machte es besser: Er holte aus seiner Chance ein 61er-Break; Trump brauchte Snooker. Als er dann aber aus einem Snooker hinter Schwarz nicht herauskam und weitere fünf Foulpunkte abgab gab der UK Champion das Match auf. Seine Miene bei der Siegerehrung war verständlicherweise versteinert.

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Thomas Hein

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