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Donnerstag, 22 April 2010 13:31

Zwei Mal Davis im Achtelfinale der WM '10

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Während Steve Davis am Dienstag rackern musste, schaffte es Neil Robertson deutlich und Ding Junhui noch deutlicher in die nächste Runde. Mit Ryan Day verlor ein weiterer gesetzter Spieler in der ersten Runde. Am Dienstag sorgte Steve Davis für eine unglaubliche Überraschung. Der sechsfache Weltmeister, der seine glorreichsten Tage schon hinter sich hat, schaffte es mit einem 10-9 in das Achtelfinale der Snooker Weltmeisterschaft einzuziehen.
Erst im Decider konnte der Sieger ermittelt werden, den Davis für sich gewinnen konnte.
Die zweite Session begann mit einer 5-4 Führung für Mark King, der diesen Vorsprung auch direkt ausbauen konnte. Davis schaffte daraufhin nicht nur den Ausgleich, sondern überholte auf ein 8-6. Nachdem King auf ein 8-8 ausgleichen konnte, setzte Davis den vorletzten Schritt zum Sieg und brauchte mit 9-8 lediglich einen Frame um im Achtelfinale auf John Higgins zu treffen. Es kam jedoch zum Decider, den beide Spieler hätten gewinnen können.
„Ich habe hart dafür gearbeitet.“ Diesen Eindruck hatte man von Davis auch während dem Match, da so eine Leistung nicht ohne intensives Training an den Tag gebracht werden kann. „Heute Nacht war ich sehr froh zum Midsession Interval vorne zu liegen. Mark wurde ein wenig frustriert. Ich spielte einfach so solide wie möglich.“, so Davis nach dem Match. „Der letzte Frame war eine Qual.“
Weiter geht es für Davis heute Abend um 20 Uhr gegen den derzeitigen Weltmeister John Higgins. „Er ist großartig und ein großartiger Spieler. Gegen John Higgins bei der Weltmeisterschaft zu spielen wird fantastisch. Es wird hart gegen ihn, da er ein schwerer Gegner ist.“

Schnelle Abfertigung von Ding

Kurzen Prozess machte Ding Junhui in der zweiten Session mit Stuart Bingham. Mit 8-1 nach der ersten Session war Ding deutlicher Favorit und ließ auch nichts anbrennen. Zwei Frames hat er zum Sieg benötigt, die er in Folge gewann, darunter auch ein 88er Break. „Es war einfacher als ich dachte gegen Stuart. Er verfehlte einiges und ließ mir gute Chancen, es war wie im Training zu spielen.“, kommentierte Ding nach dem Match. In der Tat ließ Bingham besonders in der ersten Session viel auf dem Tisch liegen. Zwar spielte er mehrere gute langen Bälle, aber dies nützte nicht viel, da er mehrmals bei einfachen Lochversuchen patzte. „Ich freue mich auf das nächste Match und hoffe besser zu spielen als in diesem. Vermutlich spiele ich gegen Shaun Murphy und ich werde mich konzentrieren müssen, da es schwer wird, falls er gewinnt. Die Leute sagen, ich habe eine große Chance dieses Jahr, aber ich fühle keinen extra Druck – zumindest heute nicht.“
„Man darf Ding nicht solche Chancen geben wie ich sie ihm gab.“, so Stuart Bingham. „Er ist einfach ein zu guter Spieler.“
Spielen wird Ding entweder gegen Shaun Murphy oder Gerard Greene, die ihr Match heute um 15 Uhr beenden werden.

Robertson erholt sich nach kurzem Rückschlag

Eine weitere nicht-britische Hoffnung auf den Weltmeistertitel ist der Australier Neil Robertson, der sich mit 10-5 gegen Fergal O'Brien behaupten konnte. Der Beginn der zweiten Session schien wie ein Wendepunkt des Matches. O'Brien kämpfte sich auf ein 6-5 zurück und es sah nach einem Ausgleich aus, jedoch schnappte sich Robertson den Frame. In Frame 13 brauchten die Akteure 69 Minuten bis schließlich Robertson mit der respotted Black den Frame gewann und auf 8-5 ausbaute. Es kam daraufhin nicht mehr viel vom Irländer. Breaks von 46 und 88 Punkten brachten dem Australier den Matchsieg.
„Es war wie wenn man versucht Kaugummi vom Teppich zu entfernen.“, so fasste es Neil Robertson das Match zusammen. „Fergal ist so ein zäher Gegner. Ich habe zwar 10-5 gewonnen, aber drei Frames entschieden wir mit der Schwarzen, also hätte es auch anders enden können.“ Im Achtelfinale erwartet Robertson Martin Gould, der gegen Marco Fu gewann. „Ich habe noch nie gegen Martin Gould gespielt, aber er spielte gute gegen Marco Fu, also wird er meine volle Konzentration haben.“
Zu den Plänen von Barry Hearn äußerte sich Robertson auch noch: „Ich stehe 100% hinter den Plänen von Barry Hearn. Ich denke es ist fantastisch was er anbietet. Barry ist ein schlauer Bursche, der weiß war er macht. Viele Spieler fürchten, dass Barry lediglich die Preisgelder für die Topspieler erhöht und nicht die der unteren Platzierten in der Ranglisten. Manche Spieler denken sie könnten jeden Tag ein paar Stunden üben und damit 20.000 bis 30.000 Pfund verdienen, nur weil sie in den Top 64 vertreten sind. Sie müssen realisieren, dass es Geld zu gewinnen gibt, aber es bedarf harter Arbeit, die viele Spieler nicht investieren.“

Peter Ebdon fällt aus den Top 16

Nach 15 Jahren wird Peter Ebdon wieder zu den Qualifikationsturnieren fahren müssen, um noch im Fernseh gesehen zu werden. Aufgrund seiner Niederlage gegen Graeme Dott fällt Ebdon auf Platz 17 und ist somit definitiv nicht mehr in der nächste Saison ein gesetzter Spieler für die Main Tour Turniere. Sein Kontrahent Dott, der das Spiel 10-5 gewann, rückt im Provisional Ranking vor auf Platz 19 und hat nun noch gute Chancen wie vorzurücken. Dazu müsste er aber noch die nächste Runde überstehen und dort wartet auf ihn entweder Stephen Maguire oder Stephen Lee.
In der zweiten Session hätte Ebdon einiges wett machen müssen, um das 7-2 drehen zu können. Es begann auch gut für Ebdon, der mit einem 72er und 47er Break die ersten zwei Frames für sich verbuchen konnte. Nachdem Dott ihm einen Frame wegschnappte, gelang es ihm mit einem 55er Break auf 8-5 zu verkürzen. Mehr war für den Engländer nicht mehr drin, da er die darauffolgenden zwei Frames abgeben musste.
„Ich habe das Match bereits gestern verloren.“, so Peter Ebdon nach der Partie. „Graeme spielte sehr gut, aber wir hatten beide mit den Banden zu kämpfen. Die größte Enttäuschung für mich ist, dass die Tische über das ganze Jahr hinweg brillant waren, nur macht dieses Turnier eine Ausnahme.“ Auch zu den Plänen von Hearn äußerte sich Ebdon, von dem ja schon zuvor bekannt war, dass er sich Hearn nicht anschließen möchte: „Ich wäre der Erste, der Barry Hearn gratulieren würde wenn er uns neue Turniere bringen würde und ich denke darüber würde sich niemand beschweren. Aber es ist zu viel um nach 51% der kommerziellen Rechte zu fragen. Es wird ein Treffen geben und ich wäre doch sehr überrascht wenn die Spieler die Kontrolle über den Verband aufgeben würden. Ich habe nur eine Stimme, also liegt es am Ende an den Spielern.“

Achtelfinale ohne Day

Nach King, Fu und Ebdon ist Ryan Day der vierte gesetzte Spieler, der nun die Heimreise antreten kann. Den 4-5 Rückstand aus der ersten Session schaffte Day nicht mehr aufzuholen. Mit 10-8 zieht Mark Davis in das Achtelfinale der Snooker Weltmeisterschaft ein und wird sich somit gegen Mark Allen behaupten müssen.
In den anderen noch unvollendeten Partien konnten sich bislang die Favoriten behaupten. So führt nach der ersten Session Stephen Maguire mit 6-3 gegen Stephen Lee und Shaun Murphy mit 8-1 gegen Gerard Greene.
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Thomas Hein

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