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Freitag, 10 September 2010 20:40

Shanghai Masters Viertelfinale: Zwei Comebacks an einem Tag

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Heute wurden in Shanghai die Viertelfinals des Turniers ausgetragen. Dabei bekam es Jamie Burnett mit Mark Davis zu tun, Graeme Dott traf auf Jamie Cope, Ali Carter musste sich Matthew Stevens stellen und Mark Selby maß sich mit seinem Namensvetter Mark King.
Im ersten Match zwischen Jamie Burnett und Mark Davis sah es zunächst so aus, als würde Mark Davis durchmarschieren. Er gewann die ersten Frames mit Breaks von 102, 87 und 82 Punkten. Doch dann kam Burnett zurück und holte mit einem Break von 71 Punkten seinen ersten Frame. Der nächste ging aber wieder an Davis und bei einem Stand von 4:1 rechnete niemand mehr damit, dass das Match noch lange gehen würde. Doch der 34 jährige Burnett, der nächste Woche Donnerstag 35 wird, gab nicht auf und kämpfte sich mit Breaks von 65,74 und 90 Punkten zum Ausgleich. Der letzte Frame der Partie wurde dann denkbar knapp und ging mit 57:40 Punkten an Jamie Burnett. Er schaffte also das erste Comeback des Tages und machte aus einem 1:4 Rückstand noch einen 5:4 Sieg. Für Mark Davis dürfte es eine bittere Niederlage gewesen sein, wurde aber von seinem Gegner im Post Match Interview hoch gelobt: „Mark hat in den ersten drei Frames fantastisch gespielt und ich dachte schon, ich wäre auf meinem Weg aus dem Turnier.“

Bei Graeme Dott und Jamie Cope war das Match wesentlich ausgeglichener – zumindest zu Beginn. Die ersten Frames wurden gerecht aufgeteilt: Graeme konnte Frame 1 und 3 gewinnen, Jamie die anderen beiden. Dann jedoch drehte „the shotgun“ auf und gewann die letzten Frames des Matches mit Breaks von 88, 81 und 70 Punkten. Damit gewann er das Match gegen den Weltmeister von 2006 und steht nun im Halbfinale der Roewe Shanghai Masters. Nach seinem Match zeigte sich Cope zufrieden mit seiner Leistung: „Ich bin wirklich zufrieden, weil ich schon seit einer Weile in keinem Halbfinale mehr war. Ich scheine von Match zu Match besser zu werden, auch wenn es noch ein gutes Stück weit ist, bis zu meiner besten Leistung“.

Ali Carter war der zweite Spieler, der an diesem Tag ein Comeback brauchte, denn nach den ersten 6 Frames der Begegnung gegen Matthew Stevens lag er mit 1:4 hinten. Als wäre er wach geküsst worden, legte der Mann mit der Fluglizenz dann aber richtig los: mit Breaks von 104,70, und 72 Punkten zwang er Matthew Stevens in den Decider. Der war für Spieler und Fans gleichermaßen nervenaufreibend, weil er erst auf die letzte Schwarze entschieden wurde. Carter hatte bereits 56 Punkte eingespielt und war nicht mehr weit von der Stelle entfernt, an der der Frame sicher gewesen wäre, als er eine Rote verpasste. Cope hatte zu diesem Zeitpunk 11 Punkte und räumte die letzten 4 Roten ab, die noch auf dem Tisch waren. Beim Endspiel auf die Farben passierte ihm dann zwar ein Fehler bei der Stellung auf Pink, aber er lochte sie dennoch. Die Weiße war nun eine Spur zu flach, aber ansich hätte er die Schwarze lochen müssen. Hätte. Sie fiel aber nicht in die Tasche, sondern klappert im Einlauf. Ali Carter nahm all seine Entschlossenheit zusammen und lochte die Schwarze die gesamte Bande entlang in die Gelbe Tasche, sicherte sich so einen Platz im Halbfinale. Im Interview sagte er später: „Als er Schwarz verpasste konnte ich nicht glauben, dass ich noch eine Chance bekam und entschloss mich, sie anzugehen, egal, wie die Bälle liegenbleiben würden.“ Das erwies sich als schlaue Entscheidung.

Das einseitigste Match des Tages lieferten sich die beiden Marks: Selby gewann schnell und eindeutig gegen King, indem er sich mit Breaks von 75,77,66,106 und 105 Punkten den letzten Platz im Halbfinale sicherte.

Interviewquellen: worldsnooker (genehmigt)

Geschrieben von: Annika Flint

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Thomas Hein

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