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Dienstag, 20 April 2010 00:59

Gould wirft Fu aus dem Turnier während O'Sullivan souverän spielt

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Tag Drei der Snooker-Weltmeisterschaft 2010 in Sheffield ist vorüber und der erste Top 16 Spieler kann schon seine Heimreise antreten. Für Marco Fu ist die WM beendet, wohingegen Ali Carter und Mark Williams souverän in die nächste Runde einziehen.
Mit 7-2 ging Ali Carter zuversichtlich in die zweite Session. Sein Kontrahent Jamie Cope brauchte schon eine außerordentliche Steigerung zum Vortag, wenn er das Match noch bestehen wollte. „Ich bin enttäuscht, aber ich habe mich mal wieder selbst geschlagen.“, so Cope nach dem Match. Die Wende blieb aus, Cope scheidet mit 10-4 aus dem Turnier aus. „Das ist mein Hauptproblem, ich bin mental nicht stark genug für diese Art von Matches. Daran muss ich über den Sommer arbeiten, denn es kostet mich derzeitig zu viele Matches. Ich denke ich werde einen Sportpsychologen besuchen, denn ich denke es ist mein einziges Problem, welches mich daran hindert Titel zu gewinnen.“ Das er die spielerischen Fähigkeiten hat, hat Cope bereits bewiesen. Der Engländer stand bereits zwei mal in einem Finale der Main Tour, verlor jedoch beide Male.
„Es ist nie leicht hier zu gewinnen, aber Jamie gab mir viele Chancen und ich setzte ihn unter Druck.“, kommentierte der Sieger Ali Carter. „Ich habe keine Erwartungen, keine Hoffnung zu gewinnen. Ich werde einfach Snooker spielen und schauen was passiert. Man kann nicht das Siegen kontrollieren, lediglich wie ich spiele kann ich beeinflussen. Und falls ich gut spiele, wird der Rest schon von alleine gehen.“ Das „The Captain“ durchaus bei der Weltmeisterschaft bestehen kann, bewies er vor zwei Jahren, als er bis ins Finale gelang, jedoch Ronnie O'Sullivan unterlag.
Zunächst wird er gegen Joe Perry im Achtelfinale bestehen müssen: „Joe ist ein wirklich guter Spieler und hat ein wenig Selbstvertrauen, nachdem er in dieser harten Saison sein erstes Match gewonnen hat. Es wird ein hartes Match, denn so etwas wie ein leichtes Match gibt es hier nicht.“

Am Vormittag sorgte Martin Gould für eine Überraschung. Nach dem 5-4 in der ersten Session bahnte sich schon ein knappes Endergebnis an. So kam es auch und Gould gewann knapp 10-9 gegen Marco Fu.
Den Beginn der zweiten Session machte Gould, indem er mit einem 102er Century Break zum 5-5 ausglich. Im regelrechten Wechsel erkämpfte sich beide Kontrahenten beinahe abwechselnd die nachfolgenden Frames. Insgesamt sieben Breaks über 50 Punkte erspielten beide Spieler am Morgen. Fu gelang im 18. Frame der Ausgleich, womit es zum entscheidenden Frame kam. Nach kurzem Händeschütteln war es dann Gould, der seine Chance nutzte und mit einem 90er Break das Spiel für sich entschied.
Mit seinem Ausscheiden aus dem Turnier belegt Fu derzeitig Platz 13 im Provisional Ranking. Sein Platz in den Top 16 scheint relativ sicher, da einige Spieler für Überraschungen sorgen müssten, um seine Positionierung zu gefährden.

Mark Williams konnte sich nach einer schwachen ersten Session retten. Am Morgen gelang ihm gegen Außenseiter Marcus Campbell ein Vorsprung von einem Frame. Auch wenn Williams nicht für sein Positionsspiel bekannt ist, so merkte man doch deutlich, dass er mit der Geschwindigkeit des Tuchs zu kämpfen hatte. Nachdem Campbell auf ein 4-4 kam, konnte sich Williams mit seinem höchsten Break von 56 Punkte in die zweite Session retten. In dieser sah es auch danach aus, dass Campbell ihm das Leben weiterhin schwer machen würde. Nach einem ersten 74er Break kam jedoch nicht mehr viel. In den weiteren Frames schaffte es Marcus Campbell nicht mehr als 30 Punkte pro Frame zu erzielen. Williams hingegen spielte, ähnlich wie im Finale der jüngsten China Open, in der zweiten Session deutlich besser.
„Es war ein Kampf und sicherlich nicht ein 10-5 Sieg für mich. Es hätte eher ein 10-8 oder 10-9 werden können. Ich bin wegen dem Ergebnis überglücklich, nicht aber wegen meiner Leistung.“, so Williams nach dem Match. Im Achtelfinale antreffen wird er entweder Liang Wenbo oder Ronnie O'Sullivan, wobei der Engländer derzeitig mit 7-2 führt und daher wahrscheinlicher sein Gegner sein wird. „Hoffentlich werde ich besser gegen Ronnie spielen und das Match wird hoffentlich so gut, wie es auf dem Papier aussieht.“
„Dieses Jahr habe ich es genossen, letztes Jahr war es ein Desaster, da ich nervös war.“, kommentierte Campbell nach dem Match. Für ihn ist damit die Weltmeisterschaft gelaufen. „Ich startete gut in den Abend mit meinem 74er Break, aber hatte in den nächsten zwei Frames keine Chance. Sein Safetyspiel war gut, er versetzte mich immer in Schwierigkeiten.“ Sichtlich zufrieden von seinem Auftreten in Sheffield kann Campbell nun entspannt die restlichen zwei Wochen genießen. „Es fühlte sich heute toll an, es ist so eine nette Umgebung zum Spielen. Ich weiß, dass die Mehrheit Mark siegen sehen wollte, aber das spielt keine Rolle, da es so ein herrlicher Platz zum Spielen ist.“

Am Nachmittag konnte sich Ronnie O'Sullivan eine deutliche Führung erspielen. Nach den ersten zwei Frames stand es mit 1-1 gleich, doch die Punktejagd begann daraufhin von O'Sullivan. Zwei  folgende Century Breaks beschertem ihm ein 3-1 zum Midsession Interval. Nach der Pause gelang Liang der Anschlusstreffer, jedoch sollte es damit für den Chinesen gewesen sein. Breaks von 54, 86 und 56 Punkten verhalfen O'Sullivan zu einer 7-2 Führung. Entschieden wird die Partie um 15:30 Uhr, wobei O'Sullivan natürlich als deutlicher Favorit in das Match gehen wird. Sollte ihm der Sieg gelingen, wird er auf Mark Williams treffen.
Am Abend trennten sich Mark King und Steve Davis 5-4. Überraschend war sicherlich die erbrachte Leistung von Davis, der nun bereits zum 30. Mal im Crucible antritt. Durchaus gute lange Bälle halfen ihm mit King mitzuhalten. Zu Ende gespielt wird um 20 Uhr.
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Thomas Hein

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