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Donnerstag, 03 Mai 2012 13:06

World Snooker Chef Hearn sieht kein Burnout bei den Spielern

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Den Vorwurf die Tour zu einer Strapaze für die Spieler zu machen belächelt der Visionär.

Auch wenn Stephen Hendry den vollgestopften Kalender als einen der Gründe für seinen Rücktritt nannte sieht der Verantwortliche es ganz anders.

Wie auch immer wird die 50-Wochen-Tour der nächsten Saison das Durchschnittsalter der Spieler drastisch reduzieren.

"Erzähl mal einem Bergmann etwas von Burnout bei Snookerspielern", war die Reaktion von Hearn.

Barry Hearn übernahm 2010 die Leitung von World Snooker. Es gab damals nur sechs Weltranglistenturniere und Snooker schien auf dem absteigenden Ast zu sein. Mit Hearn wurde der grosse Markt China erschlossen. Es wird in der nächsten Saison zehn Turnier geben, wovon fünf in China ausgetragen werden.

Dazu kommen noch die etwas kleineren PTC-Events, die von den renomierten Spieler mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden.

Stephen Hendry hat bei der Pressekonferenz auch als Grund seines Rücktritts den zu vollen Kalender genannt. Dies liesse sich nicht mit den Interessen der Familie kombinieren.

Stephen Maguire gab zu Bedenken, dass die Spieler auch ausgelaugt ins Crucible kamen, da die Saison zu lang wäre.

"Das gehört zum Leben eines Profis und man muss sich damit abfinden", antwortete Hearn.

"Die Spieler werden immer besser bezahlt und haben dadurch mehr Möglichkeiten. Jeder, der mit der Möglichkeit auf die Welt kommt mit seinem Talent im Sport Geld zu verdienen sollte die glücklichste Person der Welt sein".

"Die Spieler werden jünger werden; das ist klar. Das Leben als Profi lässt sich schwer mit einer Ehefrau und Kindern unter einen Hut bringen".

"Aber wenn Du ein junger hungriger Löwe bist, möchtest Du raus gehen und jeden einen Kopf kürzer machen. Du willst Geld verdienen und Dir einen Namen machen. Das ist was Snooker braucht".

"Das Spieler sich beschweren ist unverständlich. Zeigt aber auch wie gut es Ihnen geht und wie bequem es war. Willkommen in der realen Welt, die Arbeit wartet. Ansonsten fällt ein Spieler wie ein Stein die Rangliste herunter."

Mit dem neuen Ranglistensystem können die Spieler sich ihren Plan selbst organisieren um an das Preisgeld zu kommen, fügte Hearn hinzu.

"Sie werden nicht alle 50 Wochen spielen müssen. Aber es eröffnet einen weitreichenden Markt für uns, weil die Veranstalter das Preisgeld erhöhen müssen, wenn sie die Topspieler nicht bekommen."

Aus seiner Sicht waren auch die kritischen Stimmen von Mark Williams und Mark Allen eine gute Presse für den Snookersport.

"Wir hatten mehr Presse als je zuvor und wir brauchen Geschichten."

"Du kannst nicht schreiben das alles in bester Ordnung ist. Das liest keiner. Das ist der Grund warum Journalisten einen guten Job gemacht haben und diese Aussagen aus den Spielern herausgekitzelt haben."

"Wir geben die Strafgelder dann direkt an unser Wohltätigkeitsprojekt, Haven House Kinder Hospiz weiter und werden dort eventuell einen Flügel nach Mark Allen benennen".

Barry Hearn ist für seine verbale und handelnde Schlagkraft bekannt. Er hat bereits den Dartsport mit der Gründung der PDC reformiert und dort ebenfalls ein sehr lukratives System eingerichtet.

Quelle: BBC
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Thomas Hein

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