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Montag, 26 Juli 2010 20:25

Neuigkeiten im Fall Higgins

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Auf Sportingintelligence wurde heute bekannt, dass das Verfahren gegen John Higgins wegen dem Vorwurf des Matchfixing erst im September mit einer Anhörung enden wird:
Die Abschließende Anhörung wird vermutlich, abhängig von den Terminen der beteiligten Personen, entweder am 07.09.10 oder am 08.09.10 stattfinden. Der Ausgang dieser Anhörung ist alles andere als klar, dar alles von dem ganz und gar nicht validen Material der NotW abhängt. Diese hatte am 2.5.10 groß getitelt, dass man John Higgins bei einer Absprache zum Matchfixing gefilmt hätte, er also auf frischer Tat ertappt worden sei. Sportingintelligence macht es sich seit Mai zur Aufgabe, dass „Beweismaterial“ von NotW zu durchleuchten und stellte z.B. fest, dass das Video geschnitten, der Ton manipuliert und die Zusammenhänge wahllos sind. Je länger die Ermittlungen dauern und je mehr über die Methoden von NotW ans Licht kommt, desto unwahrscheinlicher scheint es zu werden, dass John Higgins tatsächlich in der auf dem Video angedeuteten Art und Weise zum Matchfixing zugestimmt hat.

Sportingintelligence teilte im heutigen Artikel mit, dass die NotW sowohl von John Higgins, als auch von Pat Mooney verlangt, dass beide schriftlich versprechen, das Blatt nicht zu verklagen. Das haben beide abgelehnt und deswegen hat die NotW noch immer nicht das uneditierte Videomaterial an die Rechtsbeistände von Higgins und Mooney ausgehändigt. Man wolle die eigene Position sichern, sagte ein NotW Insider zu Sportingintelligence. Bisher hat niemand, der an den Ermittlungen in diesem Fall beteiligt ist, das uneditierte vollständige Material gesehen. Auch nicht David Douglas, der den Fall für die WPBSA untersuchte. Die NotW hat ihm zwar bei seinen Ermittlungen assistiert, ihm aber nicht die Bänder ausgehändigt.

Sportinintelligence lässt seine Leser dann noch ein paar Informationen wissen:

  • Es wurden sowohl an Higgins, als auch an Mooney „Anklagelisten“ von der WPBSA ausgehändigt, in denen unter anderem die Tatbestände „Nichtmeldung einer Wettangelegenheit“ und „Rufschädigung gegen den Sportes“ stehen.
  • Es wurde von der WPBSA ermittelt, dass Mooney wesentlich mehr Kontakt zu den Strohmännern von der NotW hatte, als John Higgins. Das hatte Mooney aber auch immer so gesagt
  • Es gab letzten Freitag eine Fall Konferenz, die von Sport Resolutions ausgerichtet wurde und bei der alle beteiligten Parteien mit einem Rechtsanwalt vertreten waren. Die NotW war nicht da. Auf diesem Treffen wurde über zugängliche Beweise gesprochen und deren Zulässigkeit im Verfahren. Außerdem wurde über ein Datum für die Anhörung im September geredet.
  • Gerüchteweise wird in der Anhörung Ian Mill den Vorsitz haben. Er hat in seiner Vita mehrere Sportrechtsfälle stehen.

 

Nun wagt Nick Harris einen Ausblick auf das, was geschehen könnte:

Im Besten Falle:

Wegen dem wagen Beweisen und der Tatsache, dass die NotW sich weigert, das gesamte Material vorzulegen könnte John’s Name bestenfalls reingewschen werden. Hinzu kommt ja auch noch, dass die Initiative für alles von der NotW ausging, es eine von langer Hand geplante Falle war und zunächst einmal hauptsächlich Mooney Zusagen machte.

Im Schlimmsten Falle:

Trotz der editierten Beweise wird er Schuldig gesprochen, den Ruf des Sport geschädigt zu haben, nicht gemeldet zu haben, dass ihn jemand mit der Absicht eines Matchfixings kontaktiert hat und er könnte des Matchfixing schuldig gesprochen werden. Dann würde eine Jahrelange Sperre drohen.

Wenn das Urteil irgendwo in der Mitte liegt, könnte man ihm unehrenhaftes Verhalten vorwerfen und ihn für eine Zeit sperren, die er dann vermutlich schon hinter sich hat. Dann würden die Rechtsvertreter von John allerdings Einspruch einlegen, da er von Anfang an aussagte, dass er unschuldig sei.

Nick Harris schreibt auch noch, dass manche annehmen, dass Higgins schon jetzt genug Gründe und Beweise hätte, die NotW zu verklagen, da sie am 09.05.10 schrieben, er hätte gegen sich selbst gewettet und eine Zeugin nannten, die sich an sehr wenig erinnern konnte.

Es werden zweifellos Fragen unbeantwortet bleiben. Wie z.B. die Identität des Tippgebers, der die NotW erst auf Mooney brachte; Oder warum die NotW seit Monaten auf noch einer Matchfixingstory sitzt, sie aber nicht veröffentlicht hat. Ein paar dieser Fragen würden vielleicht aufgeklärt werden, wenn John Higgins das Blatt verklagt. Das würde der NotW aber zweifelsohne nicht gefallen.

Quelle: sportingintelligence

übersetzte / geschrieben von Annika Flint

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Thomas Hein

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