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Freitag, 23 April 2010 11:50

Auch mit Beginn der Achtelfinale sorgt Davis für eine Überraschung

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Steve Davis sorgte gestern Abend für eine kleine Sensation. Zwar ist es noch ein gutes Stück bis in die nächste Runde, doch immerhin beendete er die erste Session mit einer Führung. Gestern wurden auch die letzten Spiele der ersten Runde beendet, womit das Feld für die Achtelfinale steht.

Den Anfang machte am Mittag Shaun Murphy mit einem 10-7 gegen Gerard Greene. Wie aus dem Nicht kämpfte sich Greene in der zweiten Session vor, da er ja zu Beginn bereits 1-8 zurücklag. Den ersten Frame holte sich Greene mit Breaks von 38 und 50 Punkten, woraufhin im nächsten Murphy jedoch seine Führung auf 9-2 ausbauen konnte. Ein Frame lag noch vor dem Weltmeister 2005, den aber Greene nicht so schnell hergeben wollte. Mit einer durchaus guten Leistung und weiteren Breaks von 67, 65, 55 und 92 Punkten sicherte er sich die nächsten darauffolgenden fünf Frames. Es stand auf einmal 9-7 und der Sieg schien nun für beide Spieler machbar. In Frame 17 patzte Greene jedoch an einem langen Einsteiger und ließ Murphy eine Chance liegen, die er mit einem 87er Break nutzte und dann doch noch den letzten Schritt über die Ziellinie schaffte.
„Ich dachte zu keiner Zeit, dass ich das Match verlieren würde.“, so Murphy nach dem Match. Zwar dachte er es nicht, doch im Verlauf des Matches hatte man durchaus den Eindruck, dass es doch Greene werden könnte, der sich im Achtelfinale mit Ding messen wird. „Es wäre schön gewesen 10-1 zu gewinnen. Aber um fair gegenüber Gerard zu bleiben – er ließ mich das nicht machen. Als er in das Match zurückfand, stellte ich jedoch nie meine eigenen Fähigkeiten in Frage. Ich habe seit ich acht Jahre alt bin hart trainiert und wusste, dass ich mich auf mein Spiel verlassen kann, wenn es darauf ankommt.“ Für Shaun Murphy geht die Weltmeisterschaft erst am Sonntag wieder weiter. Treffen wird auf den unterlegenen China Open Finalisten Ding Junhui: „Ding ist derzeitig der beste Spieler auf der Welt und er wird als Favorit in das Match gehen, da bin ich mir sicher. Aber das stört mich nicht, da ich ja schon zuvor Favoriten geschlagen habe.“ Ein kurzes Wort zu den Plänen von Hearn, dessen Schicksal am 5. Mai bestimmt wird, gab es auch noch: „Ich stehe 100% hinter Barry Hearn.“

Am Abend beendete Stephen Maguire das letzte Spiel der ersten Runde. Mit 10-4 gegen Stephen Lee schaffte er den Einzug ins Achtelfinale der Snooker Weltmeisterschaft. Den Anfang der zweiten Session machte Lee mit einem 95er Break, doch war es dann Maguire der mit einem 114er Break wieder die drei Frames Führung ausbaute. Mit einem soliden weiteren Spiel bestimmte Maguire die Partie und ließ Lee nicht mehr an ihn ran kommen. Mit einer Siegesserie von vier Frames gewann schließlich Maguire 10-4.
„Ich bin heilfroh.“, kommentierte Stephen Maguire nach dem Match. „Ich bin unter den letzten 16, ich hätte ein Problem wenn ich nicht glücklich wäre. Ich spielte stellenweise gut und war ganz solide heute Nacht. Ich hatte das Gefühl jedes mal Punkten zu können wenn ich dran kam. Ich werde mein Sicherheitsspiel verbessern müssen, aber solange ich die Bälle loche sind Safetys nicht so wichtig.“
Unzufrieden zeigte sich natürlich der Unterlegene des Spiels: „Ich verfehle stundenlang nicht wenn ich am Trainingstisch stehe, aber wenn es dann in ein Match geht ist es ein völlig anderes Spiel. Ich schreibe das den mangelnden Turnieren zu. Ich mache entweder Century Breaks oder treffe nicht einen Ball. Es ist sehr frustrierend.“ Auch zu Hearns Plänen äußerte sich Stephen Lee kurz und zeigte sich gar nicht begeistert von der Idee in Deutschland zu spielen. „Ich mag die Idee, die Barry Hearn vorschlägt, aber ich will nicht auf kleinen Turnieren spielen wie zum Beispiel in Deutschland, wo ich dann vor einem Mann und seinem Hund spiele.“

Davis kann's immer noch

Er kann es immer noch, er liebt es immer noch – Steve Davis zeigte sich gestern im Match gegen John Higgins als besserer Spieler. Viele prophezeiten, dass Davis nach seinem Erfolg gegen Mark King nicht gegen den aktuellen Weltmeister bestehen wird. Den ersten Frame holte sich auch direkt der sechsfache Weltmeister, doch gelang Higgins der Ausgleich. Nach dem selben Muster verlief Frame drei und vier, womit es zum Midsession Interval 2-2 stand. Es war keine großartige Vorstellung von Higgins, doch war Davis einfach der bessere Spieler nach der Pause. Breaks von 72, 35 und 53 Punkten brachten „The Nugget“ in eine von niemanden vorstellbare Führung. Auch gelang ihm ein Century Break, was seine geleistete Arbeit und Form einfach nur noch betont.
Ob Steve Davis dieses Jahr Weltmeister wird? Es scheint nach wie vor unwahrscheinlich. Auch wenn er mit vier Frames vor Higgins liegt, sind es noch zwei Session im Achtelfinale. Es wäre schon überraschend und zugleich sensationell, falls Davis den Sprung in die weiteren Runden schafft. Fortgesetzt wird das Match mit der zweiten Session um 15:30 Uhr.

Ein anderer Davis hatte am Nachmittag gegen Mark Allen zu kämpfen. Mark Davis liegt nach der ersten Session mit 3-5 zurück. Dabei startete er gut, konnte mit 2-0 in Führung gehen. Die Wende kam im dritten Frame, da Allen daraufhin keinen Frame mehr abgeben wollte. Im sechsten Frame gelang Allen schließlich das derzeitig höchste Break des Turniers: 146 Punkte räumte der junge Nordire vom Tisch. Einmal spielte er auf Pink statt Schwarz, womit es nicht zum Maximum Break kam. Zwar ist sind 146er Breaks seltener als Maximum Breaks, jedoch bringt es Allen bis auf den Preis für das höchste Preisgeld nichts. Es ist sicherlich enttäuscht für Allen, der ja in der ersten Runde gegen Tom Ford schon auf Maximum Kurs war, aber sich nach 122 Punkten auf die Grüne verstellte.
Den letzten Frame konnte sich Davis noch mit einem 80er Break sichern, womit es nun derzeitig 5-3 zugunsten von Mark Allen steht.

Eine erste Einschätzung zu den Achtelfinalpaarungen findet Ihr hier von Thomas Hein
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Thomas Hein

Bis bald euer Thomas Hein

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