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Mittwoch, 31 März 2010 18:38

Hearns Masterplan für Snooker

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Seit einigen Wochen ist Barry Hearn im Amt als Vorsitzender der World Snooker Association und nun hat er seine Pläne für die kommenden Jahre vorgestellt. Ein Brief ging an alle Profi-Spieler, die sich nun ein Bild von Hearns Ideen machen sollen und am 5. Mai entscheiden sollen, ob sie den Weg mit Hearn gehen – oder eben nicht.

Mehr Turniere, höhere Preisgelder und mehr Zuschauer – das Ziel ist eindeutig. Wie Hearn das erreichen möchte, teilte er den Spieler in einem Brief mit. Der Erfolg hänge jedoch nicht nur von seinen Plänen ab, sondern auch vom Engagement der Spieler. Diese kritisierte Hearn in letzter Zeit, da sie zu faul seien für weitere Turniere und Veranstaltungen. So sollen sie sich überlegen, ob sie denn überhaupt diesen Weg einschlagen möchten. 

Eine erste Änderung ist die Umbennenung des Grand Prix in World Open. Dieses Turnier verbleibt weiterhin in Schottland und auch der neu einführte Spielmodus des letzten Turniers soll beibehalten werden. So wird nach jeder Runde neu ausgelost, auf welchen Gegner man trifft. 
Das Turnier wird schneller. Gespielt wird bis zum Halbfinale lediglich Best-of-5. In der ersten Runde treffen die Spieler auch auf weitere eingeladene Spieler, die bislang nicht auf der Main Tour vertreten sind. 

Ein völlig neues Turnier wird das World Snooekr Shoot out. Weniger ein Wettkampf um Ranglistenpunkte, soll es ein unterhaltsames und schnelles Turnier werden. Die 64 besten Spieler der Rangliste spielen gegeneinander. Dabei wird nur ein Frame gespielt und ähnlich wie in der Premier League auch, wird es eine Shot Clock mit einer maximalen Stoßzeit von 25 Sekunden geben. Ein Unterschied ist, dass es keine Time Outs gibt und ein Frame maximal 12 Minuten dauern soll. 

Lang erwartet und nun endlich umgesetzt wird ein Ranglistenturnier in Deutschland. Zuletzt konnten 1997 Spieler um Ranglistenpunkte in Deutschland kämpfen. Ausgetragen wird es vom 3. bis 6. Februar 2011 in Berlin, womit es deutlich kürzer ist als ein gewohntes Ranglistenturnier. Gespielt wird auf mehr Tischen als sonst, womit man das Turnier auch in vier Tagen vollendet bekommt. 

Eine neue Turnierserie wird mit der Players Tour Championship (kurz: PTC) geschaffen. Gespielt werden 12 Turniere, davon vier in Groß-Britannien und 8 in Europa. Gespielt werden soll von Mai bis Dezember und die besten 24 Spieler dieser Serie dürfen an einem finalen Turnier teilnehmen. Gespielt wird nicht nur um ein Preisgeld, sondern auch um Weltranglistenpunkte. 

Vorschläge macht Hearn zur Qualifikationsmöglichkeit zur Main Tour. Das derzeitige PIOS Fomat soll abgeschafft werden und durch ein neues System ersetzt werden. Bei vier neuen Veranstaltungen unter dem Namen “Q School” sollen Spieler die Möglichkeit bekommen, einen Platz auf der Main Tour zu ergattern. Gespielt wird an 14 aufeinander folgenden Tagen nach der Weltmeisterschaft, womit Spieler nur eine Reise antreten müssen und nicht wie zuvor, acht Mal zu den PIOS Turnieren reisen müssen. Für 1.000 Pfund werden Spieler um 12 Spielplätze auf der Main Tour spielen. 
Wie gewohnt verlieren die Spieler von Platz 65 bis 96 ihren Platz auf der Main Tour. Ersetzt werden diese durch die genannte Q School und durch weitere Wettbewerbe, die sich wie folgt aufteilen: 

- Je ein Spieler aus England, Wales, Schottland, Nord-Irland und Irland 
- Drei Spieler aus Asien 
- Zwei Spieler aus Europa 
- Sieger der IBSF Weltmeisterschaft 
- Sieger der IBSF U21 Meisterschaft 
- Spieler der Players Tour Championship 
- die acht best platzierten Spieler außerhalb der Top 64 

Änderungen seien auch am Ranglistensystem geplant. Dieses soll geändert werden und Hearn hofft auf Vorschläge der Spieler. 

Insgesamt sind es viele Änderungen, die vollzogen werden sollen. Weiteres ist sicherlich geplant und wird mit der Zeit bekannt gegeben. Schön zu sehen ist, dass der Sport selbst nicht geändert werden soll. 

Die Entscheidung liegt schließlich bei den Spielern. Am 5. Mai treffen die Spieler selbst die Entscheidung, wie es mit Snooker weiter gehen soll. Bei der ersten Entscheidung stimmten sie eindeutig für Barry Hearn – dies ist jedoch keine Garantie für die nächste Abstimmung. Es ist jedoch mit einer Zustimmung für Hearns Plänen zu rechnen, da die Alternative eine Fortsetzung der derzeitigen Umstände wäre.
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Thomas Hein

Bis bald euer Thomas Hein

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